Vortrag am 07.12.2005 in der Gaststätte
"zum Alten Wirt" in Rohrbach:
Eine
Ortschaft im Wandel der Zeit:
Dia Vortrag „Alt Rohrbach“ von
Heinz Huber.
Die
letzte Veranstaltung des Obst- Gartenbauverein Rohrbach in
diesem Jahr, konnte sich sprichwörtlich sehen lassen. Voll
besetzt war der Saal beim „Alten Wirt“, denn diesen
„Bilderausflug“ in die Vergangenheit wollten sich viele
nicht entgehen lassen. |

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Der Vorstand
ging noch kurz auf die Tätigkeiten des Vereins im Jubiläumsjahr
2006 ein, wo der Rohrbacher „Gartlerverein“ sein 100- jähriges
Bestehen feiern kann. Einen Appell richtete Rudi Kellermann an
die Vereinsmitglieder sowie an die Rohrbacher im Allgemeinen,
2006 verstärkt an den Blumenanbau zu denken. Zum einen
verschönert es das Ortsbild, und zum anderen ist man froh und
dankbar, wenn der Obst- und Gartenbauverein für die vielen
Festveranstaltungen im Jubeljahr Blumenschmuck von seinen
Mitgliedern und Gönnern bekommen kann. Mit einen kleinen
„Leckerbissen“ konnte der Vorstand bereits aufwarten. Die
Festschrift für das Jubiläum 2006 ist fertig, und man konnte Sie
an diesem Abend bereits erwerben. In diesem Zusammenhang
bedankte sich Rudi Kellermann bei Vorstandsmitglied Fritz
Taubald, der in Zusammenarbeit mit Hermann Schwarzmeier das
Entstehen dieser Festschrift ermöglichte. Doch nun wollte er die
Anwesenden nicht mehr länger warten lassen, und übergab das Wort
an Heinz Huber. Nach kurzen, einleitenden Worten, zeigte Heinz
Huber als erstes die älteste, ihm bekannte Fotografie von
Rohrbach aus dem Jahre 1889.
Die nachfolgenden Bilder, vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die
heutige Zeit, weckten bei vielen Erinnerungen, und so mancher
konnte sich auf den Bildern selbst wieder erkennen. Dies war
auch ganz im Sinne von Heinz Huber, das Publikum mit in diesem
Vortrag einzubeziehen, denn viele Leute aus damaliger Zeit
kannte er selbst nicht, so dass er dankbar war wenn die Älteren
unter den Zuschauern ihm die Namen der Leute sagen
konnten die auf den Bildern zu sehen sind. Da waren die
Rohrbacher voll dabei, und so mancher Name längst verstorbener
Menschen wurde da wieder in Erinnerung gerufen.
Dass sich auch das Ortsbild von Rohrbach änderte, war jedem der Zuschauer klar, aber wie
sehr, das zeigte der Vergleich von Bildern aus früherer Zeit,
die der langjährige Rohrbacher Reporter und Fotograf Hans
Windsinger gemacht hat, und vom selben Standpunkt aus Jahrzehnte
später Bilder, die Heinz Huber fotografierte. In diesem
Zusammenhang sprach Heinz Huber dann eine Hommage für den vor
acht Jahren verstorbenen Hans Windsinger aus, aus dessen
Hinterlassenschaft die alten Bilder stammen.
Spätestens jetzt,
so Heinz Huber, müssten wir erkennen, welch großen
fotografischen Schatz uns Rohrbachern Hans Windsinger
hinterlassen hat, ohne seine Bilder wäre dieser Vortrag nicht zu
realisieren. Doch so, meinte Heinz Huber weiter, ist es
jederzeit möglich eine Fortsetzung zu machen. Dieser Meinung
schlossen sich auch alle Anwesenden an, und einer brachte es
trefflich auf den Punkt mit der Aussage, dass so ein
fotografischer Vortrag in die Vergangenheit direkt nach
Fortsetzung „schreit“.
Fotos
 
Koi- Fische, Haltung u. Pflege, lautete das
Referat das Karl-Heinz Kraft aus Pförring am 23. 9.2005 beim "Alten Wirt" in
Rohrbach abhielt. Eingeladen dazu hatte ihn der Rohrbacher Obst.- u. Gartenbauverein. In
Vertretung von Vorstand Kellermann, der beruflich verhindert war, begrüßte Hans-Peter
Homann die anwesenden Mitglieder, sowie den Referenten. Karl-Heinz Kraft ging in seinem
Referat anfangs auf die wachsende Bedeutung von Gartenteichen ein. Diese haben einen hohen
Freizeitwert bekommen. Sie sind gut für die Seele, und man kann die Last des Alltags
fallen lassen. Vor mehr als hundert Jahren, so Hr. Kraft weiter, entdeckten japanische
Bauern in der Gegend Yomostoki einen roten Karpfen, der in einem Teich von vielen
schwarzen Karpfen schwamm. 
Von diesem einen Karpfen wurden im Laufe der Jahre verschiedene Rassen gezüchtet. Nicht
nur die Rassen, sondern auch die verschiedenen Farben und Formen, tragen ausschließlich
japanische Namen. Koi- Fische, die es seit den 90-ziger Jahren in Deutschland zu kaufen
gibt, werden in Europa bis zu 70 cm lang, und erreichen bei artgerechter Haltung ein Alter
bis zu 60 Jahren. Es sei deshalb nicht verwunderlich, so der Referent, wenn der
Gartenteichbesitzer eine Beziehung zu seinen Koi- Fischen aufbaue, wie sie es auch
zwischen Mensch und Hund gebe. Um aber die hohe Lebenserwartung von Koi- Fischen zu
erreichen, stellte Herr Kraft verschiedene Anlagemöglichkeiten von Teichen vor, wobei er
meinte, dass der japanische Bezug durchaus im Bau eines Gartenteiches mit einfließen
kann.
Er wies besonders darauf hin, dass auch Koi- Fische in der Mittagszeit schattige Plätze
benötigen, um den Stressfaktor nicht ansteigen lassen. Ebenso bedarf es der richtigen
Dimensionierung der Teichfilter, die das Überleben der Koi- Fische garantieren. Hierzu
stellte er verschiedene Teichfilter mit zwei- bis vier- Kammer- Technik vor, die auch
unterschiedlich gewartet werden müssen. Der Referent verglich die Filteranlagen mit
Personen, die mit verderblichen Lebensmitteln im Aufzug stecken geblieben sind, und gab
damit kund, wie wichtig ordnungsgemäß gepflegte Filteranlagen sind. Zum Ende seiner
Ausführungen hat Herr Kraft noch auf die Fütterung der Koi- Fische zu den
unterschiedlichsten Jahreszeiten hingewiesen, und sagte, dass noch kein Koi- Fisch
verhungert sei.
Unterbrochen durch zahlreiche Fragestellern dauerte der Vortrag 3 Stunden. Es war sicher
einer der längsten, interessantesten, und informativsten Vorträge in der nun fast 100-
jährigen Geschichte des Rohrbacher Gartenbauvereins. Fotos
 
Liebe Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins,
wegen zu geringer Teilnahme müssen wir die Fahrt zur BUGA05 leider
ausfallen lassen.
geplant: am Sonntag, den 14.8. fahren wir zur Bundesgartenausstellung
nach München. Nachdem sich aber leider nicht allzu viele Leute angemeldet haben,
haben wir uns entschlossen, mit dem Zug (Wochenend-Ticket) nach München zu fahren.
Sie kennen das wahrscheinlich schon: Je 5 Leute können mit einer Fahrkarte dann nach
München und im gesamten Innenraum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Die Teilnehmer treffen sich um 08:00 Uhr am Bahnhof Rohrbach, Bahnsteig
Richtung München, die Fahrkarten werden vom Verein besorgt.
Abfahrt ist um 08:24 Uhr, Ankunft BUGA 09:48. Näheres entnehmen Sie bitte hier dem Informationsblatt.
 
Ferienpass-Angebot für Kinder am 5. August 2005:
Radltor unter dem Motto:
"Wo kommt unser Wasser her?" Bei herrlichem
Sommerwetter führte uns der Weg zunächst zum Wasser-Hochspeicher nach St.Kastl.
Dieser steht auf einer Höhe von
478 m ü.NN. und sorgt somit für einen natürlichen Wasserdruck bei der Versorgung der
auf ca. 400 m hoch gelegenen Ortschaften Rohrbach, Ossenzhausen, Waal, Rohr, Rinnberg,
Gambach, Ottersried, Fürholzen und sogar noch Langenbruck, Winden a.Aign, Hög, Ronnweg,
Agelsberg, Stöffel, St. Kastl, Au a.Aign und Dörfl aus der Marktgemeinde Reichertshofen.
Lediglich St.Kastl und Fürholzen werden mit einer Förderpumpe unterstützt, da hier der
natürliche Wasserdruck nicht ausreichen würde.
Insgesamt fasst der Hochbehälter 2000 cbm Wasser, was bei einem durchschnittlichen
Verbrauch die Bedarfsmenge von 1,5 Tagen darstellt.
Das Wasserleitungsnetz der "Waaler Gruppe" hat insgesamt eine Länge von 81262 m
(Stand: 2000) und versorgt ca. 2800 Haushalte (7813 Einwohner, Stand: 31.12.2004) in den
oben genannten Ortschaften .
Hochbehälter und Maschinenhaus mit Aufbereitung und Förderpumpen wurden in den Jahren
2000 / 2001 saniert und erneuert.
Danach führte uns der Weg über Gambach und Rohr nach Waal, wo das
Pumpenhaus steht. Das Wassergewinnungsgebiet Waal-Rohr besteht zur Zeit aus zwei
Tiefbrunnen: Brunnen 4 aus dem Jahr 1994/95 hat eine Tiefe von 113 m (Wasserentnahme bei
62 m, 22 ltr/sec), Brunnen 5 ist 80 m tief (Wasserentnahme bei 78 m, 28 ltr/sec) und wurde
2000/01 in Betrieb genommen. Die Brunnen 1 bis 3 wurden wegen zu starker Sandführung
stillgelegt.
Im Maschinenhaus befindet sich eine Aufbereitungsanlage (Durchsatz 175 cbm/h) sowie zwei
Saugbehälter (gesamt 102 cbm) und drei Förderpumpen mit je 23 ltr/sec Förderleistung.
Nach dieser recht interessanten Führung durch den Rohrbacher Wasserwart Hr. Josef Mayr
führte uns der Weg zum Spielplatz in Waal, wo wir auf schattigen Bänken mit einer
Brotzeit und Eis verwöhnt wurden. Nach einer Ruhepause, in der sich die Kinder auf
dem Spielplatz bei Bedarf auch noch austoben konnten, ging es zurück nach Rohrbach. Fotos
 
Grillfest am Samstag den 09.07.2005:
Bei überraschend gutem Wetter traf sich der Obst- und Gartenbauverein zu seinem
tradidionellen Grillfest. War bisher dieses Fest nur für die Teilnehmer des
Schnittkurses, um in der Streuobstwiese von Josef Schleghuber die Ergebnisse und
Auswirkungen unses Baumschnitts zu begutachten, haben wir uns heuer dazu entschlossen, auf
Grund der bisher zögerlichen Teilnahme das Grillfest für alle Mitglieder (und
Angehörige) |
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des Vereins zu veranstalten. Wie
gewohnt hat der Verein Getränke und Feuer zur Verfügung gestellt, das Grillgut hat jeder
nach seinem Geschmack selbst mitgebracht. Der "Hausherr" hat den Platz
hergerichtet und die Getränke kühl gestellt, so dass die wenigen Gäste ihren Durst
löschen und mit den bereits auf dem Grill fertigen Frühkartoffeln sowie dem
eigenen Grillgut eine zünftige Brotzeit zu sich nehmen konnten. Zu späterer Stunde gab
es dann noch Kaffee und Kuchen, der spontan von anwesenden Vereinsmitgliedern zur
Verfügung gestellt wurde. Durch die fast sommerlichen Temperaturen - später unterstützt
durch den Terassen-Heizstrahler - hat der größte Teil dann doch bis Mitternacht
ausgehalten. Fotos |
 
Ehrenvorstand wird 80
Am 26. Juni hatte der Obst- und Gartenbauverein allen Grund, seinem
Ehrenvorstand zu gratulieren, feierte Alex Meier doch seinen 80. Geburtstag.
Hr. Meier hat 1989 die Vorstandschaft des OGV übernommen, nachdem sein Vorgänger
- Hans Jähnke - aus Altersgründen nach Amberg übersiedelte. In seiner Amtszeit (1989
bis 1997) wurde die beliebte Radltour des Vereins eingeführt, die seitdem jährlich im
späten Frühjahr zu interessanten Abschnitten der Holledauer Heimat führt. |

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Mit in die 8-jährige Tätigkeit des
damaligen Vorstands fiel auch die obligatorische Einführung des
"Gartenratgebers", der monatlich erscheinenden Verbandszeitschrift
(0,77 EUR/Monat).
Vorstand Rudi Kellermann überreichte dem Jubilar einen Geschenkkorb und zwei
Eintrittskarten für die BUGA, die derzeit in München stattfindet, verbunden mit den
besten Glückwünschen des Vereins. |
 
Radltour 2005 am 4.6.2005 (tom) Trotz Ankündigung in
der Tagespresse, dass die
Rad-Wandertour 2005 bei schlechter Witterung entfallen wird, entschloss sich der
Hauptinitiator Bernhard Engelhard vom Kreisverband Pfaffenhofen, diese Tour doch
durchzuführen.
Kurz zuvor hatte es nochmals kräftig geregnet, so dass sich die Rohrbacher Radlfreunde an
die Ankündigung in der Zeitung hielten, und keiner am Treffpunkt erschienen ist.
So nahmen nur die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Homann und Anton Merkl, der von Bernhard
Engelhard telefonisch informiert wurde, an dieser, nunmehr nur noch reinen Wanderung, weil
alle Teilnehmer mit dem Auto angereist sind, teil. Vom Treffpunkt in Wolnzach aus
marschierten rund 40 Personen unter der Führung von Bernhard Engelhard über Wald, Feld
und Flur, zuerst Richtung Gebrontshausen. Unterwegs begann es nochmals kräftig zu regnen,
aber Regenkleidung sei Dank, ist niemand ernsthaft nass geworden.
Kurz vor Gebrontshausen wurde die Gruppe an der Kapelle "Maria in den Hopfen"
von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Gebrontshausen empfangen. Nach der
Besichtigung dieser Kapelle gingen wir zur Pfarrkirche, wo uns Frau Wallner, die Mesnerin,
die Entstehungsgeschichte der Gebronthauser Marienwallfahrt vom Beginn im frühen 15
Jahrhundert bis heute erzählte. Dann wurde die Gruppe wegen des instabilen Wetters mit
zwei VW-Kleinbussen vom Hopfenforschungs-Institut, nach Hüll gebracht. Bernhard
Engelhard, der auch der Leiter dieser Forschungsanstalt ist, begrüßte alle Teilnehmer
nochmals recht herzlich, und bei Kaffee und Kuchen sowie anderen Getränken konnten sich
jetzt alle stärken.
Bei der anschließenden Führung durch das Hopfeninstitut erklärte Herr Lutz, der
"Hopfensortenzüchter" in Hüll ist, allen die aufwändige Arbeit, die nötig
ist, um neue, möglichst schädlingsresistente Hopfensorten züchten zu können. Je
resistenter eine neue Hopfensorte ist, desto weniger muss man Spritzmittel einsetzen, was
ja in der heutigen Zeit eine sehr wichtige Sache ist, so Herr Lutz. Bei der Züchtung
einer neuen Sorte muss man voraus denken, man muss sich umhören wohin der Trend in punkto
Hopfen, oder besser gesagt Aromahopfensorten, geht damit die "gewünschte" Sorte
auch verfügbar sein kann, und nicht das Forschen erst begonnen werden muss, wenn die
Sorte schon da sein soll. Und da, so Hr. Lutz weiter, können durchaus 20 Jahre ins Land
gehen.
Nach dieser sehr interessanten Führung durch das Hüller Hopfeninstitut marschierte man
nunmehr bei schönem Sonnenwetter über die reizvolle, hügelige Hallertauer Landschaft
der Wolnzacher Flur zurück zum Ausgangspunkt. Fotos
 
Ausflug verschoben auf den Termin 23./24. April
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
 
Frühjahrsversammlung (pat). Große
Ereignisse werfen ihre Schatten lange voraus. Der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein
kann diese Weisheit jetzt mit Sicherheit bestätigen. Sein 100-jähriges Jubiläum feiert
er erst im kommenden Jahr, die Neuwahl der Vorstandschaft hat das geplante Fest aber jetzt
- bei der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Nebenzimmer des Gasthauses Alter Wirt -
schon entscheidend geprägt. "Die alte Mannschaft hat die Planung ins Rollen
gebracht, jetzt soll sie diese auch eigenverantwortlich durchziehen", erklärte
Vorsitzender Rudi Kellermann die komplette Kandidatur der bisherigen Führungsmannschaft.
Die anwesenden Mitglieder waren darüber hocherfreut und hoben sie einstimmig und im
Schnellverfahren für weitere vier Jahre ins Amt. Somit bleibt Rudi Kellermann
Vorsitzender, Andreas Dembowski sein Stellvertreter. Um die Finanzen wird sich nach wie
vor Karl-Heinz Götz kümmern, während Anton Merkl die Funktion des Schriftführers
ausübt. Sogar die neun Beisitzer ändern sich nicht: Marion Fesl, Stefan Arndt, Josef
Ehrl, Hans-Peter Homann, Wendelin Schrott, Siegfried Schwarzmeier, Hartwig Spitzfaden,
Konrad Stopfer und Fritz Taubald kümmern sich auch in Zukunft um das Wohl des Vereins.
"13 Personen für ein Ehrenamt begeistern - das ist nicht einfach", sagte
Kellermann anschließend. Er betonte, dass alle gerne kandidiert hätten, und niemand
überredet werden musste. Über seine derartig gute Mannschaft freue er sich, und bedankte
sich herzlich für das bisher Geleistete. Wahlleiter Ferdinand Artinger hatte keine Mühe,
die Wahl ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen. Die Entlastung erfolgte nach der
Kassenprüfung durch Hans-Peter Homann einstimmig, lediglich die Suche nach willigen
Kassenprüfern zog sich etwas in die Länge. Mit Altbürgermeister Alois Abel und Robert
Bichler fanden sich schließlich aber doch zwei "Freiwillige".
Im Tätigkeitsbericht ließ Rudi Kellermann das vergangene Jahr Revue passieren. Der
Schnittkurs sei gut besucht gewesen, und nach längerer Zeit sei wieder ein erfolgreicher
Veredelungskurs angeboten worden. Neben Ausflügen, Grillfesten und Wanderungen erwies
sich auch die Pflanzenbörse als echter Erfolg. Positiv fiel der Kassenbericht von
Karl-Heinz Götz aus. Unter dem Strich blieb dem Verein ein sattes Plus, das er "für
das Jubiläum bestens gebrauchen" könne. Die nötigen Rücklagen wurden also
gebildet, und daraus konnte zum Beispiel bereits ein Feldkreuz erworben werden. Überhaupt
komme im Jahr 2006 mit dem Jubiläum ein tolles Ereignis auf Rohrbachs Gartler zu, so Rudi
Kellermann. Es werde mit Sicherheit gebührend gefeiert. "Für den Verein, für den
Ort und zu dessen Verschönerung werden wir uns allerhand einfallen lassen." Als
Ausflug mit Hindernissen entpuppt sich hingegen die geplante Fahrt auf die Insel Mainau,
die terminlich um Fronleichnam herum angesetzt wurde. "Ablauf und Kosten stehen noch
nicht fest, aber wir werden die Mitglieder nächste Woche endlich informieren
können", so Götz.
Zum Abschluss informierte Birgit Loy, Staudengärtner-Meisterin aus Pfaffenhofen, die
Anwesenden in einem Diavortrag über Kübelpflanzen. Durch variablen Umgang mit den
diversen Sorten zeigte sie verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für sonnige oder
halbschattige Lagen auf. Sie gab Tipps zu Pflege, Überwinterung oder Düngung, mit deren
Hilfe südländischem Flair auf Terrasse oder Balkon nichts mehr im Wege stehen sollte. Fotos
 
(tom)Vor kurzem hielt unser Verein den theoretischen Teil
des Obstbaumschnittkurses 2005 ab. Die Resonanz war trotz ausführlichem Hinweis in der
Presse heuer nicht sehr hoch, dafür konnte aber Vorstand Rudi Kellermann neue
Interessenten begrüßen. Heinz Huber, der Kursleiter, zeigte dann in einer Bilderschau
wie Obstbäume richtig geschnitten sein sollen um guten Ertrag zu bringen. Bei jungen
Obstbäumen ist ein guter Aufbauschnitt ja schon fast zwingend erforderlich, um ein
stabiles Traggerüst zu erhalten, wie Heinz Huber ausführte. Hauptbestandteile eines
Baumes sind die Wurzeln, der Stamm, und die Baumkrone. Die wichtigste Funktion haben
natürlich die Wurzeln, sie steuern den Wuchs, den Ertragsgewinn, sowie die
Fruchtqualität und die Lebensdauer. Man sollte beim Kauf eines Obstbaumes auch darauf
achten das man die richtige Sämlingsunterlage hat, ebenso soll ein Hinweis auf Anzucht
und Vermehrungsvarianten der Typenunterlage dabei sein. Auch auf die verschiedenen
Baumunterlagen sollte man achten, es gibt Busch-, Halbstamm- sowie Hochstammunterlagen.
Welche Baumunterlage man pflanzen will, ist letztendlich auch eine Frage des
Platzangebotes im Hausgarten. Auf die Frage eines Zuhörers, ob man z.B. aus Apfelkernen
die gleiche Frucht heran ziehen kann, kam die eindeutige Antwort von Heinz Huber dass dem
nicht so ist:
Samen von Edelfrüchten, die in die Erde fallen, gehen als Wildfrüchte auf, sie bringen
nicht die gleiche Frucht wie vorher, sind aber Sämlinge, die veredelt werden können.
Beim Baumschnitt muss natürlich auch auf die richtigen Leitäste geachtet werden, sowie
auch darauf dass diese Leitäste nach dem Schneiden in der optimalen, so genannten
Saftwaage liegen. Die "Schnittgesetze" so Heinz Huber in seinen weiteren
Ausführungen, lauten immer: schwacher Rückschnitt, schwacher Austrieb, starker
Rückschnitt, starker Austrieb. Aber lieber einmal stärker schneiden als zu
"frisieren", und sollte es doch einmal unabsichtlich zuviel gewesen sein, so
kann man im Jahr darauf wieder einiges gut machen, der Baum entwickelt genügend Triebe.
Der für anderen Tags (19.02.05 ) vorgesehene praktische Teil des Schnittkurses
wurde wegen anhaltenden starken Schneefalls auf den 19.03.2005 verschoben. Fotos
 
Der Hausgarten, auch ein Stück Natur für heimische
Vögel.
Anm. des Verfassers: Ergänzend zu diesem Bericht finden Sie Bild-
und Tondokumente in der Rubrik "Rund um den Garten" oder wenn Sie auf den Names
des Vogels klicken.
(tom) Mit einem interessanten Vortrag, bei dem man sich mehr Resonanz erhofft hätte,
konnte kürzlich der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein aufwarten. "Vögel im Hausgarten" lautete das Thema, zu
dem Vorstand Rudi Kellermann die rund 25 Personen, darunter den Referenten, Prof. Dr. Hans
Leppelsack, vom Landesbund für Vogelschutz Bayern, der Kreisgruppe Pfaffenhofen herzlich
willkommen heißen konnte. Nach einem kurzen Ausblick auf die Aktivitäten des Vereins in
diesem Jahr übergab der Vorstand das Wort an den Referenten.
Prof. Leppelsack stellte dann in einer Bilderschau die häufigsten Vogelarten in Bayern,
je nach Häufigkeit, der Reihe nach vor. Allein im Landkreis Pfaffenhofen gibt es über
100 verschiedene Brutvogelarten.
Ein sehr seltener Vogel ist bei uns der Seidenschwanz, der außerhalb dieser Serie
angesprochen wurde, da er zur Zeit im Landkreis Station macht. Er stammt ursprünglich aus
Russland und ist ein "Fruchtesser".
Nicht weniger selten ist der Gartenrotschwanz, er steht bereits auf der roten Liste der vom
Aussterben bedrohten Tierarten. Bei der Gartengrasmücke
ist der Bestand im Landkreis Pfaffenhofen bereits um die Hälfte zurückgegangen, so Prof.
Leppelsack. Auch der Gartenbaumläufer ist selten geworden in unseren heimischen
Gefilden. Diese drei Vertreter der Singvögel, die den "Garten" im Namen haben,
sind heute kaum noch anzutreffen. Ein Indiz dafür, dass sich der Garten geändert hat.
Der häufigste Vogel, den man viel in den Hausgärten beobachten kann, ist der Buchfink.
Er ist bayernweit die Nr.1, man kann ihn auch im Winter beobachten, obwohl er ein Zugvogel
ist. Die Männchen bleiben im Winter hier, die Weibchen dagegen verbringen die kalte
Jahreszeit in wärmeren Gebieten, wie z.B. dem Mittelmeerraum. Die Amsel steht an
zweiter Stelle der Häufigkeit. Diesen ursprünglichen Waldvogel hat es zu den Menschen
gezogen. Alte Gewohnheiten, wie z.B. eine große Revierherrschaft, wurden dadurch
aufgegeben. Dieser Trend, sich dem Menschen zu nähern, setzte vor ca. 100 Jahren bei
dieser Vogelart ein.
Die Kohlmeise
an dritter Stelle, nimmt in ihrer Häufigkeit zu, sie ist ein "Höhlenbrüter",
der an vierter Stelle die Heckenbraunelle, als so genannte " Heckenbrüterart"
folgt. Die größte Heckenbraunellen Population auf der Welt gibt es in Deutschland, so
der Referent.
Das Rotkehlchen
auf Rang fünf bleibt das ganze Jahr hier. Es hat eigenartige Gewohnheiten: So steckt das
Männchen bereits im Herbst sein Revier ab, und im Frühjahr in "aller Ruhe" die
Zeit zu haben, eine Partnerin zu finden.
Der Zilpzalp
an sechster Stelle ist eine Laubsängerart die leicht mit dem Fitis
verwechselt werden kann. Singvögel sind die häufigsten Vogelarten bei uns, es sind
"unsere Generalisten", so Prof. Leppelsack in seinen Ausführungen.
Den Buntspecht
als siebtes trifft man auch sehr oft im heimischen Garten an. Er ist ein Höhlenbrüter,
der zugleich ein Höhlenlieferant für andere Höhlenbrüter - Arten sein kann, wenn
er selbst diese nicht mehr benutzt.
An achter Stelle steht die Bachstelze, gefolgt von der Nr. 9 dem Hausrotschwanz.
Dieser spaßige Bursche, so der Referent, hat früher nur an steilen Hochgebirgswänden
gebrütet. Aber seit der Mensch Häuser baut brütet er auch bei uns, er nutzt die
Hauswände als Ersatz für steile Gebirgswände.
Der Grünfink
an zehnter Stelle brütet gerne in Siedlungen die ca. 15- 20 Jahre alt sind. Grund: die
Bäume sind bereits hoch gewachsen, und bieten daher optimale Brutgelegenheiten für diese
Vogelart, die übrigens ein reiner Körnerfresser ist.
Die Rabenkrähe,
oder auch Aaskrähe
genannt, steht ganzjährlich unter Schutz, sie zählt, so Prof. Leppelsack, zu den
Singvögeln. Auch wenn sie die meiste Zeit nur krächzt, kann sie auch singen, was
wir Menschen selten zu Ohren bekommen, denn das Männchens setzt diesen Gesang
hauptsächlich bei der Eiablage des Weibchens ein, sozusagen als Stimulation für seine
Partnerin. Sie steht in ihrer Häufigkeit an elfter Stelle.
Die Singdrossel
an Stelle zwölf ist auch noch relativ gut vertreten, ebenso wie die Nr.13, die Mönchsgrasmücke,
die durch ihre schwarzen, kreisrund angelegten Federn auf ihrem Kopf an einen Mönch
erinnert.
Der Zaunkönig
war "Vogel des Jahres 2004". Er ist kein Zugvogel.
Diese Vögel, die zu den kleinsten u. leichtesten zählen, überstehen den Winter
dadurch, dass sie sich gegenseitig in ihren Kugelnestern wärmen. Ein Zaunkönig alleine
im Nest würde erfrieren, aber wenn 15- 20 in so einem Kugelnest eng beisammen sind,
erleichtert es das Überwintern. Es ist ein erstaunlich soziales Verhalten dieser
Vogelgattung, die in der Hierarchie an 14 Stelle stehen.
An Stelle fünfzehn steht der Fitis, wie schon erwähnt, er ist auch eine Laubsängerart. Die
Blaumeise,
die Nummer 16, ist zwar seltener als die Kohlmeise, aber trotzdem noch sehr gut vertreten
in unseren Bereichen. Auch die Ringeltaube trifft man immer häufiger in den heimischen
Gärten an, obwohl sie eigentlich kein typischer Gartenvogel ist.
Zum Schluss stellte Prof. Leppelsack noch eine Vogelart vor, die sich allmählich vom Flur
zum "Heimgartenvogel" entwickelt. Es ist der Eichelhäher,
der jetzt vermehrt zu uns Menschen kommt, was früher nicht der Fall war, weil er ja lange
Zeit als Baumschäd- ling galt und deswegen stark bejagt wurde.
Mit diesen Worten beendete Prof. Dr. Leppelsack seinen Streifzug durch die Welt der
heimischen Gartenvögel, und bedankte sich recht herzlich bei den Zuhörern, denen er
bereitwillig und gerne noch alle Fragen zu diesem Thema beantwortete.
Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich bei Prof. Leppelsack für sein Kommen, und vor
allem für diesen grandiosen Vortrag, in dem er die heimische Vogelwelt näher gebracht
hat, und wünschte allen Anwesenden einen guten Heimweg. Fotos
 
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