Artikel 01.032.02 im www.pfaffenhofenerkurier.de
Reichertshausen gewinnt Computer bei T-DSL-Aktion
Pfaffenhofen. Auf der jährlichen
Mitgliederversammlung des Bürgernetzvereins Landkreis
Pfaffenhofen im Haus der Begegnung wurden kürzlich die 16
Gewinner ermittelt, die die Bürgernetzaktion
"www.paf-dsl.de - T-DSL schnell und günstig für alle"
bisher besonders tatkräftig unterstüzt hatten. Nach einer
kurzen Begrüßung der ca. 100 Teilnehmer durch 1. Vorsitzenden
Uwe Urra und einem kurzen Zahlenrückblick über den bisherigen
Aktionsverlauf durch Jörg Bucher, dem Koordinator der
T-DSL-Aktion, ging es gleich zur Sache. Gründungsmitglied Rudi
Engelhard rührte als "Glücksfee" kräftig in einer
"Lostrommel" und zog aus dem Papierkorb insgesamt 14
Telekom-Gutscheine hervor. Aus fast jeder Landkreisgemeinde
zwischen Vohburg und Jetzendorf gewann damit jeweils ein
Aktions-Mithelfer eine Gebührengutschrift im Wert von 50 Euro.
Überreicht wurden diese durch Dieter Salge von der
Telekomniederlassung Landshut.
Während Bürgermeister Karl Huber aus Ernsgaden noch über
seinen gerade gewonnen Telekom-Gutschein strahlte, folgte nun die
Verlosung eines Multi-media-PC unter den aktivsten Gemeinden
Ilmmünster, Reichertshausen und Ernsgaden. Landrat Engelhard
hatte ein glückliches Händchen, als er mit Reichertshausen den
Gewinner aus dem Papierkorb zog. Denn Reichertshausen hatte die
absolut größte Zahl an T-DSL-An-tragsstellern vorzuweisen.
Der letzte noch ausstehende Gewinn in Form eines 1000-DM-Schecks
entsprang einer persönlichen Wette zwischen Franz 01-brich vom
e-markt Pfaffenhofen und Jörg Bucher. Während Olbrich im
Vorfeld der Aktion daran zweifelte, daß sich mehr als 100
T-DSL-Interessenten im Landkreis finden würden, war Bucher von
Anfang an überzeugt, daß es weit mehr werden. Weil nun bis zum
Jahreswechsel 535 T-DSL-Anträgen gesammelt würden, musste
Olbrich an diesem Abend den 1000-DM-Scheck mitbringen. Mit Peter
Amsl war ausgerechnet ein Pfaffenhofener der glückliche.
Gewinner. Die Kreisstadt hatte sich nämlich neben Manching nicht
offiziell an der Burgernetz-Aktion beteiligt.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt referierte Dieter Salge zum
aktuellen Stand der Antragsabwicklung in der Aktion. Salge konnte
zwar positiv vermelden, daß zu den 118 gebuchten dsl-Ports mit
Stand vom 5. Januar 2002 nun mittlerweile 24 neue Ports
dazugekommen seien, hielt sich aber mit konkreten zeitlichen
Aussagen über die Realisierung der "restlichen" 393
auch auf Nachfrage von Bürgermeister Schnell eher bedeckt.
Die Vertreter des e-Markts gaben an diesem Abend ebenfalls keine
konkreten Zahlen über den individuellen Stand der Einzelanträge
ab. Nun möchte man von Seiten der beiden Firmen den
individuellen Stand nachreichen, weil laut Bucher doch
mittlerweile einige Aktionsteilnehmer recht ungedulig darüber
wurden, dass sie immer noch keine positive bzw. negative Reaktion
von der Telekom erhalten hätten.
Laut Salge gibt es zwar im südlichen Landkreis Glasfaserkabel
zur Anbindung von sogenannten "abgesetzten
Mini-DSLam's", da die Kabel aber randvoll seien, müsse
jetzt erst noch geprüft werden inwieweit ein weiterer Ausbau
wirtschaftlich vertretbar sei. Er bot dazu an über den
Bürgernetzverein den aktuellen Stand der Telekomplanung
monatlich zu vermitteln.
Jörg Bucher gab noch einen kleinen Ausblick in die neue
technische Alternative "Mini-DSLam". Ein Mini-DSLam
stellt eine neue Generation von DSL-Vermittlungseinrichtungen im
Mini-Format dar, welche sich auch im Freien z.B. am Straßenrand
als abgesetzte Einheit installieren laßt. Die Anbindung an den
nächst größeren DSL-Knoten erfolge je nach Hersteller via
optischer Glasfaser oder mit vieradrigem Kupferkabel. An ein
Mini-DSLam lassen sich dann zwischen 60 bis 120 Haushalte in der
DSL-Reichweite von ca. 3,5 Kilometern anschließen.
Bevor dann die Tagesordnung der Mitgliederversammlung zum
"amtlichen Teil" überging, bedankte sich Landrat Rudi
Engelhard in diesem Zusammenhang bei Uwe Urra für die seit 1996
geleistete Arbeit des Vereins für den Landkreis Pfaffenhofen.
Nach den Berichten aus den Arbeitsgruppen, der Entlastung des
bisherigen Vorstands gab es bei dessen Neuwahl noch eine
Änderung: Stefan Eigner ist neuer Schriftführer.
Landrat: Schnelle DSL-Kommunikationstechnik wichtiger Standortfaktor
Pfaffenhofen. Der Landkreis
Pfaffenhofen legt Wert darauf, dass die schnelle
"DSL-Technik" mit hohen Übertragungsgeschwindigkeiten
zügig ausgebaut wird. Aufgrund des großen Erfolgs der Aktion
des Bürgernetzvereins "T-DSL schnell und günstig für
alle" (siehe auch Bericht "Reichertshausen gewinnt
Computer bei T-DSL-Aktion") hat Landrat Rudi Engelhard jetzt
die Deutsche Telekom aufgefordert, den Ausbau im Landkreis
Pfaffenhofen ziigig voranzubringen.
Noch im März soll ein Gesprächstermin mit den
Telekom-Verantwortlichen und den DSL-"Lokomotiven" des
Bürgernetzvereins stattfinden. Dieser hatte unter der Leitung
seines Mitglieds Jörg Bucher innerhalb eines Monats über 500
T-DSL-An-träge gesammelt, von denen aber bis zum heutigen Stand
von der Telekom lediglich ein Drittel "abgearbeitet"
werden konnte. Engelhard: "Als Landrat und
Gründungsmitglied des Bürgernetzvereins bin ich sehr daran
interessiert, dass unsere Telekommunikationsinfrastruktur auf dem
neuesten Stand ist. Darauf legen wir großen Wert, weil es ein
wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor ist." Den
Landkreischef interessieren vor allem die Ausbauplanungen und
Investitionen der Telekom für das laufende Jahr und die
Vorschläge für "Lösungsmöglichkeiten in Bereichen, in
denen es Probleme gibt". Insbesondere will der Landrat
wissen, wie die Gemeinden, die außerhalb des derzeitigen
Versorgungsbereichs von 3,5 Kilometern um den Vermittlungsknoten
liegen, versorgt werden können. Engelhard: "Hier gibt es
interessante technische Entwicklungen, die wir mit der Telekom
diskutieren wollen."
erstellt am 01.03.2002
Jörg Bucher
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