Emaillieren einer Kupferkugel

mEmail-AbziehbilderArchitekturemailBleistifttechnikMit Folien emaillierenGrubenschmelzFensteremailKörperschmelzKupferfolieMalen mit EmailMosaik-EmailOxidmalereiEmail en ronde bosseSägetechnik für EmailEmail-SchablonentechnikEmail-Sgraffito-TechnikEmail-StreutechnikEmail-cloisonnéOffene FlammeVerschiedene EmailarbeitenOhrsteckerPreparing Thin Gauge Sheet Copper To Minimize Warpage As It Is Enameled.

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Kupferkugeln, Thompson enamelDie hier verwendeten Kupferkugeln von ca. 22 mm Durchmesser erhalten Sie bei Thompson Enamel / USA Telefon: 001-859-291-3800 Fax: 001-859-291-1849, E-Mail thompson@thompsonenamel.com

WerkzeugeNeben den üblichen Emailwerkzeugen sind einige zusätzliche Werkzeuge bei der Arbeit hilfreich: eine sogenannte dritte Hand,   eine Kugelanke mit Stempel (22 mm Durchmesser) , Kreuzlötpinzette,  Diamant-Schleifpads, erhältlich bei Kurt Merker, Elsterstr. 6, 93309 Kelheim, Tel: +49 (0)9441-3355 E-Mail:k-merker@t-online.de   selbsthergestellte Brennunterlage,  
etwas Edelstahldraht ca. 1 mm  Durchmesser.

Die Arbeitsanleitung bezieht sich auf die 22 mm Kupferkugeln der Firma Thompson-Enamel/USA. Wegen ihrer großen Wandstärke müssen diese Kugeln von innen nicht emailliert werden. Größere selbstgemachte Kugeln mit dünnerer Wandstärke sollten dagegen auch von innen emailliert werden. (Anleitung hierzu erhalten Sie kostenlos per E-Mail: massow@emailkunst.de

Zunächst wird die Kupferkugel erhitzt, um Schmutz und Fett zu beseitigen. Dazu wird die Kugel in den Ofen gelegt und beobachtet. Bei ca. 300 Grad Celsius nimmt die Kugel eine goldene Färbung an. Die Kugel sofort aus dem Ofen nehmen und in ein ca. 60 Grad warmes Bad aus 10%iger Alaun-Lösung legen. (Anmerkung: In meinen Kursen verwende ich für alle Beizarbeiten, auch für Beizarbeiten nach dem Löten, 10%ige Alaunlösung an Stelle von Schwefelsäure. Die Lösung arbeitet zwar etwas langsamer, ist dafür aber ungefährlich, langlebig und unempfindlich gegen Eisen. Ansatz: 50 Gramm Alaun-Salz aus der Apotheke in 450 ml Wasser auflösen).

Der Email-Grundauftrag läßt sich am besten mit  "Flüssig-Email" herstellen. Fertiges Flüssigemail erhalten Sie von Thompson Enamel, USA, europäische Vertretung: Ellen Goldman, Thompson Laan 36 LB Den Haag NL-2565 Holland E-Mail: jgoldman@hetnet.nl oder in GB bei W. G. Ball, Anchor Road, Longton, Stoke-On-Trent, ST3 1JW, England, E-Mail: sales@wgball.com , URL: http://www.wgball.com

(Anmerkung: Selbst können Sie einen Flüssigemail-Ersatz wie folgt herstellen: Sieben Sie die als Grundemail gewünschte Farbe durch ein ca. 300-mesh-Sieb. (325 mesh (USA) entspricht einer Maschenweite von 0.044 mm bei einer Drahtstärke von 0.036 mm). Die Siebe erhalten Sie bei Thompson Enamel, USA, E-Mail: thompson@thompsonenamel.com Den durchgesiebten Feinanteil versetzen Sie mit etwas gelöstem Tapetenkleister und Wasser zu einer honig-sämigen Konsistenz). (Falls Sie keine so feinen Siebe auftreiben können, reicht es notfalls auch, die groben Anteile des Emails auszusieben.) Um die richtige Konsistenz des Flüssigemails zu prüfen, machen Sie folgenden Test: Trockene Fingerspitze in das Email eintauchen, Finger herausziehen, 1-2 Tropfen Email sollen von der Fingerspitze abtropfen. Nicht mehr und nicht weniger!!

Tauchen einer Kupferkugel in NassemailKlemmen Sie die Kugel in eine (Löt)-Kreuzpinzette und wärmen sie die Kugel gut an. Tauchen sie die angewärmte Kugel in das Flüssigemail. Unter Drehen der Pinzette mitsamt der Kugel (damit das Flüssigemail nicht abtropft) sieben Sie auf das noch feuchte Flüssigemail trockenes Email auf. Wenn das Email nicht mehr tropft, drehen Sie Pinzette + Kugel vor der geöffneten Tür des heißen Ofens. Lassen Sie das Email durchtrocknen.

Nach dem Trocknen stecken Sie durch die beiden Öffnungen der Kugel einen ca 1 mm starken Edelstahldraht und plazieren Sie beides auf einen Gegenemailständer. Achtung!! keinen einfachen Eisen- oder Kupferdraht verwenden, da dieser sich beim Brennen im Ofen durchbiegt, und somit die Kugel den Boden des Gegenemailständers berührt. Das Email wird ruiniert ). Schieben Sie das Werkstück in den etwa 750-800 Grad Celsius heißen Ofen. Wenn Sie keine Temperaturmessung haben: Der Ofen sollte kirschrot sein. Zeigt die Emailoberfläche der Kugel nach dem Brennen schwarze Punkte, beizen Sie sie, damit der Zunder weitgehend entfernt wird und emaillieren Sie die Kugel einfach ein zweites mal. Spülen Sie nach dem Beizen auch das Innere der Kugel gründlich mit Wasser aus, da sonst beim nachfolgenden Brennen unangenehme Dämpfe entstehen!!

Die Kugel kann nun in verschiedenen Techniken weiter bearbeitet werden. Sie kann mit Malemail bemalt, mit anderen Farben besiebt, in der Sgraffito-Technik gestaltet, mit Silber- oder Goldfolie belegt, mit Abziehbildern versehen oder in der Cloisonné-Technik fertiggestellt werden.

KugelcollierCloisonné: Für die Cloisonné-Technik verwende ich bei diesen kleinen Kugeldurchmessern 0.4 - 0.5 mm starken Kupfer- oder Silberdraht. Vor Gebrauch sollten Sie den Draht im Ofen bei etwa 700 Grad C ausglühen, in Wasser abschrecken und danach beizen und gründlich mit Wasser spülen. Der Kupferdraht wird beim Beizen nicht blank. Das schadet nicht. Wichtig ist nur, daß der Zunder abgelöst ist. Wegen des kleinen Kugel-Durchmessers empfehle ich, die einzelnen Teile des Designs nicht zu groß anzulegen. Soll z. B. ein "Reifen" rund um die Kugel gelegt werden, so teilt man diesen mindestens in 2 Hälften. Empfehlenswert ist es, die einzelnen Teile des Designs "en block" anzufertigen, sie auszuglühen, mit Hilfe der Anke und des Stempels dem Kugeldurchmesser anzupassen und dann in einem Arbeitsgang aufzukleben. Viele gleiche Teile wie Kreise, Drei- oder Vierecke wickelt man am besten über ein entsprechend geformtes Teil. Dreiecke z. B. über einen kleinen Schaber, Kreise über ein Rundholz oder -eisen, Vierecke über die Angel einer Feile, Sechsecke über einen Bleistift usw.

Für andere Formen kann man sich auch einen "Faulenzer" machen. Dazu zeichnet man das "Design" auf ein Holzbrett und schlägt an den "Eckpunkten" kleine Nägel ein. Die Köpfe der Nägel knippst man mit dem Seitenschneider ab. Der Draht wird dann an den Nägeln vorbeigeführt und man kann soviel gleichförmige Teile machen wie man braucht. Hier nun "Step by Step":

1) Aus dem ausgeglühten Draht die einzelnen Teile des Designs biegen.
2) Nach dem Biegen Teile nochmals ausglühen und Beizen, damit sie sich besser an die Rundung der Kugel anpassen lassen.
3) Die Teile über eine zweite Kugel oder in der entsprechenden Vertiefung einer Anke an den Kugeldurchmesser anpassen.
Stege aufgeklebt4) Damit die Designteile besser auf der Kugel haften und nicht so leicht abrutschen, ist es ratsam, die Emailoberfläche der Kugel vor dem Aufkleben der Drähte mit einer Karborund- oder Diamantfeile aufzurauhen!! Teile mit etwas Tapetenkleister auf die voremaillierte Kugel kleben. Den Kleber gut trocknen lassen.
5) Für die Weiterverarbeitung gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Nach dem Trocknen das Email nass in die Zellen eintragen oder
b) zunächst eine sehr dünne Schicht Email auftragen, um das Design auf der Kugel festzubrennen. Dazu Kugel in die Kreuzpinzette einspannen, leicht mit Kleberwasser einsprühen und eine wirklich nur hauchdünne Schicht Email aufsieben. Trocknen, brennen, bei Verwendung von Kupferdraht beizen, mit Wasser spülen.

.Nassemail eingetragen6) Zum Ein- bzw. Auftragen des Emails eine normale Holzschraube in eines der Kugellöcher nicht zu fest eindrehen oder die Kugel auf eine passende Reibahle stecken. Die Reibahle hält durch ihre scharfen Kanten die Kugel beim Bearbeiten sicher in Position
7) Schraube/Reibahle mit der Kugel in die "dritte Hand" einspannen. So läßt sich die Kugel in allen Richtungen leicht drehen, ohne daß die Emailschicht angefaßt werden muss
Email eingetragen
8) Emails zum Eintragen wie üblich vorbereiten.
9) Nach dem Waschen dem Email einen kräftigen Tropfen Klebemittel (Tapetenkleister, Tragant oder dergl.) zusetzen und gut unter das Email verteilen.
10) Oben beginnend das Naßemail eintragen. Der Emailbrei darf nicht zu trocken und nicht zu nass sein. Zu trockener Brei lässt sich nicht richtig eintragen, zu nasser Brei fließt von der Kugel ab. Droht der Brei an der Kugel herabzufließen, saugen Sie mit Küchenkrepp einen Teil des Wasser von der Kugel ab. Ist etwa 1/4 bis 1/3 der Kugeloberfläche mit Email gefüllt (Emailschicht 1), (siehe Grafik unten) wird mit Küchenkrepp soviel Wasser wie möglich abgesaugt und mit einem flachen Spatel das Email etwas angedrückt.
11) Kugel um 1/3 - 1/4 Umdrehung weiterdrehen, so dass eine "leere" Fläche oben liegt und das schon eingetragene Email (1) seitlich an der Kugel ist.
Skizze "Auftragen des Emails"12) Emailschicht (2) von der oben liegenden email-freien Fläche eintragen und auf das bereits eingetragene Email (1) zu arbeiten. Kurz bevor die beiden Emailflächen (2) und (1) zusammenstoßen, bei etwa 1 mm Abstand, das neu eingetragene Email (2) mit Küchenkrepp trocknen. Erst danach mit einem Spatel die beiden Emailflächen zusammenschieben. Dadurch wird verhindert, dass das Email (1) vom Email (2) Wasser aufsaugt und zu rutschen anfängt.
13) Die restlichen, noch freien Kugelflächen in der gleichen Weise betragen. Beim letzten Eintrag arbeitet man jeweils auf die schon betragenen Flächen zu, trocknet den "Neueintrag" und schiebt dann beide Nähte zusammen.
14) Kugel auf eine Edelstahldraht von mindestens 0,8 mm Ø auffädeln, auf den speziellen Gegenemailständer legen, gut durchtrocknen und brennen.
15) Brand beobachten. Sobald die Oberfläche des Emails glänzt, Werkstück aus dem Ofen nehmen. Läßt man es länger im Ofen, kann das Email herunterfließen.
16) Nach dem Abkühlen bei Bedarf erneut Email eintragen. Wurden Kupferstegdrähte verwendet, ist es ratsam,die Kugel vor dem erneuten Betragen kurz zu beizen und unter fließendem Wasser mit einer Zahn- oder Handwaschbürste abzubürsten.
17) Die Zellen sollten jetzt überfüllt werden, d. h. das Email sollte auch die Stegdrähte bedecken. Für diesen Auftrag kann man auch ein gutes, klares Fondant verwenden. Nach dem Trocknen Kugel erneut brennen. (siehe auch unter Zellenschmelz)
18) Sind alle Zellen nach dem Brand gut gefüllt, kann die Kugel geschliffen werden. Zum Schleifen empfehle ich Diamantwerkzeuge. Sehr bewährt haben sich die Schleifpads der Firma Kurt Merker, Kelheim, E-Mail:
k-merker@t-online.de Geschliffen wird selbstverständlich nass!! Wegen der geringen Steghöhe muss äußerst vorsichtig vorgegangen werden. Sind alle Stege freigeschliffen, d. h. metallisch blank und es zeigen sich in der Emailfläche noch glänzende "Dellen", ist es ratsam, diese Vertiefungen oder die gesamte Kugel nochmals mit Fondant zu betragen, zu brennen und erneut zu schleifen. Auch wenn Poren entstanden sind, müssen diese aufgebohrt, mit Email gefüllt und die Kugel nochmals gebrannt werden.
Schleifen mit Diamantpads19) Die Kugel kann mit immer feineren Diamantpads bis zum Hochglanz geschliffen und poliert werden oder einer sogenannten "Feuerpolitur" unterzogen werden.
20) Feuerpolitur: Emailoberfläche mit Zahn- oder Handwaschbürste gründlich unter fließendem Wasser säubern, trocknen, auf den Edelstahldraht auffädeln und auf den Spezialständer hängen. Für die Feuerpolitur (Glanzbrand) sollte der Ofen recht heiß (850-900 Grad C) sein. Kugel in den Ofen schieben und Brand beobachten. Sobald das Email glänzt, Kugel aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
21) Wurden Kupferstege verwendet, Kugel etwa 10 min beizen und Drähte dann vorsichtig, z. B. mit einem Schleifschwamm polieren.

Variationen: Das Cloisonné-Email auf Kugeln ist sicher die schwierigste Art, die Kugeln zu dekorieren. Es gibt aber weitere, einfachere Möglichkeiten.

Malemail: Emaillieren Sie die Kugel wie vorher beschrieben mit einem Grundemail. Für Malemail empfiehlt sich ein weißer oder zumindest heller, opaker Untergrund. Sie können die Kugel dann mit Malemail, z. B. Acryl-Email, Malkreiden oder Wassermal-Email (Thompson-Enamel), mit Oxidmalfarben oder in der freien Maltechnik bemalen und brennen. (siehe auch unter "Malemail" auf der Technikseite)

Abziehbilder: Emaillieren Sie die Kugel wie oben beschrieben. Für Abziehbilder eignet sich am besten ein weißer Untergrund. Da sich die Abziehbilder der starken Kugelwölbung nicht anpassen lassen, müssen Sie entweder nur kleine Motive auswählen, oder das Abziehbild in kleine Streifen oder Dreiecke zerschneiden. Wichtig ist, daß das Motiv überall fest am Emailuntergrund anliegt. Falten oder Blasen führen zu Fehlstellen. Nach dem gründlichen Trocknen des Abziehbildes Kugel vorsichtig brennen. (siehe auch unter "Abziehbilder" auf der Technikseite)

Gold- oder Silberfolie: Mit dieser Technik lassen sich elegante Kugeln ganz einfach herstellen. Soll die Kugel ganz mit Folie bedeckt sein, spielt die Grundfarbe keine große Rolle. Bei teilweiser Belegung mit Folie sollte man den Untergrund sorgfältig aussuchen. Als Untergrund für Goldfolie eignen sich besonders Weiß oder ein elegantes Blau, für Silberfolie Blau und Schwarz.

Silberfolienschnitzel1) Die Kugel wie oben beschrieben grundemaillieren. Silber- oder Goldfolie zwischen 2 Blatt Transparentpapier legen und in knapp 1 cm breite Streifen schneiden. Streifen anschließend in kleine Dreiecke schneiden.
2) Kugel in die Kreuzpinzette einspannen und etwa ein Drittel der Oberfläche mit stark verdünntem Tapetenkleister einstreichen.
3) Mit einem wasserfeuchten Pinsel ein Dreieck aufnehmen und glatt auf die Kugel auflegen.
4) Das nächste Dreieck aufnehmen und etwas überlappend auf das vorherige legen. So fortfahren, bis die ganze Kugel belegt ist.
Kugel mit Folie beklebt5) Kugel vorsichtig trocknen. Nicht auf den heißen Ofen legen, da dann das Wasser des Klebers zu schnell verdampft und die Folien sich vom Untergrund ablösen.
6) Nach dem Trocknen Folie fest an den Untergrund andrücken. Ziehen Sie einfache Baumwollhandschuhe an und rollen Sie die Kugel vorsichtig zwischen Ihren Handflächen.
7) Kugel vorsichtig brennen. Soll die Kugel ganz mit Folie bedeckt bleiben, Folien-Oberfläche mit einem Polierstahl polieren. Sollte sich dabei Folie ablösen, das beschädigte Stück nochmals mit Folie belegen und Schritte 6- 9 wiederholen.
Soll ein Teil des emaillierten Emailuntergrundes sichtbar werden, einen Teil der Folie mit einem Karborundstein, oder besser mit einer Diamantfeile oder Diamantpad vorsichtig abschleifen.
8) Kugel mit einer Zahn- oder Handwaschbürste unter fließendem Wasser gründlich reinigen.
9) Trocknen, brennen, polieren. Fertig.

Werkzeug für Cloisonné-Kugeln
Hilfsmittel zur StegdrahtanpassungDie Drähte für Cloisonné-Arbeiten müssen möglichst satt auf dem Metallträger aufliegen, d. h. zwischen Stegdraht und Metall oder Emailoberfläche darf kein Zwischenraum sein. Liegen die Drähte nicht satt auf, können sie a) verbrennen oder b) sie werden beim Schleifen weggeschliffen. Bei gewölbten Oberflächen ist es etwas schwierig, den Drähten die gleiche Rundung zu geben wie der Fläche. Deshalb habe ich mir ein kleines Hilfswerkzeug gebaut, das sich in meinen Kursen sehr bewährt hat. Es ist einfach nachzubauen. Gebaut wurde es für Kugeln mit 22 mm Durchmesser.

  1. 1) Einen Holzklotz von ca 10 x 10 x 2 cm zuschneiden
  2. 2) Mit einem Kugelfräser eine Höhlung in den Block fräsen, die etwa 1 mm größer ist als der Kugeldurchmesser
  3. 3) Eine Kupferronde aus 0.5 mm starkem Blech und ca 32 mm Durchmesser zuschneiden
  4. 4) Ronde in der Anke mit einem Stempel von 22 mm Durchmesser zur Halbkugel formen.
  5. 5) Ränder sauber feilen und Halbkugel mit Heiß- oder anderem Kleber in die Höhlung des Blocks einkleben
  6. 6) Aus einer Holz- oder Metallkugel einen "Stempel" mit einem Kopf von 22 mm Durchmesser herstellen

Die Drähte werden hochkant in die Halbschale gelegt und mit dem Holzstempel vorsichtig in die Halbkugel gedrückt. Sie sollten jetzt ohne jeden Zwischenraum auf die zu emaillierende Kugel passen

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 Emaillieren selbst hergestellter Kugeln

Selbst hergestellte Kugeln, sei es im "Pressforming-Verfahren" oder mit Anke und Stempel sollten in der Regel von innen emailliert werden, vor allem, wenn sie aus dünnerem Metall hergestellt werden (unter 1 mm), oder wenn sie größer als ca 20 mm sind. Folgende zwei Vorgehensweisen haben sich bewährt:

  1. In mindestens einer der beiden Kugelhälften ein Loch bohren, da sonst beim anschliessenden Löten bzw. beim Abkühlen die Kugeln kollabieren können. Innenseiten der Halbkugeln mit Email betragen (nass oder sieben) und das Email brennen. Auf jeden Schnitt der beiden Halbkugeln etwas Email- oder Schlaglot, am besten in gefeilter Form, zusammen mit Flussmittel z. B. Fluoron auftragen. Kugelhälften erhitzen, sodass das Lot "anfliesst".  Kugelhälften beizen. Nach dem Brennen das Lot an den Schnittflächen der Halbkugeln etwas anfeilen, so dass saubere Lotflächen entstehen. Kugelhälften mit Bindedraht bündig zusammen binden. Auf die Lotnaht Flussmittel auftragen und die Hälften zusammenlöten. Kugel beizen und die Lotnaht versäubern. Kugel in einer der oben beschriebenen Techniken Emaillieren. Dabei darauf achten, dass der Ofen nicht zu heiss ist, damit die Lotnaht nicht aufgeht.
  2. In beide Kugelhälften ein Loch bohren. Kugelhälften wie oben beschrieben zusammenlöten. Beizen und innen und aussen gut mit Wasser ausspülen. Mit einer Injektionsspritze Flüssigemail (siehe weiter oben) in die Kugel spritzen. Kugel kräftig schwenken, sodass das Email sich in der Kugel gut verteilt. Das Email trocknen. Jetzt kann die Kugel entweder gebrannt werden oder auch gleich von aussen mit einer der oben beschriebenen Techniken emailliert werden.

Fertigstellen. Zum Schluss möchten Sie Ihre Kugeln sicher auch als Schmuck tragen, d. h. sie müssen auf ein Collierband oder dergl. aufgefädelt werden. Sie können eine einzelne oder mehrere Kugeln auf ein Band (Feinstahlseil, Kettchen, Kautschuk-, Seidenband usw.) allein oder zusammen mit Zwischenteilen (Silber-, Gold-, Keramikkugeln, Silber- oder Goldröhrchen Perlen verschiedenster Art usw. auffädeln. Hier einige Tips, wo Sie die Marterialien bekommen.

Wenn Sie noch eine Bezugsquelle vermissen, schicken Sie mir ein E-Mail: massow@emailkunst.de

 

Enamelling Copper Beads

In this description I use copper balls from Thompson enamel. Picture left) Kontakt:  www.thompsonenamel.com

Anneal the copper ball to remove grease, which may be present. Anneal until the copper colour changes to a light gold (at about 300 degrees Celsius). Remove and let cool. Pickle the copper ball in a 10% H2SO 4 solution or better because safer in a solution of 50 grams Alum in 0.5 litre water. The solutions may be heated to 50-60 degrees Celsius. The Alum-solution works very well. It is not so sensitive to iron traces and is safer than sulphuric acid! I prefer it in my workshops.

Kay Whitcomb recommends not enamelling the inside of 7/8" heavy wall balls. If I make my own balls the wall thickness is thinner and sometimes the diameter is larger. For this reason I also enamel the inside of the balls (self evident after soldering the 2 hemispheres together and before polishing the outside!).

If you want to do so, make a thin slurry of one of the "Thompson" liquid enamels. Fill a syringe (I think your doctor will give you one) with this slurry and fill the inside of the ball. It is a good idea to warm up the ball a bit, because the slurry will stick better on the inside wall. Let the surplus run out. Dry the enamel and fire the ball. The inside need not be completely enamelled. It suffices that the greater part ofthe inside is coated.

When cool, put the ball into the pickling solution until all copper oxide is dissolved. Wash the ball in hot water to remove any solution traces.

In the meantime, prepare a pair of "cross-tweezers" to hold the ball when dipping it in liquid enamel. If you don't have such cross-tweezers you can make a similar tool of stainless steel wire (see figure 1). Use a wire of about 1 mm dia. or a bit stronger and a length of about 20 inches. Wrap the middle of the wire around a 5/8" dia. round wooden dowel or other round tool to make a loop. Twist to form a section about 1-1/2" long. Continue as shown, running both ends through the loop and forming the jaws ending with pointed prongs about 3/8" long to go into the ball. Flatten the loop to provide stability to the jaws.

In Germanyl these tweezers are called "Cross Tweezers ". (Middle of the right picture with caughted copper ball) Unlike normal tweezers they open if you squeeze the handle. Release the pressure and the jaws will hold the ball. A very helpful tool for holding three­dimensional pieces.

If you want to get really transparent colours you should polish the metal surface of the ball now. It is a bit difficult, but you can do it. Do not use greasy polishing cream. Polish only with non-greasy polish, glass brush, or a similar material. If you have the facilities, polish with water and cerium oxide with a hard felt wheel. Wear cotton gloves during polishing.

I use Thompson's BC-303L (medium fusing clear transparent) for the base coat. Mix well and pour enough into a Container to cover the ball when sub-merged. (To check the correct consistency of water to liquid enamel insert a dry finger into the liquid enamel and then remove. The enamel will drain first and then two to three drops of liquid enamel should drop off your finger, no more, no less.)

Place the ball into the "cross tweezers" so the points are in both holes. Warm the ball to a temperature of 120-140 OF (50­60°C). Dip the ball into the enamel, submerging it completely. Remove it, allow the surplus to drip off, rotate or turn your wrist to obtain an even coat. Hold near the open kiln door to dry. It may be necessary to continue rotating or turning until the enamel "sets". A thin coat offlux can be sifted on to hasten the "setting up".

 

After drying, insert a stainless steel wire through both holes of the ball, put it on a trivet (picture right: This is my construction (trivet) for firing three-dimensional pieces. very simple, cheap and effective'! From a piece of stainless steel wire mesh. make a U-form. Both sides of the "U" should be nearly 2 cm (1 inch) higher than the piece to be enamelled. The height of the U-sides must be at minimum a halt inch higher than the difference between the holes and the bottom ) and fire. It is better to under fire slightly than to over fire. (

If the enamelled ball's surface isn't completely covered, put the ball again in your pickling solution (sulphuric acid or alum solution) until the scale is removed. Clean the ball taking care that the inside of the ball is free of any acid or solution, because otherwise you'll get unpleasant fumes during firing. Recoat as above and fire again. You can repeat these steps until you get a faultless enamel surface.For cloisonne use round wire of about 0.5 mm. It is better to use short lengths than long ones. Wires can be shaped with the appropriate size hole in a dapping block.  To hold the ball in position I turn a screw, which is about 1-2 mm thicker than the hole, in one of the holes. The other end of the screw I clamp in a "Third-Hand". The ball is well fastened and you can turn it in any direction. To hold the screw and the ball and to form the approprate curve of the cloisonné wires I made a special tool. I think you can reproduce the construction by the picture left! . If you want to glue wires to steep surfaces (vessels, tubes, etc.) or as shown here on the ball's surface, it is advisable to roughen up the enamel surface with an alundum stone or diamond file. The glue and wires will not slip so easily on this rough surface

Some people glue and fire the wires on a ball in multiple steps. I glue all of them in one step. Use stronger glue than usual such as Thompson's "Blu-stic". Some enamellers have worked successfully with contact glue such as the German brand name "Pattex" or with Cyano-acrylate glue which in German is called "Sekundenkleber" which means, "Sticks in seconds". I don't like to use this type of glue because of the possible noxious fumes that may be present when firing. I prefer a thick glue of wallpaper paste. (One spoon of dry wallpaper-glue-powder to 50 ml water.)

After gluing the wires and before firing to fasten the wires, sift a very thin 80 mesh clear transparent enamel over the surface, otherwise the wires might fall off during firing. After a short firing and pickling in alum solution or 10% H2S04 to remove the scale from the wires if you use copper wires, you now can fill the cells with well-washed transparent enamels. Put a drop ofKlyr-fire™ , wallpaper-paste or another organic glue into the enamel and make the mix considerably thicker than usual. Start to fill the enamel on the top of the ball.

If you have filled the cells on top of the ball, dry the enamel with a paper towel. Turn the ball and start to fill the next part of the cells. Do not fill the cells adjacent to those filled before, but on the opposite side and work toward the previously filled cells. Only at the end connect the second enamel layer with the first. (Picture right: Hier zusammenschieben = put the enemal here together; Emailschicht = enamellayer; Kupferkugel = copper ball) This mode of Operation prevents the first layer getting too wet and slipping. Fill the cells in this manner until the whole ball is covered with enamel. Dry thoroughly and fire. You probably must fill the cells a second or third time. Do it in the same manner as before. (Left: Cells filled with enamel, ready to fire)

 

After the last firing you can grind and polish the enamelled surface for a smooth low gloss finish. For a glossy finish give it a short refire. (Right: Stoning bead with diamond sponge)

 

Applying foil to bead.

 You can make beautiful balls (or beads) by press forming we will have an article on this in a future edition of MSG. Enamel inside and out as described above.

Using Silver or Gold Foil

If the surface of the ball has a perfect enamel ground coat, glue little scraps of silver or gold foil to the whole surface. To make the foil scraps, fold a piece of transparent paper and lay the foil inside of the folded paper. I prefer a fairly strong transparent paper that is till transparent enough to see the foil. Make parallel cuts opposite of the "folding" and then crosswise cuts, . You get many little rectangular scraps. For a ball it may be better to cut little triangles like shown in the picture left. Glue the foil scraps with a diluted organic glue (Klyr-fire™ or similar material) to the surface. As glue I prefer normal wallpaper glue (1/2 spoon glue to 0.2 - 0,3 litre distilled water). It works very well.

The scraps must overlap so that you get a closed silver or gold cover. First I make a lot of little foil scraps as described before, coat one quarter of the surface with glue, pick up the scraps with a wet glue-free water colour brush and transfer the scraps to the surface and stroke it with the brush tightly. I take it step by step until the whole surface is covered with foil. Let it dry very well. To press the foil tight to the enamelled surface I roll the ball between my hands. Wear cotton gloves and be sure that the glue is really dry. Fire. After that you can make your cloisonne in the usual manner with silver or gold wire.

E-Mail: massow@emailkunst.de

Examples of the finished product.

 

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