Grubenschmelz

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BeschreibungGrubenschmelz aus dem Limburger Domschatz, etwa 965

In den Metallträger, meist Kupfer, werden zur Aufnahme des Emails Vertiefungen (Gruben) gemacht. Diese Gruben können durch Ätzen, Gravieren, Punzieren oder Heraus- meißeln hergestellt sein oder auch durch Zusammenlöten des Grundbleches mit einem zweiten, oben liegenden Blech, aus dem die „Gruben" ausgesägt wurden. Wie beim Stegemail werden die entstandenen Gruben mit transparenten und/oder opaken Emails mit mehrfachen Zwischenbränden aufgefüllt. Anschließend wird mit Karborund-Steinen oder Diamantwerkzeugen und Wasser geschliffen, bis Email und Metall eine ebene Fläche bilden. Es erfolgt der Glanzbrand oder eine Politur der ganzen Fläche. Bei unedlen Metallrezipienten werden die freistehenden Metallflächen meist anschließend vergoldet.
In Museen findet man viele alte Grubenschmelze, da der Grubenschmelz ein lange Tradition hat. Viele kirchliche Geräte wurden bevorzugt in dieser Technik hergestellt. Der Grubenschmelz wird oft mit dem Zellenschmelz kombiniert, d. h. die Binnenzeichnung in den Gruben wird mit feinen Drähten ausgearbeitet.
Das obige Bild zeigt eine Tafel der Limburger Domlade die aus der Zeit um 960 nach Chrisus stammt
Grubenschmelz von Eicke Nagel, Bielefeld Linkes Bild. Eine Grubenschmelzvariation von
Eike Nagel, Bielefeld.
Die Broschenform wurde aus Wachs modeliert, in Gold gegossen, die Gruben mit Emails ausgelegt und gebrannt. Da Gold nicht oxidiert bedarf das Werkstück keiner Nachbehandlung durch Schleifen

Es gibt soviele Möglichkeiten die "Gruben in das Metall zu bringen, das es wenig sinnvoll ist, hier eines der Verfahren zu beschreiben. Ein Beitrag über moderne Grubenätztechniken wurde im "Coburger Emailrundbrief 1-2005" veröffentlicht. Der Beitrag stützt sich auf einen Artikel von Gail Nelson der im internationalen Emailmagazin "Glass On Metal, Vol. 23, No. 5, Dec. 2004" erschien. Neben modernen Ätzlösungen werden hier auch verschiedene Verfahren der Abdeckmaterialien vorgestellt. Gerade bei den Abdeckverfahren hat es eine rasante Entwicklung gegeben, die, da sie teilweise mit PC-Druck und Fotokopieren arbeiten, auch dem "malerischen Laien" viele Möglichkeiten eröffnen. Den Artikel aus Glass On Metall können Sie beziehen über www.glass-on-metal.com den Artikel aus dem Coburger Emailrundbrief über ThomasPOGGO@aol.com  Außerdem finden Sie den Artikel mit Rezeptur der von Kickeben/USA neu entwickelten Ätzlösung im Goldschmiedeforum unter:  http://www.iphpbb.com/board/ftopic-50385095nx20254-392.html

Grubenschmelz 

Das hier gezeigte Bild ist ca. 15 x 40 cm groß. Die breiten goldenen Stege bilden das "Metalgerüst". Diese "Stege" wurden mit einem breiten Filzschreiber auf ein 0,8 mm starkes "WigoldBlech" gezeichnet. Die Felder die später das Email aufnehmen sollen wurden so ausgesägt, dass das "Gerüst" zusamen- hängend bleibt. Das Gerüst wurde dann mit "Silberlot extra hart" auf eine 1,5 mm starke Kupferplatte aufgelötet. Nach dem Löten wurden die Umrisse des Hahns ausgesägt  Die Gruben wurden mit Email aufgefüllt und die gesamte Platte nach dem Brand geschliffen und poliert.

Gefräster Namenszug für GrubenschmelzMit folgenden Techniken lassen sich Gruben für den Grubenschmelz herstellen: Ätzen, Gravieren, Punzieren, Meißeln, Maschinenfräsen, Sägen+Löten, Metallgießen, Prägen. Alle Techniken haben ihre Vor- und Nachteile!! Fräsen, Prägen und Metallgießen bedürfen eines höheren maschinellen Aufwands.

Linkes Bild "Ausschnitt aus einem Namensschild"  Der Namenszug wurde mit einer Maschine ausgefräst. Die Buchstaben können mit Email gefüllt werden. Nach dem Brand wird die ganze Fläche dann auf eine Ebene geschliffen und poliert.

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