Pflanzung einer Obstbaum-Allee
am 20.11.2004 (PK vom 25.11.04 pat) Eisige Kälte und leichter Schneefall haben
30 freiwillige Helfer nicht stoppen können, sich an der ersten Pflanzung für die
Streuobst-Allee an der Verbindungsstrasse zwischen Rohrbach und Fürholzen zu beteiligen.
Groß und Klein, Jung und Alt, die Baumpaten und zahlreiche Gemeinderäte hatten sich am
Samstagmorgen getroffen, um zusammen mit Bürgermeister Dieter Huber den alten
Obstbaum-Sorten eine dauerhafte Bleibe zu geben.
Der Gartenbauverein Rohrbach hat tatkräftig mitgearbeitet, die Landrat-von-Koch-Schule
mit einigen Kindern ebenfalls. Insgesamt wurden 17 Bäume unter der fachkundigen Anleitung
von Heinz Huber und Stefan Arndt von der Naturschutzbehörde am Landratsamt Pfaffenhofen
gepflanzt. Als erste Spender haben sich neben der Firma Altmann aus Wolnzach, die zehn
Bäume zur Verfügung stellte, auch Alex Maier, Anne Fishburn, Alan Whittaker,
Gertrud Reutter, Raymond Wilson und Dieter Huber beteiligt. Patenschaften zur Pflege und
Ernte von Bäumen haben außerdem Marianne Kosecki, die Familie Leber, die
Landrat-von-Koch-Schule und die Eichhörnchen-Kindergruppe des Landesbundes für
Vogelkunde übernommen.
Bürgermeister Dieter Huber bedankte sich, dass dieses Naturschutz-Projekt so großartig
angenommen wurde und sich mittlerweile bereits zahlreiche weitere Spender bei der Gemeinde
gemeldet hätten. Daher wird die Allee im Frühjahr auch bei der zweiten Pflanzaktion in
Richtung Rohrbach erweitert. Fotos
 
Die Früchte der Natur kennen lernen,
"Wildfrüchtewanderung" beim Obst- und Gartenbauverein Rohrbach. (tom)Überraschend
gut besucht, war die letzte Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Rohrbach in
diesem Jahr. Etwa 30 Erwachsene, sowie ca. 20 Kinder konnte Vorstand Rudi Kellermann für
die erste "Wildfrüchtewanderung" des Vereins am 23. Oktober dazu begrüßen.
Diese Aktion kam in Verbindung mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern, der
Kreisgruppe Pfaffenhofen zustande, und von dort konnte Vorstand Kellermann den Referenten
und "Wanderleiter", Herrn Ulli Dopheide, sowie Frau Dr. Elke Leppelsack,
die die Gesamtleitung der Exkursion innehatte, recht herzlich willkommen heißen. Somit
konnte sich die Gruppe in Bewegung setzten, und schon wenige Meter ortsauswärts traf man
auf die ersten Bäume und Sträucher deren Früchte für den Menschen unbedenklich für
den Verzehr sind. So z. B. den Feld- wie auch den Bergahorn,
dessen Samenkörner, die so genannten "Nasenzwicker", von den Kindern in
Pappbechern, die ihnen Ulli Dopheide am Beginn der Wanderung gab, gesammelt wurden.
Auch die Eichel, so der Referent weiter, kann man als Wildfrucht in der
heimischen Küche durchaus verwenden. Abgeschält, zerkleinert, und geröstet,
anschließend dann gemahlen, kann man davon einen Eichelkaffee kochen.
Der Fruchtstand der Wildsträucher und Bäume ist nicht jedes Jahr gleich. Das ist ein
Turnus von 4 Jahren, so Dopheide. Alle vier Jahre "biegen" sich die Äste vor
Früchten, und für drei Jahre gibt es wieder weniger oder kaum Frucht. Mit dieser
Maßnahme, so der Referent, bekämpfen die Bäume und Sträucher die Schädlinge die sich
bei ihnen einnisten. Wenn es viele Früchte gibt können die Insekten u. deren Larven sich
sehr gut von den Früchten ernähren, und sich somit um ein vielfaches vermehren. Wenn
aber kaum oder gar keine Früchte vorhanden sind, löst sich das Problem von alleine, die
Schädlinge verhungern. Überhaupt bieten die Feld und Waldfluren eine reiche Zahl
an verschiedenen Wildgewächsen, an denen man oft achtlos vorbei geht, wie z.B. dem Weißdorn,
im Volksmund auch Mehlbeere genannt. Der Name kommt daher, weil die Beeren des Weißdorns
dazu verwendet wurden Mehl zu strecken, eine in früheren ärmlichen Verhältnissen oft
angewandte Methode.
Außer dem ist der Weißdorn Herz u. Kreislauf stärkend. Eindringlich warnte Ulle
Dopheide die Wandergruppe, vor allem die Kinder, alles in der Natur zu probieren was
"schön" aussieht. Viele Wildfrüchte, die den Vögeln nicht´s ausmachen, sind
für den Menschen giftig, und umgekehrt. Nehmen wir den Holunder, so
Dopheide, im unreifen Zustand sind die Beeren für den Menschen giftig, auch im reifen
Zustand sind sie noch nicht genießbar. Werden die Beeren aber erhitzt, so zerfallen die
Giftstoffe, und der Verzehr ist dann unbedenklich. Denn Vögeln machen diese Giftstoffe
nichts aus, immerhin ernähren sich im Herbst über 60 Vogelarten von Holunderbeeren. Und
einen weiteren Appell richtete Ulle Dopheide an die Anwesenden. Er bat darum, die
Wildfrüchte nicht nach der Methode "Kahlschlag" zu ernten, bei aller Liebe zur
Natur und zu den Wildfrüchten, "aber denkt auch an die heimischen Vögel, sie
sind auf diese Früchte mehr angewiesen als wir Menschen".
Nach ca. 2 Stunden Wandern näherte sich für alle das Endziel, nämlich der vielen schon
vertraute Streuobstgarten von Josef Schleghuber. Hier ging es nochmals richtig
"rund". Es gab selbst gemachten Apfelsaft. Mit einer
Häckselmaschine zerkleinerten die Kinder unter Aufsicht der Erwachsenen die Äpfel, und
ihre Kräfte konnten sie dann anschließend an der Obstpresse unter Beweis stellen. Aber
der Saft schmeckte wunderbar, so das der erste Durst schon mal gelöscht war.
Derweil setzte Ulli Dopheide einen Topf Wasser auf einen kleinen Holzcampingofen an.
Schließlich will man ja auch den Tee von den Wildfrüchten versuchen die man gesammelt
hat.
Ebenso wurde ein Topf mit Eichelkaffee gekocht. Hier gingen die Meinungen
der probierenden auseinander, während der Früchtetee, bestehend aus
Hagebutten, Holunderbeeren, Mehlbeeren, Wildäpfeln u. Schlehen durchaus den Geschmack der
Teilnehmer traf, wie auch der selbst gemachte Vogelbeerlikör, den Ulli
Dopheide noch zur Verkostung anbot.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde Josef Schleghuber eine besondere Ehre zuteil. Für
25-jährige Vereinszugehörigkeit, erhielt er aus der Hand von Vorstand Rudi Kellermann
die Ehrennadel in Silber, sowie die dazugehörige Urkunde überreicht.
Der Vorstand bedankte sich bei allen die zum Gelingen dieser Wildfrüchtewanderung
beigetragen haben, und wünschte einen guten Heimweg. Fotos
 
Kräftig angepackt haben die Obst- und
Gartenbauvereine aus Rohrbach, Fahlenbach und Rohr/Gambach mit ihren Vorsitzenden Rudi
Kellermann, Hilde Öxler und Stefan Maier am 09. Oktober, um bei der gemeinsamen Pflanzen-
und Staudenbörse auf dem Rohrbacher Rathausplatz gute Umsätze erzielen zu
können. Dem Nieselregen trotzten die Mitglieder allemal und konnten bei gutem Besuch
schöne Gewinne erzielen. Nach dem Turnus profitiert diesmal der Verein aus Rohr/Gambach
davon. Der Erlös wird zur Renovierung des Vereinskreuzes verwendet.(Ermert)
PS: Da heuer der Gartenbauverein Rohr/Gambach "Nutzniesser" der Veranstaltung
war hatte der OGV Rohrbach keinen Einfluss auf die Preisgestaltung. Fotos
 
OGV Rohrbach, Basteln von herbstlichen
Türkränzen(24.09.2004). (tom) Zu einem herbstlichen Bastelabend lud kürzlich
der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach ein. Zahlreiche "bastel interessierte"
Frauen, ausgerüstet mit dem nötigen Handwerkzeug, konnte Vorstand Rudi Kellermann dazu
begrüßen. Nach kurzen erklärenden Worten von Margot Zwack, die den Bastelabend leitete,
konnte es dann losgehen. Als Programmthema wählte Frau Zwack das Basteln eines
herbstlichen Türkranzes (geflochten oder gewunden), und Sie hatte genügend
nötiges Bastelmaterial aus der Natur mit dabei. Im weiteren Verlauf des Abends zeigte
sich ganz deutlich, dass Frauen beim Basteln mit Naturmaterialien eindeutig
Fingerfertigkeit und Raffinessse besitzen. Durch einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge
von Margot Zwack, sowie das Einbringen eigener Ideen sind wahre Kunstwerke an Türkränzen
entstanden. Nachdem man noch ein wenig gesellig beieinander saß und die fertigen
Türschmuckstücke bestaunte, bedankte sich Rudi Kellermann bei allen für ihr Kommen,
besonders aber bei Margot Zwack, die nicht zum ersten mal den Obst- und Gartenbauverein
mit ihren kreativen Bastelideen beeindruckte, und wünschte allen einen guten
Heimweg. Fotos
 
Obst u.- Gartenbauverein Rohrbach, Basteln von
Fledermaus-Nistkästen im Rahmen des Rohrbacher "Ferienpasses"am 11.08.
Mit einer besonderen Idee konnte kürzlich der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein beim
diesjährigen "Ferienpass" beisteuern:
Basteln von Fledermauskästen stand auf dem Programm, und 25 Kinder, ausgerüstet mit
einem Hammer aus Papas Werkstatt, hatten sich dazu auf dem Anwesen von Johann Winter
eingefunden. Jedes Kind bekam einen der Bausätze, die von Norbert Fries sowie Josef Ehrl
zur Erleichterung für die Kinder bereits vorgeschnitten bzw. die Löcher für die Nägel
vorgebohrt waren. Trotz dieser Erleichterung musste aber aufgepasst werden dass der
Nistkasten in der richten Reihenfolge zusammengenagelt wird. Aber unter der Betreuung von
Josef und Anita Ehrl, Hans Peter Homann, Fritz Taubald, Sigfried Schwarzmeier und
Anton Merkl konnte dabei nichts schief gehen, zumal die Kinder wirklich mit Fleiß und
Eifer bei der Sache waren und reges Interesse daran zeigten einen ordentlichen
Fledermausnistkasten mit nach Hause zu bringen. Die Klopfgeräusche waren weit im Dorf zu
hören und so mancher Rohrbacher wird dabei an eine "Karfreitagsratsche" mitten
im Sommer gedacht haben, ein Zeichen dass es den Kindern auch Spaß machte.
Nachdem die Arbeit getan war, stärkten sich alle bei einer kleinen Brotzeit, und stolz
darauf, etwas Gutes für eine bedrohte Tierart gemacht zu haben, nahm jedes Kind seinen
Fledermausnistkasten mit heim. ( mon ) Fotos
 
Grillfest der Baumschneider und Baumveredler am 3. Juli
(tom)
Am Samstag den 03.07.2004 hielt der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein sein
diesjähriges Grillfest ab für alle die im Spätwinter beim Schnittkurs sowie beim
Veredelungskurs dabei waren. Leider waren von den Schnitt- und Veredelungs-
kursteilnehmern nur zwei Leute erschienen, der Rest setzte sich aus Mitgliedern der
Vorstandschaft und ihren Familienangehörigen zusammen, obwohl der "Wettergott"
ein einsehen hatte und schönes, wenn auch etwas windiges "Grillwetter"
herrschte.
Auch in der Tagespresse wurde ausführlich auf diese Veranstaltung hingewiesen. Trotzdem
ließen sich die Anwesenden ( 13 Erwachsene und 3 Kinder ) den Spaß am Grillen nicht
verderben, noch dazu wo jeder sein eigenes Grillgut mitnehmen konnte und somit der eigene,
persönliche Geschmack "gesichert" war. Für die Getränke sorgte der Verein,
und da stellte sich heraus, dass es durchaus für mehr Teilnehmer gereicht hätte, aber na
ja, man kann ja keinen zum Mitmachen zwingen, vielleicht sieht es mit der Teilnahme am
Grillfest im nächsten Jahr ganz anders aus und man stellt dann ganz "entsetzt"
fest, das man schnellstens noch mal Getränke nachorganisieren muss. Fotos

Vom Ilmtal ins Paartal, Rohrbacher Gartler besuchten
Kloster Hohenwart
(tom)"Vom Ilmtal ins Paartal zum Kloster Hohenwart", unter diesem Motto
stand heuer die Radltour die der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach am 10.6. durchführte.
Zahlreiche Radlfreunde hatten sich zu dieser Tour versammelt. Von Rohrbach aus führte der
Weg zuerst über Haimpertshofen nach Tegernbach. Hier legte man eine kleine
Erfrischungspause ein, ehe es über Seibersdorf dann Richtung Hohenwart ging.
Dort angekommen, musste nur noch der Weg zum Klosterberg "erobert" werden, aber
auch das wurde geschafft, und so konnte Schwester Michaela, die Oberin des Klosters und
der Regens-Wagner-Stiftung die Rohrbacher Radlergruppe herzlich willkommen heißen. In
einer eindrucksvollen Ton-Bild-Schau präsentierte Schwester Michaela den Besuchern das
Klosterleben in Hohenwart, angefangen von der Gründung im Jahre 1074 bis hin zur
Säkularisation 1803 und der Wiederbelebung der Klostergebäude im Jahre 1878 durch Regens
Johann Evangelist Wagner. Dieser legte damit den Grund- stein für eine der aktivsten und
modernsten Taubstummen- und Behinderten-
anstalten in der ganzen weiten Region und konnte somit das Kloster Hohenwart vor einem
Verfall nach 1803 retten.
"Zusammen leben und zusammen wachsen", das ist heute wichtiger denn je
gegenüber behinderten Menschen, so Schwester Michaela. "Das ist auch unser
Motto, das fordert sehr viel ab von den Schwestern und Lehrkräften in der Regens-Wagner-
Stiftung, aber wir machen das gerne und uns wird nie langweilig", so Schwester
Michaela schmunzelnd, nachdem sie die vielen Fragen der Gäste beantwortet hatte. Die
Gruppe bedankte sich bei Schwester Michaela recht herzlich mit einer kleinen Spende für
das Kloster und nicht zuletzt für die freundliche Aufnahme und Führung, die man erleben
durfte.
Nach einer Einkehr steuerte die Radlergruppe gut gestärkt den Heimweg nach Rohrbach an.
Fotos
 
In Sachsen unterwegs, Rohrbacher
"Gartler" zu Besuch in Dresden (20.-22.05.2004) (tom) Ziel des
diesjährigen Vereinsausflugs, den der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein kürzlich
durchführte, war Dresden. Der erste Zwischenstopp wurde in Zwickau eingelegt, wo man die
derzeit stattfindende Horch-Automobilausstellung besuchte. Nächstes Ziel der 3-Tagesreise
war Meißen, die weltberühmte Porzellanstadt. Hier besichtigte man den 1000-jährigen
Dom, und natürlich die Porzellanmanufaktur, wo man die Herstellung des "weißen
Meißner Goldes" hautnah miterleben konnte.
Anderentags besuchte man zuerst die Moritzburg, das bekannte Residenzschloß von
"August dem Starken", Kurfürst von Sachsen und König von Polen.
Es ging weiter, nun steuerte man auf Dresden, genannt "Elbflorenz", zu. Diesen
Namen hat Dresden völlig zurecht, viele alte Bauwerke Dresdens haben ein
"Florentinisches Flair" in ihrer Beschaffenheit. Neben diesen alten Bauwerken
war man aber vom fast fertigen neuen Bau der Frauenkirche sehr beeindruckt. Wie der
Stadtführer zu berichten wusste, gehen hier die Meinungen der Dresdner in ein "Pro
und Kontra" über, aber die meisten sind dafür dass dieses imposante Wahrzeichen der
Stadt wieder im alten/neuen Glanz erstehen soll.
Den dritten und letzten Tag nutze die "Gartlergruppe" für eine Schiffsfahrt auf
der Elbe. Auf der MS "Gräfin Cosel" ging es von Pirna aus nach Rathen. Dort
angekommen besichtigte man noch das berühmte Sandsteingebirge, die "Elbbastei"
Rathen, bevor über Pilsen dann die Heimreise angetreten wurde. Fotos.
 
Frühjahrsversammlung am Fr.,02.04.2004:
Vortrag: Rheuma u. Gelenkbeschwerden, alte Hausmittel werden wieder "entdeckt". Mit
einem besonderen Referat konnte der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach auf seiner
diesjährigen Frühjahrsversammlung aufwarten. "Hausmittel bei Rheuma und
Gelenkbeschwerden" hieß das Thema über das der Apotheker Rainer Roos aus
Inchenhofen berichtete. Doch bevor dieser damit "starten" konnte begrüßte
Vorstand Rudi Kellermann die anwesenden Mitglieder und ging dann zum nächsten
Tagesordnungspunkt, dem Tätigkeitsbericht, über. Nachdem Kellermann die Anwesenden über
die Aktivitäten des Vereins im abgelaufen Jahr sowie über die Unternehmungen im
fortlaufenden Jahr informiert hatte ergriff Kassier Karl-Heinz Götz das Wort .
Hr. Götz konnte einen genauen detaillierten Kassenbericht vorlegen an dem von den
anwesenden Vereinsmitgliedern nichts zu beanstanden war. Tagesordnungspunkt
drei umfasste die Ehrung verdienter, treuer Vereinsmitglieder. Für 15- jährige
Zugehörigkeit in der Vereinsvorstandschaft wurde Kassier Karl-Heinz Götz mit der
Ehrenmedaille in Silber und einer Urkunde ausgezeichnet. Die Silbermedaille nebst Urkunde
für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Fr. Katharina Anthofer, Fr. Anni Buchenrieder,
Hr. Alfred Gesierich, Hr. Hugo Jaschke, Fr. Renate Liedl, und Fr. Christa Mitterhuber.
Die Ehrenmedaille in Gold, für 40.-jährige Vereinszugehörigkeit, erhielten Fr. Anni
Gamperl, Fr. Hedwig Hartleitner, Hr. Franz Meir, Fr. Anni Merkl, Fr. Gisela Riedl, und Hr.
Johann Winter. Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich bei allen Jubilaren für ihre
Vereinstreue, und nach einer kurzen Pause konnte Rainer Roos mit seinem Vortrag beginnen.
"Rheuma u. Gelenkschmerzen", ist das meistgewünschte Referat aus seinem ganzen
Repertoire, weiß Apotheker Roos zu berichten, was auch nicht so sehr überraschend ist,
denn Rheuma u. Gelenkprobleme haben die Menschen seit alters her schon beschäftigt, und
daran wird sich vermutlich auch in Zukunft nichts ändern, denn zum einen mal ist es ein
Ernährungsproblem und zum anderen die natürliche Gelenkabnützung. Aber die Menschen
werden wieder bewusster, auch was die Heilmethoden dafür betreffen, und da greift man
heute wieder vermehrt zu den "alten" Hausmitteln zurück die schon unsere
Vorfahren kannten. Und davon gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, so z.B. verschiedene
Kräutertees aus Wacholder, Brennnessel, oder Löwenzahn, Bäder aus Heublumen, Lavendel
oder Rosmarin, aber auch das Einreiben mit Alkoholextrakten, die die Wirkstoffe von
Thymian oder Arnika enthalten, wie auch Öle oder Salben, bestehend aus Johanniskraut,
Beinwell, sowie Ringelblume. Sehr gut sind auch wärmende Auflagen auf schmerzende
Gelenke, wie Senf, Heublumen, oder Meerrettichwickel.
Im Endeffekt ist es aber so, wie Rainer Roos sagt, jeder der bei Gelenkbeschwerden zu
natürlichen Heil oder Hausmitteln greift, muss erst herausfinden was von den
verschiedenen Möglichkeiten ihm Wohlbefinden verschafft, und da soll man sich auf alle
Fälle vom Arzt oder in der Apotheke beraten lassen, auch was die eigene Herstellung
solcher natürlichen Arzneimittel betrifft. Fotos
 
"Ramadama", wichtige Maßnahme zur Pflege
der Natur in Feld u. Flur. (tom) Alljährlich veranstaltet der Landkreis
Pfaffenhofen/Ilm unter der Mithilfe aller Gemeinden und Vereine die große
Frühjahrsaktion "Ramadama" zur Pflege und Erhaltung der Natur. Auch der Obst-
und Gartenbauverein Rohrbach folgt jedes Jahr dem Aufruf der Gemeinde und so traf sich der
"Reinigungstrupp" am letzten Samstag den 20.03.2004 am Ortsausgangsschild an der
Waaler Straße. Erfreulich ist dabei immer, das die Väter und Mütter, die der
Aufforderung folgen, ihre Kinder mit dabei haben. Gerade das ist wichtig, um den Kinder
frühzeitig den Umgang mit der Natur beizubringen. Mit viel Elan ging es dann ans Werk und
die Kinder hatten ihren Spaß daran, zumal sie auch schon sehr gut Bescheid wussten über
die Trennung von Glas, Metall, Kunststoff und dem Restmüll. So brachte man in zwei
Stunden einige Säcke voll mit Unrat und wieder verwertbarem Material zusammen, das
gewissenlose Menschen achtlos wegwerfen, frei nach dem Motto: "Hauptsache ich hab es
los, kümmern sollen sich andere darum". Nachdem man die vorgegebene Wegstrecke
wieder für ein Jahr gereinigt hat, brachte man die vollen Säcke zum gemeindlichen
Bauhof, wo die wieder verwertbaren Materialien in große Container, sortiert nach Glas,
Metall, oder Kunststoff, umgeleert wurden. Alle Beteiligten bekamen eine Brotzeit von der
Gemeinde spendiert, und von den Kindern der "Gartlertruppe" erhielt ein jedes an
Ort und Stelle 5 Euro "Helfergeld" von der Gemeindeverwaltung, die Vorstand Rudi
Kellermann ihnen übereichte. Fotos
 
Veredelungskurs bei den Rohrbacher "Gartlern" am
13.03.2004(tom): Auf den richtigen Schnitt kommt es an! Nachdem vor wenigen Wochen
der Baumschnittkurs erfolgreich verlaufen ist, konnte der Rohrbacher Obst- u.
Gartenbauverein jetzt mit einem Veredelungskurs aufwarten. Rund zwanzig Personen und der
Kursleiter Markus Wagner aus Freinhausen wurden von Vorstand Rudi Kellermann begrüßt.
Bevor man aber loslegte, zeigte Markus Wagner wie man das Messer richtig am
Veredelungsreis ansetzt, ohne dass man sich dabei verletzt, denn die Grundvoraussetzung
ist ein scharfes Messer, wenn es ein sauberer Schnitt werden soll. Das Edelreis soll ca.
20 cm lang sein, wobei darauf zu achten ist dass mindestens 3 bis 4 Augen vorhanden sind,
das ist wichtig für den späteren Kronenaufbau. Der Schrägschnitt am Reis wie auch an
der Baumunterlage soll etwa 4 cm betragen, oder wie es in der Fachsprache heißt, etwa
viermal den Durchmesser des Reisers, so der Referent. Nach dem Schrägschnitt wird am Reis
sowie an der Baumunterlage noch ein kleiner Kerbschnitt gemacht, so dass man beide Teile
besser zusammen stecken kann. Ist dies geschehen, wird das Ganze mit einem speziellen
Gummiband umwickelt, und anschließend die Stelle mit Baumwachs verstrichen. Damit
vermeidet man den Verlust von Feuchtigkeit, sowie das Eindringen von Schädlingen. Einen
wertvollen Tipp gab Markus Wagner all jenen, die eine Veredelung an einem ausgewachsenen
Baum, z. B. Halb- oder Hochstammbäume vornehmen wollen: Hier soll man darauf achten dass
das Veredelungsreis an der Südseite des Baumes angebracht wird, weil es dadurch mehr
Licht erhält, und somit ein Anwachsen der Veredelung besser gewährleistet ist. Nach
diesen Erklärungen waren nun die Kursteilnehmer an der Reihe. Nachdem alle ein paar
Übungsschnitte an Weidenruten absolviert haben, übergab Markus Wagner jedem eine
mitgebrachte Baumunterlage, in diesem Fall eine so genannte Spindelbuschunterlage M9 und
verschiedene Veredelungsreiser zur Auswahl, je nach Wunsch der Teilnehmer. Dass das
Veredeln von Obstbäumen doch nicht so schwer ist wie es aussieht hatte man schnell
herausgefunden, denn wenn man das Kriterium beachtet dass es auf den "richtigen
Schnitt" ankommt, kann ja eigentlich nichts schief gehen. Und so konnte jeder seinen
ersten, selbst veredelten Obstbaum zum Pflanzen mit nach Hause nehmen. Fotos
 
Schnittkurs
am 27. und 28.02.2004: Guter Baumschnitt fördert den Ernteertrag.
Überall bieten jetzt die Obst- und Gartenbauvereine des Landkreises wieder Obstbaum- u.
Sträucherschnittkurse für ihre Mitglieder an. Auch der OGV Rohrbach steht in dieser
Tradition "fest zur Sache", und so konnte kürzlich der Schnittkurs 2004
reibungslos über die "Bühne" gehen. Zahlreiche neue Gesichter, aber auch
"alteingesessene Stammkunden" konnte Vorstand Rudi Kellermann beim theoretischen
Teil des Kurses begrüßen. Nach einer kleinen Vorschau auf die Vereinsaktivitäten im
laufenden Jahr übernahm der Kursleiter, Landschaftsgärtner und zweiter Vorstand des
Vereins, Andreas Dembowski das Wort. Er ist kurzfristig für den erkrankten Heinz Huber
eingesprungen. Obstbäume brauchen deshalb einen Zuschnitt, damit zum einen mal der Wuchs
eines neu gepflanzten Baumes in die "optimale" Richtung geht, und ein älterer,
ausgewachsener Baum dadurch wieder verjüngt wird, sprich Licht und Luft in die Baumkrone
kann. Diese Kriterien machen sich bei einem guten Obstjahr auf den Ertrag bemerkbar. Zum
anderen ist es wichtig, das man die Früchte "erreichbar" ernten kann, und nicht
aus "schwindelnder" Höhe geholt werden müssen, so Andreas Dembowski. Welche
Bäume ein Gartenbesitzer pflanzen will oder kann, ist auch immer eine Frage des Platzes,
und die Sortenwahl eine Sache des persönlichen Geschmacks. Je nach Pflanzfläche können
das Busch-, Halb- oder Hochstammbäume sein. Beim Zuschnitt ist auf alle Fälle immer
darauf zu achten, den Gipfeltrieb, sowie die Leitäste festzulegen, und sie in die
richtige Saftwaage zu bringen, um unnötige Wasserschosser-Triebe zu vermeiden. Zum
anderen ist auch die Pflege wichtig. Wichtige Pflegemaßnamen sind das düngen, mulchen,
ausreichende Bewässerung, gerade im Frühjahr und Sommer, oder auch das Verstreichen
beschädigter Äste durch evtl. Wildverbiss mit "Wundwachspaste" bzw.
einstreichen von frostgeschädigter Baumrinde, um ein Eindringen von Schädlingen zu
vermeiden. Andreas Dembowski ging auch kurz auf die Gefahren des Feuerbrandes bei Obst-
und Ziergehölzen ein. Sollte man an einem Baum oder Strauch den Feuerbrand feststellen,
ist dieser auf alle Fälle meldepflichtig, aber jetzt im Winter ist er sehr schwer
erkennbar. Nach Abschluss des theoretischen Teiles trafen sich die rund 30 Teilnehmer
anderntags auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber, um dort ihre ersten Erfahrungen
im "Baum- u. Sträucherschneiden" zu sammeln. Nach anfänglichem Zögern gingen
Sie dann "mutig" ans Werk, obwohl "Angst" unbegründet war, denn auch
hier stand Andreas Dembowski mit Rat und Tat seinen "Schützlingen" helfend zur
Seite. Fotos
 
Vortrag
am 16.01.2004(tom) Wetter u. Klima, "Dauerbrenner" für die Menschen.
Zahlreiche Gäste, darunter Altbürgermeister Alois Abel, sowie den in Rohrbach lebenden
Physiker Dr. Raymond Wilson, konnte Vorstand Rudi Kellermann auf der ersten Veranstaltung
des Rohrbacher Gartenbauverein im neuen Jahr begrüßen. Seit einigen Jahren hat es sich
der Gartenbauverein zur Aufgabe gemacht, immer eine Veranstaltung ohne Gartenthema zu
präsentieren, so Kellermann, und so konnten wir heuer einen Vortrag über "Wetter u.
Klimaveränderungen" bieten.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr, sowie
einer kleinen Vorschau auf das Programm für 2004, übergab Rudi Kellermann das Wort an
den Referenten Klaus-Dieter Buchwald vom deutschen Wetterdienst. Dieser stellte sich kurz
vor, bedankte sich für die Einladung und begann dann mit seinem Vortrag. Wetter u. Klima
sind ein "Dauerbrenner" für die Menschen, heute mehr denn je, weil der Mensch
das Klima nachhaltig beeinflußt. Klima, oder Klimaverän-
derungen sind etwas langfristiges, so ein extremes Klima wie 2003 ist witterungs-
bedingt, und nicht langfristig zu deuten, auch wenn der Sommer 2003 der trockenste Sommer
seit Aufzeichnung des Wetters war, so Buchwald. Starke Schwankungen sind aber auch
etwas natürliches, und an Hand von Grafiken, angefangen vom Jahr 1931 bis hin zum Jahr
2003 konnte dies gut verfolgt werden. Heiße Sommer, wie auch kalte Winter gab es schon in
den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, und was die Winter betrifft, da hob
sich der Winter 1962/63 deutlich hervor, damals ist sogar der Bodensee zugefroren.
Und trotzdem, so Hr. Buchwald, wird es seit 30 Jahren immer wärmer, trotz kühler Jahre
wie z. B. 1996, und der heiße Sommer 2003 ist dadurch zurückzuführen, weil ein
sogenanntes "blockierendes Hochdrucksystem" über Mitteleuropa lag, aber
Russland hatte zugleich den kältesten Juni seit Menschengedenken. Andere klimatische
Ursachen sind "astronomisch" bestimmt, so z. B. der Abstand der Erde zur Sonne.
Auch kosmische Kathastrophen sind maßgebend, wie der Meteoriteneinschlag vor ca. 60 Mill.
Jahren in Yukatan (Mexiko), was durch plötzliche Dunkelheit, gigantischen Stürmen und
Flutwellen, und drastischem Temperaturabfall zu einem Massensterben von Tier und Pflanzen
führte. Auch die Erde selbst ist maßgeblich am Klima beteiligt, hier, so Klaus-Dieter
Buchwald, seien vor allem Vulkanausbrüche maßgebend wie z. B. 1883 der gewaltige
Ausbruch des Krakatau auf Indonesien, oder des Mount St.Helens 1980 in den USA. Dies sind
natürliche Effekte ohne Zutun des Menschen, aber seit 100 Jahren macht sich die
Beeinflussung des Menschen auf das Weltklima deutlich bemerkbar. Durch ständiges
Verbrennen von Erdöl, Erdgas u. Kohle wird das natürliche Gleichgewicht erheblich
gestört, was zur ständiger Erderwärmung, dem so genannten Treibhauseffekt führt. 80%
der jährlichen CO2-Emissionen werden von "nur" 25% der Weltbevölkerung
verursacht, dadurch rechnet man in den nächsten 100 Jahren mit einem globalen
Temperaturanstieg von 1,4-5,8 Grad. Es wird daher dringend Zeit, so der Referent weiter,
dem Treibhauseffekt durch alternative Energiequellen wie Solar-, Wind- und Wasserkraft,
oder auch Biomasse entgegenzutreten. Der jetzige Energiever-
brauch muss auch verringert werden, hier wären Einsparungen bei gutem Wärmeschutz,
Verbesserung des Wirkungsgrades von Elektrogeräten und Verbrennungsmotoren, Senkung
der Freisetzung von Treibhausgasen, sowie einem Verbot von FCKW möglich.
Alles in allem wird die anthropogene, das heißt die vom Menschen verursachte Klima-
veränderung kommen, besser gesagt man ist schon mittendrin, denn das ursächliche
Hauptproblem der globalen Klimaveränderung bleibt die weiter ansteigende Weltbe-
völkerung mit ihrem wachsenden Energie- u. Nahrungsmittelverbrauch so Hr. Buchwald. Eine
Rückkehr zum natürlichen Gleichgewicht der Treibhausgase ist trotz internationaler
Bemühungen kaum möglich, denn wirtschaftliche Interessen stehen bei vielen
Industrienationen im Vordergrund, so Klaus-Dieter Buchwald. Wie das Klima genau wird kann
man nicht sagen, denn "Nix genaues weiß man nicht". Mit diesen Worten schloß
der Referent seinen Vortrag und bedankte sich bei den Zuhörern.Fotos |