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Auszug aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum
der Kreisgruppe Pfaffenhofen:
Ortsgruppe Pfaffenhofen aus Sicht von Ulrich Radons
1985-1988
Hier sitze ich nun und versuche das in Worte zu fassen, was mich
bewegt, wenn ich an die Zeiten denke als die Pfaffenhofener Ortsgruppe
noch in den Kinderschuhen steckte. Ich bin Grüner, Schwerpunkt
Kommunales und Energietechnik. Mike Eberle, als Gymnasiast im Zuge
der B300 Auseinandersetzungen zu den Grünen gestoßen,
ist zur SPD gewechselt: 'Um dort etwas zu bewegen!' Stephan und
Lisa Sauer, ein sympathisches junges Paar, führen die Ortsgruppe
Pfaffenhofen. Ich treffe mich gern mit Stephan, Lisa und Lisas Bruder
Mike, zum Gedankenaustausch, im Obstgarten, am Küchentisch,
auf dem Wochenmarkt, bei der Familie Stachelbär. Es sind viele
junge Leute, zu denen ich allerdings keinen direkten Kontakt habe,
in der Ortsgruppe engagiert. Agnes Bergmeister und Lissy Fischer
treffen sich zum mütterlichen Plausch in der Stillgruppe.
Die Idylle wird gestört:
Wackersdorf >> Anhörungen
>> Überzeugungsarbeit leisten >> Demos >>
Tränengas. Es kommt noch schlimmer >>
Tschernobyl .
Szenenwechsel: Sitzung des Energiewendekomitees Pfaffenhofen: Horst
Werkmann und Sigi Ebner kommen zu uns und berichten von der Energiegruppe
des BN und ob wir uns nicht zusammentun könnten. Das geschieht
letztendlich.
1988-1992
Stephan und Lisa Sauer ziehen um nach Landshut. Der neue Vorsitzende
Volker Riem erzählt mir wie es weiter ging: ca. 10 aktive junge
Leute treffen sich monatlich einmal in der Geschäftsstelle
in der Sonnenstraße zum Informations- und Gedankenaustausch.
Anschließend geht's auf ein Bier. Hier entstehen und vertiefen
sich die Ideen zu den verschiedenen Aktionen, wie Schutzmaßnahmen
für Schleiereulen, Uferschwalben, Kröten, Fledermäuse
und Biotopmähaktionen.
Die Energiegruppe ist sehr präsent am Wochenmarkt und nutzt
die unmittelbare Nähe der Geschäftsstelle um dort Energieberatungen
anzubieten. Auch ich mache dort stundenweise Dienst. Leider ist
die Resonanz minimal. Lichtblicke: Die Energietage! Die Solar Rallye
kommt zu uns!

Eine Kindergruppe existiert ohne feste Betreuung: Die betroffenen
Mütter wechseln sich ab.
1992-2000
Volker mag nicht mehr: 'Alles wird zerredet!' Georg und Barbara
Klump, die schon vorher intensiv die Müll- und Dioxin- Kampagnen
des BN vor Ort angeführt hatten, führen die Ortsgruppe
weiter. Ich selbst, zur Zeit Stadtrat und Umweltreferent mit Solarmobil
habe guten Kontakt zu den beiden. Sie sind überall präsent,
man trifft sich auf dem Wochenmarkt, bei umweltrelevanten Veranstaltungen,
ganz zufällig beim Essen und es gibt immer was zu bereden.
Georgs kompetente Stellungnahmen zu Bebauungsplänen bereiten
mir viel Freude und ich fühle mich nicht mehr ganz so allein
auf weiter Flur wenn sie im Stadtrat vorgelesen werden. Leider bin
ich der einzige, der seine Einwände aufnimmt.

Es kommt aber auch anders: Beim Thema Stadtbus. Georg Klump zieht
dieses Thema konsequent durch, sucht und findet Mitstreiter in der
Bevölkerung (z.B. das Ehepaar Poel), die Arbeitsgruppe Stadtbus
gründet sich und im Sommer 96 ist es so weit: Die erste Stadtbuslinie
nimmt seinen Betrieb auf. Das ist sein Erfolg!
Barbara hat inzwischen die Kindergruppe übernommen und ich
stoße 1998 als 2. Vorsitzender zur Ortsgruppe hinzu. Wir führen
einen monatlichen Stammtisch ein, zu dem sich ca. 5 BN'ler und ab
und zu auch ein paar HKW- Gegner einfinden.
2000-2001
Georg und Barbara ziehen um nach Freising! Die Ortsgruppe wird neu
besetzt. Ich übernehme den 1. Vorsitz, Christine Janicher-Buska
den 2. und Birgit Dimmelmeier führt die Kindergruppe. Beisitzer
sind Hans-Peter Ernst und Annette Müller.
30.03.2001 Ulrich Radons wird Kreisvorsitzender.
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