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Ganz schön
Blume -
der OGV Rohrbach auf der Landesgartenschau in Neu Ulm
Bei herrlichem Wetter startete der Obst- und
Gartenbauverein Rohrbach am Samstag, 5.7.08 zur Landesgartenschau
nach Neu Ulm.
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Hinter Leipheim wurde für eine kurze
Brotzeit-Rast auf der B10 ein Parkplatz angesteuert, bevor
es weiter ging, erst mal aber nach Ulm zu einer
Stadtführung: |
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Aufgeteilt in zwei Gruppen (wir waren
immerhin 63 Personen) lernten wir dabei die historische
Altstadt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen.
Unsere Tour begann mit dem Fischer-Viertel (die andere
Gruppe ging genau entgegengesetzt und steuerte den
Münsterplatz an).
Ulm, erstmals urkundlich genannt am 22. Juli 854, war
Königspfalz und Freie Reichsstadt, ab 1802 bayerisch, ist
seit 1810 württembergisch und seitdem getrennt von seinem
Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb und auf dem
sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte. Als berühmtester Sohn
der Stadt gilt Albert Einstein, der 1879 hier geboren wurde
aber nur 15 Monate hier gelebt hat. |
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Idyllisch an der Mündung von Blau und
Donau gelegen, ist das Fischerviertel das bedeutendste
Altstadtensemble Ulms. Mit seinen alten Gassen, verwinkelten
Durchgängen, Brücken und Stegen, vermittelt das
Fischerviertel einen Eindruck mittelalterlichen Lebens. Das
Fischerviertel entstand auf einem der ältesten
Siedlungsgebiete innerhalb der heutigen Stadtgrenzen.
Um 800 wurde hier der fränkische
Königshof errichtet.
Entlang der Wege und der beiden Blauarme finden sich eine
Vielzahl historischer Gebäude und Bauten aus der Geschichte
der Donaustadt: Die Reste der Staufermauer (entstanden um
1200), das im 14. Jahrhundert entstandene Schiefe Haus, die
Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert oder die "im
reißenden Wasser der Donau gebaute" Stadtmauer.
Seit der stilvollen Restaurierung des Viertels etablierten
sich in den alten Gebäuden gastronomische Betriebe, Galerien
und kleine Fachgeschäfte. |
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Das Schiefe Haus, malerisch an der
Blau gelegen, ist eines der schönsten und meist
fotografierten von vielen typischen Fachwerkhäusern, die dem Fischerviertel sein fast schon venezianisches Flair
verleihen. Im 14. Jahrhundert erbaut, heute ein Hotel,
welches als schiefstes der Welt gilt. Die acht mit viel
Fingerspitzengefühl in das alte Haus gebauten, modern
eingerichteten Zimmer haben Niveauunterschiede bis zu 40 cm,
weshalb ans Kopfende der Hotelbetten Wasserwaagen eingebaut
wurden, um dem Gast zu demonstrieren, dass er absolut „im
Wasser“ (waagerecht) liegt. |

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Dr Metzgr ond dr Baur
beim
Handl om dui Sau |
In der Geschichte der Bewohner des
Schiefen Hauses spiegelt sich auch die Geschichte des
Fischerviertels wider. Wurde das Haus einst von wohlhabenden
Fischern bewohnt, kamen später andere Handwerker hinzu
(Gerber, Metzger). Im Zuge der Industrialisierung setzte ein
Verelendungsprozess ein, der zur Folge hatte, dass sich auch
arme Schweinehirten und Fabrikarbeiter hier einmieteten. |
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Gegenüber dem Schiefen Haus liegt die Ulmer Münz. Ihren Namen
erhielt sie durch die Nutzung als Münzprägestätte zwischen 1620 und
1624. Aber schon im 11. Jahrhundert wurde in der Pfalz „Ulmer Geld“
geschlagen. In wirtschaftlich florierenden Zeiten war Ulmer Geld
tatsächlich eine harte Währung. Aus der Hochblütezeit der
Reichsstadt stammt auch das berühmte Sprichwort:
Venediger Macht, Augsburger Pracht, Straßburger G‘schütz,
Nürnberger Witz und Ulmer Geld regiert die Welt! |
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In diesem im Mittelalter vorwiegend von
Handwerkern besiedelten Quartier am Donauzufluss der Blau finden
sich noch viele aus dieser Zeit stammenden und auf sie verweisende
Bauten, so zum Beispiel das Gerberhaus ...

und das um 1500 gebaute Kässbohrersche Haus.
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Das
Setra Museum im Kässbohrer -Haus
Seit über 500 Jahren steht
hier, in Ulms ältesten Stadtteil, am historischen
„Saumarkt“, das Haus „Zur Weinrebe“.
Dieses Haus in der Fischergasse 23 beherbergte viele
Generationen der Familie Kässbohrer, die mit ihren
Omnibussen Geschichte und Ent-wicklung dieses modernen
Fahrzeuges ent-scheidend mitgestaltete.
Die ständige Ausstellung über die mehr als 100jährige
Entwicklung der Kässbohrer Fahr-zeugwerke dokumentiert
Omnibus-Tradition und Pioniergeist. Die wegweisenden Entwick-lungen, die hier in Ulm entstanden, sind heute auf
den Strassen der Welt zu Hause: Setra Omnibusse (SETRA=selbst
tragend, Karosserie).
Das historische Gebäude dient der Setra Organisation als
Gästehaus, Museum und Treffpunkt für Kunden und Mitarbeiter. |
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Eine Ulmer „Spezialität“ ist der
Schwörmontag, dessen Geschichte uns vor dem Schwörhaus erzählt
wurde: Am Morgen des Schwörmontag muss der Bürgermeister
Rechenschaft vor den Einwohnern ablegen. Der Tag erinnert an die
einstige Verfassung der Reichsstadt, den großen Schwörbrief von
1397, und wird am vorletzten Montag im Juli begangen. |
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Das Rathaus liegt südlich des Münsters schon fast im Fischerviertel.
Die reichen Verzierungen an der Süd- und Ostseite wurden um
das Jahr 1420 angefertigt. Es soll dem Betrachter die
Reichsunmittelbarkeit darstellen. Unter anderem werden die 6
Kurfürsten dargestellt, die die 6 Südfenster einrahmen. Des
weitern gibt es an der Ostseite Karl den Großen und Könige
von Ungarn, und Böhmen zu bewundern. Ansatzweise kann man
die Zeichnungen auf dem Foto erahnen.
Auch der Eckerker stammt aus dieser Zeit. |
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Die astronomische Uhr am Ulmer Rathaus ist ein Meisterwerk der
mittelalterlichen Uhrmacherkunst. Im Jahr 1581 fertig gestellt vom
seinerzeit bedeutendsten Großuhrmacher, Isaak Habrecht aus
Straßburg, beeindruckt sie durch die prächtige und detailgenaue
Gestaltung des Tierkreisrings, der Zeiger und des Ziffernblatts. Auf
den zweiten Blick besticht sie jedoch fast noch mehr durch ihre
Funktionsweise und die Vielzahl der Informationen, die sie
anzuzeigen vermag. Mindestens 15 verschiedene astronomische Daten
und Ereignisse sind ablesbar - vorausgesetzt der Betrachter versteht
es, die Stellung der Zeiger und des Tierkreisrings richtig zu
deuten. |
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Die
Rudolphinische Tafeln, wurden von Johann Kepler im
Jahre 1630 angefertigt, welcher aus den Beobachtungen des Tycho de
Brahe zu Anfange des 17ten Jahrhunderts die wahren Gesetze des
Planetenlaufs zog und dadurch den Grund zur gehörigen Berichtigung
dieser Tafeln legte, die er, dem Kaiser Rudolph II. zu Ehren,
Rudolphinische Tafeln nannte.
Auf der Südseite befindet sich der ehem. Fischmarkt. Die
Hauptattraktion ist der älteste Ulmer Brunnen, der Fischkasten aus
dem Jahr 1482, der es den Fischern ermöglichte, die fangfrischen
lebenden Fische frisch zu halten. |
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Unterhalb des Marktplatzes befindet sich der 1349 errichtete
Metzgerturm. Als Teil der schützenden Stadtmauer diente dieser, als
„schiefer Turm von Ulm“ bekannte Bau, einst als Schlachthaus. Die
Neigung des Turms von 2,05 m aus seinem Lot ist wohl auf den
Schwemmlanduntergrund zurückzuführen, auf dem er errichtet wurde. |
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Albert
Einstein, der am 18.04.1955 in Princeton (USA) starb, hatte von
seinen 76 Lebensjahren gerade mal 15 Monate in Ulm gelebt - eine
relativ kurze Zeitspanne also.
Dennoch: "Die Stadt der Geburt hängt dem
Leben als etwas ebenso Einzigartiges an wie die Herkunft von der
leiblichen Mutter. Auch der Geburtsstadt verdanken wir einen Teil
unseres Wesens. So gedenke ich Ulms in Dankbarkeit, da es edle
künstlerische Tradition mit schlichter und gesunder Wesensart
verbindet." So höflich beschrieb Einstein am 18.03.1929, kurz
nach seinem 50. Geburtstag, gegenüber der Ulmer Abendpost sein
Verhältnis zu Ulm. |
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Abschluss der Stadtführung war ein kurzer Abriss der Geschichte des
Ulmer Münsters (30.06.1377 Grundsteinlegung). Das im 14. Jahrhundert
begonnene Bauwerk Ulmer
Münster ist in seiner spätgotischen Baukunst
einmalig und die mittelalterliche Bausubstanz ist nahezu vollständig
erhalten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts (1844 – 1890) wurde das
Ulmer Münster in seiner heutigen Form vollendet. |
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Der Ulmer Spatz, links das
Original auf dem Münster, rechts in Natura und unten eines
der Exemplare, die im Rahmen einer PR-Aktion vor ein paar
Jahren in ganz Ulm verteilt aufgestellt waren |
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Danach ging die Fahrt nach Neu Ulm zur
Landesgartenschau. |

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Am Haupteingang des Abschnittes „WILEY“
angekommen teilte sich die Reisegruppe auf in mehrere kleine
Einzelgruppen, die die Anlagen der Landesgartenschau durchwanderte.
Durch die drei Teile (es gab noch die Abschnitte „VORFELD“ und
„GLACIS“) waren die Wege nicht gerade kurz, aber kurzweilig vor
allem durch die abwechslungsreiche Gestaltung der verschiedenen
Anlagen. WILEY zeigte herrliche Staudengärten, VORFELD beeindruckte
durch Farben- und Artenvielfalt, in Gartendetails und Blumenschau
und im GLACIS konnte man Gartenvisionen und Wohnideen bestaunen. |

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Abfahrt war um 18 Uhr , so dass die
Reisegruppe ca. 20 Uhr wieder Rohrbacher Boden unter den Füssen
hatte.
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Obiger Text in einer
Zusammenfassung
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Fotos

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Letzte Änderung am
29.01.2008 (TbF) 
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