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Aktuelles vom Verein
2006
(Berichte zum 100-jährigen Jubiläum siehe
hier)
Auf der Internetseite
des Regensburger Christkindlmarktes können Sie sich bereits
einstimmen auf unser nächstes - und für das Jubiläumsjahr letztes - event:
Es ist soweit: Der Christkindlmarkt 2006 auf dem Neupfarrplatz steht
an. Vom 30. November bis zum 23. Dezember 2006 weihnachtet es wieder
rund um die Neupfarrkirche. Der Duft von Glühwein, Zimtsternen und
gerösteten Maroni zieht durch die Stadt, die Gassen und Plätze in
der Altstadt erstrahlen in vorweihnachtlichem Lichterglanz. Ganz
klar - mindestens einmal muß ein jeder auf den Christkindlmarkt -
ein Glas Punsch, eine Knackersemmel "mit allem" - das gehört einfach
zu Weihnachten!
Auf diesen Seiten finden Sie Informationen und Wissenswertes rund um
den Christkindlmarkt, auch für Spaß und Vergnügen ist gesorgt:
Senden Sie Ihren Freunden eine SMS oder eCard, verabreden Sie sich
über das Internet oder blättern Sie in unserer Bildergalerie!
Wir wünschen viel Vergnügen auf diesen Seiten!
Soweit der einführende Text auf der
Christkindlmarkt-Seite von Regensburg
(Datum aktualisiert).
Siehe auch:
Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis zu
Regensburg
Wir werden gegen 13:30 Uhr hier in Rohrbach abfahren (Rathaus und
Hallertauer Volksbank) und den Teilnehmern die Möglichkeit geben,
auf Wunsch an der Schlossführung in Regensburg um 15 Uhr
teilzunehmen. Diese Führung und der Weihnachtsmarkt
im Schloss sind zusätzlich
kostenpflichtig (Schlossführung 6 EUR, Weihnachtsmarkt 3,50 EUR),
die zusätzlich zu den Fahrtkosten (10 EUR) zu entrichten sind.
Die Eintrittspreise für Schloss Emmeram bezahlt jeder Interessent
direkt
vor Ort.
Wer zum Schloss Emmeram will, wird dort abgesetzt und stößt dann
später zum Rest der Reisegruppe, die die beiden Weihnachtsmärkte der
Stadt besucht.
Soweit die bisherige Planung des OGV.

Wie Hochleistungsbetrieb:
Eindringliches Plädoyer für Bienen
Bienenkundler Waltenberger zeigte in Rohrbach Film
Rohrbach (pat) Nicht nur für Imker, genauso für Gartler war
der Bienenvortrag gedacht, den Donat Waltenberger beim Obst- und
Gartenbauverein Rohrbach vor etwa 40 Zuhörern hielt. Der
Bienenkundler und -filmer kam am Abend seines 76. Geburtstags nach
Rohrbach, wurde vom Vorsitzenden Rudi Kellermann daher besonders
herzlich begrüßt und mit einem Geschenkkorb bedacht.
Danach widmete sich Waltenberger mit Inbrunst seiner großen
Leidenschaft, der „Bienen in der Obhut des Menschen". So waren sein
Vortrag und auch der anschließende Film betitelt. Für zwei Stunden
entführte Waltenberger seine Zuhörer in die Welt der Insekten. Seit
seinem neunten Lebensjahr beschäftigt sich der Allgäuer mit
Bienenvölkern. Von seinen Eltern und seinem Lehrer erhielt er erste
Einweisungen, wodurch er schnell vom Lausbub zum begeisterten Imker
mutierte. Die Leidenschaft ließ ihn nicht mehr los, was sich alleine
darin äußert, dass er seit 45 Jahren ununterbrochen
Kreisvorsitzender der Imker im Unterallgäu ist. Seine Reputation
reicht weit über die Landesgrenzen hinaus, da er sich als
Bienenfilmer etliche Preise sichern konnte. So gab er sich auch in
Rohrbach seinem Lieblingsthema voll und ganz hin: dem Beobachten von
Bienen. In ihren „gelben Höschen" transportieren sie das
Wertvollste, was die Natur zu bieten hat: die Pollen, reines Eiweiß.
Nicht nur zum Bestäuben von Blüten sind die fleißigen Insekten gern
gesehen. Sie werfen auch zahlreiche Produkte ab, die für den
Menschen wertvoll sind: Pollen, Honig, Propolis und Wachs.
„Bienenvölker sind wie moderne Hochleistungsbetriebe organisiert",
sagte Waltenberger. „Erfolgreiche Unternehmen sind das, mit bis zu
50 000 Mitarbeitern." So groß kann ein Volk werden, deren Mutter,
die Königin, durch das Ausschütten von Hormonen für den inneren
Antrieb der Arbeiterinnen und Drohnen sorgt. Er ging auf Wind- und
Insektenblütler ein, die beiden Fortpflanzungsformen in der
Pflanzenwelt. Als Transporteure für die Insektenblütler haben sich
die Bienen am weitesten entwickelt. Der Mensch hat das früh erkannt.
Nach Zeiten der Ausbeutung ging er bereits in der Antike dazu über,
Bienen zu pflegen und zu schützen. Erst im 18. Jahrhundert wurde
allerdings ihre Wichtigkeit für die Bestäubung erkannt. „Damit
entstanden auch die ersten Imker, 1866 die ersten Vereine", so
Waltenberger.
Im Moment nimmt die Zahl der Bienen, der Völker und der Imker
allerdings rapide ab. „Wir müssen alles dafür tun, den Bestand
zumindest auf dem jetzigen Niveau zu erhalten", forderte der
Bienenkundler alle auf, entsprechenden Nachwuchs heranzuziehen.
Sonst droht vielleicht doch bald ein Szenario, das schon Albert
Einstein befürchtete: „Wenn die Bienen auf der Erde verschwinden,
verschwindet bald auch der Mensch."
Erschienen im Pfaffenhofener Kurier vom 19.10.2006, S. 29
Fotos
Siehe dazu auch: Bienen - einfach
bestechend

Achtung Lokal-Änderung! Entgegen
unserer bisherigen Ankündigung findet die Veranstaltung im Sportheim
des TSV in Rohrbach statt.
Im Rahmen der
Veranstaltungen zum 100-jährigen Vereinsjubiläums des
Obst-
und
Gartenbauvereins Rohrbach / Ilm laden wir
alle Mitglieder und Interessenten recht herzlich ein zu einem
Vortrag und
Film
von Donat Waltenberger aus Mindelheim
am
14. Oktober 2006 im
Sportheim in Rohrbach.
Beginn 19:00 Uhr.
Eintritt frei
Vortrag und Film: Bienen als
Bestäuber in der Obhut des Menschen
Filmreportage über die Wechselbeziehungen zwischen
Pflanzen und den sie bestäubenden Honigbienen. Faszinierende
Momentaufnahmen eines Bienenjahres legen Zeugnis ab vom Prinzip der
Lebenserhaltung und der Harmonie der Schöpfung (StMLF, Bayerische Landesanstalt
für Wein- und Gartenbau, Buga 2005, 21. Juli).
Siehe dazu Flyer
aussen, Flyer innen
Achtung Lokal-Änderung! Entgegen
unserer bisherigen Ankündigung findet die Veranstaltung im Sportheim
des TSV in Rohrbach statt.

Pflanzenbörse am 7. Oktober
Am Samstag, den 7.10. findet wieder unsere
Pflanzenbörse am Rathausplatz statt. Im zweijährigen Turnus
veranstalten die Gartenbauvereine Rohr/Gambach und Fahlenbach
gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Rohrbach einen
Pflanzenbasar, bei dem Pflanzen und Gewächse angeboten werden.
Das "Material" stammt von den heimischen Gärten, in denen
ausgelichtet wurde. Angeboten werden die Pflanzen für eine kleine
Schutzgebühr, die dem veranstaltenden Verein (heuer: OGV Rohrbach)
zugute kommt.
Wenn Sie auch Pflanzen aus Ihrem Garten beisteuern
können, wären wir alle recht dankbar. Beachten Sie dabei bitte dass
die Ware beschriftet ist (Art der Pflanze, evtl. Blütenfarbe,
Wuchshöhe, Standort, soweit möglich).
Anlieferung ab 8:30 Uhr, die Pflanzenbörse ist von 9:00 bis 11:00
am Rathausplatz in Rohrbach.
Auch der eine oder andere kulinarische Leckerbissen
wird serviert.
Fotos

Ehrungen Im Jahre 1981 -
der Obst- und Gartenbauverein feierte in diesem Jahr sein 75.
Vereinsjubiläum - hat unser Gerätewart Siegfried Schwarzmeier 100
neue Mitglieder geworben. Von diesen 100 Mitgliedern sind bis heute
noch 49 im Verein. Bei einer so großen Anzahl zu ehrender Mitglieder
hielt es die Vereinsleitung für angebracht, eine eigene
Feierstunde für die Verleihung der Silbermedaillen anlässlich der
25-jährigen Vereinsmitgliedschaft einzurichten. Freundlicherweise hat uns unser
Schirmherr, Bürgermeister Dieter Huber, den Rathaussaal dafür als
würdigen Rahmen zur Verfügung gestellt. Die Ehrung fand am 16.
September statt, anschließend an diese Feierstunde wurde eine
Fotoausstellung eröffnet, die Aufnahmen aus den vergangenen 50
Jahren zeigte (aus der Zeit vor 1953 sind keine Fotoaufnahmen
vorhanden). Volle zwei Wochen war diese Ausstellung für
interessierte Bürger geöffnet.
Fotos

"Weihbuschen"
zu Maria HimmelfahrtIm Jahre 1880 hat Pfarrer
Kneipp am 15. August seine berühmte "Kräuterpredigt" in der Pfarrkirche von
Oberkammlach gehalten.
Neun
Kräuter des "Weihbuschen", der an "Maria Himmelfahrt" in den Kirchen
geweiht wird, hat er dabei besonders hervorgehoben.
Siehe dazu unsere Seite "Weihbuschen"

Ruhebank am Gedenkkreuz nimmt Gestalt
an. Nachdem die von der Vorstandschaft ausgesuchte Ruhebank endlich
geliefert wurde, konnten unser Landschaftsgärtner Andreas Dembowski
mit Josef Ehrl und Anton Merkl am 29.7. die Fundamente für die
geplante Ruhebank betonieren.
Am 5. August konnte die Bank dann endgültig
montiert werden. Fotos

Am 1. August durften 23 Kinder der
Gemeinde Rohrbach im Rahmen des Ferienpasses mit dem Obst-
und Gartenbauverein nach Echendorf (Riedenburg) fahren zum dortigen
Bauernhofmuseum.
Nach der Ankunft zeigte uns der Besitzer erst
mal seinen Viehstall, in dem ein paar Kühe, ein Pferd, zwei Ziegen
und ein Hasenpaar mit Jungen anzusehen und anzufassen waren.
Die erste Aktivität für Kinder war dann die
Kletterwand, die – farblich markiert – verschiedene
Schwierigkeitsstufen ermöglichte. Nachdem sich (fast) jeder hier mal
versucht hatte und wieder etwas Ruhe in die Gruppe eingekehrt war,
führte der Eigentümer Josef Böhm in die Geschichte und den Umfang
des Museums ein, das darauf besichtigt wurde.
Am Anfang war eine alte Bauernstube zu sehen
mit dem Kleiderschrank und den früher üblichen Kleidungsstücken, dem
Bett samt diverser Wärmflaschen bzw. Steinen, die warm aus dem Ofen
mit ins Bett genommen wurden. Waschvorrichtungen und Badewannen
gehören ebenso zur Sammlung wie verschiedene Werkzeuge für
Tätigkeiten, die heute nicht mehr von Hand gemacht werden.
Weiter ging es zur Spinnerei und Weberei mit
der Vorführung von der Bearbeitung des Flachses bis zum Weben eines
Tuches an einem Webstuhl.
Auch der Wandel in der Landwirtschaft wurde
demonstriert: Dreschen mit der Hand, mit handgetriebenen
Vorrichtungen sowie dann später mit immer besseren Dreschmaschinen,
erst stationär dann mobil auf dem Feld.
Danach ging es ins Freie zu den Oldtimern der
Landwirtschaft: Ein 76 Jahre alter Lanz wurde vorgeglüht und nach 10
Minuten in einer großen Rußwolke gestartet.
Weiter ging es zu einem Mühlstein, an dem
einige Kinder eine Hand voll Getreide mahlen durften und danach zum
Brot-Backhaus.
Eine alte Dampfmaschine, die allerdings nur
noch mit Druckluft vorgespannt ist, rundete den Museumsteil ab,
bevor es ins Brotzeitstüberl ging.
Dort mussten die Kinder erst mal den Butter
schlagen für die anschließende Brotzeit, was nach ca. 20 min auch
zum Erfolg führte. Jeder durfte sich dann an einem Stück Bauernbrot
und der selbst geschlagenen Butter satt essen. Die folgende Stunde
war „Mittagspause“, in der sich jeder selbständig beschäftigen
durfte. Renner bei den Kindern waren die kleinen Häschen zum
Streicheln, andere vergnügten sich beim Minigolf, Billard,
Tischtennis oder auf der Rutschbahn.
Am Nachmittag ging es dann raus in den Wald.
Hier waren bereits einige Bäume gefällt und die Kids konnten
nachvollziehen, wie früher mit einer Zugsäge Bäume gefällt und
zerkleinert wurden. Selber durften sie Scheiben von einem Baum
absägen (der Rest wurde vom Eigentümer mittels Kettensäge
angefertigt), die – zurück auf dem Bauernhof – mit einem Stempel
bedruckt wurden zur Erinnerung an diesen Tag.
Danach wurde auf einer Verseilmaschine ein
langes Seil hergestellt, von dem jedes Kind ein ca. 2m langes Stück
als Hüpfseil mit nach Hause nehmen durfte.
Ein Höhepunkt war noch das angekündigte
Raketenschiessen, bei dem eine teilweise mit Wasser gefüllte
Plastikflasche mit Pressluft „aufgeladen“ wurde und von den Kindern
gestartet wurde.
Das Grillen von Bratwürsten bildete den
Abschluss dieses erlebnisreichen Tages, auf dem sicher jeder auf
seine Kosten gekommen ist. Wenn nicht, war er selber schuld,
Möglichkeiten gab es viele.
Fotos

Grillfest
am Samstag 15.07.2006 trafen wir uns wieder zum Grillfest auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber (St. Kastulusstr.). Die ursprünglich mal als
"Sommerschnittkurs mit geselligem Beisammensein" konzipierte
Veranstaltung ist im Laufe der Zeit zum reinen Grillfest geworden.
Fotos

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Auf historischen Spuren, „Radltour“ zum neuen
Keltenmuseum in Manching
Am vergangenen Samstag (
03.06.06 ) konnte der Obst- und Gartenbauverein
Rohrbach seine diesjährige Radltour durchführen.
Das Wetter meinte es an diesem Tag gut mit den
Radlern, wo doch all die Tage und Wochen vorher,
und auch gleich wieder nachher, alles andere als
schön und wetterbeständig waren.
So machten sich ca. zwanzig „Radlfans“
auf den Weg nach Manching, wo just genau einen
Tag vorher das neue Keltenmuseum eröffnet wurde,
man begab sich sozusagen auf historische Spuren
der Kelten und Römer.
Das Kuriose dabei ist folgendes: |
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Als die Vereinsleitung
bei der Gestaltung des Jahresprogramms den 3
Juni als Termin für die Radltour festlegte, wusste noch
keiner, dass an diesem Tag das neue Keltenmuseum
feierlich eröffnet werden sollte. Manchmal spielt halt
der Zufall eine ganz besondere Rolle, denn
Manching und die Kelten waren ohnehin das Motto
der diesjährigen „Radltour“.
Über Fahlenbach und Parleiten, weiter nach Holzleiten, ging die
Fahrstrecke in den Feilenforst, zum ausgemachten
Treffpunkt am „weißen Kreuz“. Dort wartete
bereits Siegfried Schwarzmeier, der die
durstigen „Radler“ mit Getränken versorgte. Nach
dieser kurzen, erholsamen Rast bewältigten wir
die restlichen Kilometer nach Manching. Dort
angekommen stellte man sich zum Gruppenfoto,
bevor alle auf dem Gelände des Keltenmuseums, wo
für jedermann was geboten war, die Zeit bis zum
vereinbarten Rückfahrtermin
verbringen konnten.
Fotos
Siehe auch "Keltenmuseum_Manching" |
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Feierliche Gedenkkreuz-Einweihung für die
verstorbenen Mitglieder.
Rohrbach den 24.05.2006 ( mon )
Einen ersten großen Höhepunkt in seinem Jubiläumsjahr,
konnte der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach am
vergangenen Sonntag begehen: Anlässlich der hundertsten
Wiederkehr der Vereinsgründung hat es sich die
derzeitige Vorstandschaft zur Aufgabe gemacht auch an
die verstorbenen Mitglieder zu gedenken.
So entschied man sich nach reiflicher Überlegung ein
Gedenkkreuz aufzustellen. Und nachdem Bürgermeister
Dieter Huber über das Vorhaben informiert wurde, und
er dem Verein ein passendes Gemeindegrundstück zur Verfügung stellen konnte, wurde dieses
Vorhaben nun in die Tat umgesetzt.
In
einer kleinen Prozession zog man betend zu dem Kreuz, wo
Dekan Bruno Koppitz die feierliche Weihe vornahm.
Dankende und einfühlende Worte fand Vorstand Rudi
Kellermann nach der Weihe für alle, die zum Gelingen
dieses Vorhabens beitrugen.
Sein Dank galt Herrn Puchinger
aus Wolnzach, der dieses Kreuz aus Schmiedeeisen,
umrahmt mit einem Strahlenkranz aus Schmiedemessing,
gefertigt hat. Weiterhin dankte er Vorstandsmitglied Stefan
Arndt, der den großen Granitsteinblock, auf dem das
Kreuz montiert wurde, gestiftet hat. Dankende Worte
hatte der Vorstand auch für Bürgermeister Huber, der dem
Verein diesen ruhigen, beschaulichen Platz, hoch über
Rohrbach, mit Blick über das Ilmtal zur Verfügung
stellen konnte, und für Pfarrer Koppitz,
der die würdevolle Weihe an dem Gedenkkreuz vollzogen
hat.
Ein besserer Ort hätte für dieses gelungene Werk nicht gefunden werden können,
so der Vorstand.
Er soll aber nicht nur der Aufstellungsplatz eines
Denkmals sein, sondern auch ein Ort zur Rast, zur
Kommunikation, zum besinnlichen Verweilen,
oder zum Gebet. Mit der Aussicht
über eine aufstrebende Gemeinde, den dieser Ort erlaubt,
so Rudi Kellermann, mit diesem Blick nach vorne, strebt
auch der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach in das
zweite Jahrhundert seiner Vereinsgeschichte.
Fotos
(Paf-Kurier, 25./26. Mai 2006, S. 31)

Frühjahrsversammlung am 7.4.2006:
Rund 30 Gartler informieren
sich über Thema Hildegard-Medizin
(pat) Hildegard von
Bingen polarisiert. Entweder man liebt ihre medizinischen und
ernährungstechnischen Ratschläge oder man empfindet sie als
unnötig und überflüssig. Der Rohrbacher Obst- und
Gartenbauverein scheute im 100. Jahr seines Bestehens auch
dieses „heiße Eisen“ nicht, lud Rita Lechner aus Vohburg ein und
ließ sie die mittelalterlichen Lehren von der Hildegardmedizin
einem breiten Publikum erläutern.
Rund 30 Zuhörer ließen sich ihren Vortrag im Rahmen der
Frühjahrsversammlung nicht entgehen. „Er ist nur ein Höhepunkt
von vielen in diesem Jahr“, sagt der Vorsitzende Rudi
Kellermann, als er im Vorfeld auf das Jubiläumsprogramm einging:
„Und so mancher Vortrag hätte mehr Gäste verdient.“
Ihren finanziellen Spielraum müssen die Gartler für die
Feierlichkeiten nicht voll ausschöpfen. Karl-Heinz Götz trug
einen kurzen Kassenbericht vor. Ein leichtes Minus entstand
durch die Anschaffung eines Gedenkkreuzes, das im Mai errichtet
wird. Ansonsten konnte er ausreichende Rücklagen für die
ausstehenden Festivitäten im Sommer und Herbst darlegen.
Als „berühmteste Deutsche im gesamten Mittelalter“, führte Rita
Lechner Hildegard von Bingen (geboren 1098, gestorben 1179) ein.
Die Äbtissin, Medizinerin, Reisende und Komponistin nannte sich
selbst „die Posaune Gottes“, wurde als Seherin von Papst Eugen
III. offiziell anerkannt. Sie war zwar die größte Mystikerin
ihrer Zeit, aber keine wirkliche Ärztin. Ihre Lehren vom
Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist probierte sie
selbst nie aus. Ihre Angaben wurden erst 800 Jahre später
getestet und erst dann (zumindest von manchen) für richtig
befunden.
„Sie funktionieren alle, wenn ihre Anwendungen exakt befolgt
werden“, so Rita Lechner, die durch einen persönlichen
Schicksalsschlag schon vor Jahrzehnten zur glühenden Anhängerin
wurde. „Wir haben die Verantwortung über unsere Gesundheit den
Ärzten übergeben“, prangerte sie an. Dabei sei jeder selbst
dafür zuständig. Hildegards Ernährungslehre sei allumfassend –
und für den Gesundungsprozess Hauptausschlag gebend. Richtiges
Maß halten, viel trinken, ein spätes, warmes Frühstück als erste
Mahlzeit, wenig Alkohol – Rita bescheinigte ihr ein gutes Gespür
für gesunde Kochkunst. „Lebensmittel sind für die Gesundheit
wichtiger als Operationen“. Entsprechend ging sie auf die
heilende Wirkung von Kastanien und Quitten, Bertram, Beifuss
oder Muskatnuss, Dinkel und Fenchel ein – um nur wenige zu
nennen. Schließlich könne in einem kurzen Vortrag nicht das
ganze Hildegardwissen weitergegeben werden. „Ich bin nur hier,
um euch neugierig zu machen“, sagte Rita Lechner zum Abschluss. Fotos
(PAF-Kurier, 21.04.2006, S. 25)

Am 1.4.2006 war landkreisweit wieder die
Aktion "Saubere Landschaft", allgemein bekannt unter "Ramadama".
Wie jedes Jahr beteiligte sich auch der Obst- und
Gartenbauverein an dieser Aktion zur Erhaltung einer liebens-
und lebenswerten Landschaft rund um Rohrbach. 4 Erwachsene und 3
Kinder sammelten einen ganzen Fahrrad-Anhänger voll weggeworfene
Flaschen, Plastikabfälle und unverrottbarem Müll.
Fotos

(pat) Der diesjährige Schnittkurs am 17.3.2006
des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins war mit 25
Interessierten gut besucht. Vorsitzender Rudi Kellermann
begrüßte die Teilnehmer zu Theorie und Praxis, die Heinz Huber
in souveräner Manier leitete. Auf einen gesunden Kronenaufbau
mit 3 Leitästen wies er hin, riet zum regelmäßigen Schnitt der
Obstbäume, um den Alterungsprozess zu verzögern. Die
Sämlingsunterlage war Thema, auch richtige Wahl der Obstsorten:
Sie sollte sich nach dem Pflanzangebot im Garten richten. So
ging Huber auf den Pflanz- und Erziehungsschnitt von
Spindelbusch, Halb- oder Hochstämmen ein, die im Bauminneren
Raum und Licht schaffen sollten. Die theoretischen Ausführungen
wurden auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber gleich am nächsten Tag in
die Tat umgesetzt.
Fotos
(Paf-Kurier, 25.03.06, S. 31)

Vortrag am 17.02.2006 19:30 Uhr in
der Gaststätte "Alter Wirt" in Rohrbach:
Der Garten als kostbarstes Kleinod
unserer Tage
Rohrbach (pat) Auf witzige, charmante und
unterhaltsame Art und Weise entführte Thomas Janscheck die
Mitglieder des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins auf seine
Reise durch die Zeit und die Gartenkulturen der Menschheit.
Anfangs zeigte sich der Referent tief beeindruckt vom Engagement
des Gartlervereins in seinem Jubiläumsjahr, später ließ er seine
Zuhörer staunen. Unter dem Motto „heilender Garten“ stand der
Vortragsabend – es war insgesamt der zweite im
„Hundertjährigen“.
Mit Leichtigkeit zog der Ingenieur seine Zuhörer in den Bann,
konnte sich doch jeder ein wenig selbst wiederentdecken. Es war
ein Ausflug, auch in die eigene Vergangenheit – und an so
mancher Stelle konnte man kräftig über sich selbst schmunzeln.
Bei der historischen Einführung natürlich noch nicht. Zu weit
ging Thomas Janscheck zurück. Bis Adam und Eva. Vom Paradies,
das eigentlich ein wunderbar angelegter Garten war, arbeitete
sich der Referent von der asiatischen über die islamistische bis
hin zur christlichen Weltanschauung vor. „Jede Zeit hat die
Gärten anders geprägt. Aber sie sind immer ein Ausdruck der
Lebensform“, sagte Janscheck, und demonstrierte diese These
anhand zahlreicher Beispiele. Mittelalter, Gotik, Renaissance
und Barock brachten ihre Eigenarten hervor. Eines blieb den
Gärten aber stets gemein: Sie waren ein geschlossener
Schutzraum, eine Möglichkeit zu Rückzug oder Einkehr.
Das Pflanzenverzeichnis Karls des Großen streifte Janscheck
ebenso wie die barocken Lustgärten, englische Parklandschaften
oder die Theorie von der Beseeltheit der Pflanzen in asiatischen
Kulturen. Von der Zeit der Industrialisierung an stieß die
gesellschaftliche Komponente immer mehr hinzu. Das aufstrebende
Bürgertum zog sich in Villengärten zurück, die Arbeiter suchten
ihren Ausgleich im Schrebergarten. Ab der Nachkriegszeit konnten
sich die Zuhörer selbst immer mehr an die eigenartigen Auswüchse
der Gartengestaltung erinnern. Der reine Nutzgarten, in dem
Lebensmittel erzeugt wurden, wandelte sich mit dem
Wirtschaftswunder zur pflegeleichten Rasenfläche. Terrassen,
Gartenmöbel, Swimmingpools und Grillstationen kamen auf, die
Pflanze musste sich dem Zweck weitgehend unterordnen. „Die
Wildheit als Schönheitsideal entdeckte erst die Ökobewegung in
den 80ern wieder“, erinnerte sich Janscheck an seine eigene
Jugend. Plötzlich standen Natur und Gesundheit wieder im
Vordergrund.
Der Kräuterboom kam im folgenden
Jahrzehnt auf. Die Suche nach der heilen Welt im eigenen Garten
ging ab sofort unentwegt weiter – und setzt sich bis heute fort.
Die neuen Trends lauten Pädagogik und Therapeutik, Kloster- und
Bauerngarten, Spiritualität oder Wellness. „Ein schöner Garten
ist und bleibt ein Ort des Verweilens und der Kommunikation“,
fasste Janscheck seine Ausführungen zusammen. Er erfordere Zeit,
Zuwendung und Raum von seinem Besitzer – und sei damit das
kostbarste Kleinod unserer Tage. Fotos

Dr. Raymond Wilson: „Sogar unser Herz
schlägt nach Fibonacci“
Rohrbach (pat) In die Welt der
Mathematik, der Zahlen und Funktionen entführte Dr. Raymond
Wilson die Mitglieder des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins
bei dessen erster Veranstaltung am 20. Januar im Jubiläumsjahr. Interessante
Themen und die besten Referenten stellte der Vorsitzende Rudolf
Kellermann den zahlreich erschienenen Gästen für das gesamte
Jahr in Aussicht. Der seit über zwei Jahrzehnten in Rohrbach
lebende Physiker mit den englischen Wurzeln zog seine Zuhörer
bei seinem sympa-thischen Vortrag von der ersten Sekunde an in
den Bann – obwohl die Thematik keine einfache war, vor allem
keine „typische“ für einen Gartenbauverein.
Es sei ihm eine große Ehre, den ersten
Vortrag beim „Hundertjährigen“ halten zu dürfen, begann Wilson
seine Ausführungen – und holte gleich kräftig aus, um seine
Ansichten von natürlichem Wachstum zu untermauern. Er begann
damit, das von der Wirtschaft so häufig geforderte exponentielle
Wachstum ad absurdum zu führen. Lediglich ein Fötus im
Mutterleib erreiche dieses Wachstum mit der gerundeten Zahl
2,718 für eine gewisse Zeit. „Auf Dauer wäre es völlig
irrsinnig, eine reine Verrücktheit“, sagte Wilson. Schließlich
würden in der Evolution Zeiträume von Millionen Jahren als
Maßstab gesetzt – und veranschaulichte dies sogar mit dem
Zinzeszins-Effekt im Bankwesen. „Die Natur ist viel zu klug, als
dass sie nach solchen Vorgaben wachsen würde.“ Anschließend
holte Wilson zu einer Exkursion in die Chemie und Medizin aus.
Durch die theoretisch unbegrenzte Länge von DNS-Strängen, dem
Grundbaustein allen Lebens, führte er seine Zuhörer hin zum
natürlichen Wachstum. Die Erdanziehung, Masse und Gewicht
begrenze die Größe von lebenden Körpern. „Die Dinosaurier
stießen auf unserem Planeten bereits ans Maximum“, grenzte der
Referent ein. So führte er hin zum eigentlichen Thema des
Abends: dem Wachstum in der Botanik, der spiralen Phillotaxis.
Hier kam die Mathematik ins Spiel.
Leonardo di Pisa, alias Fibonacci (Filius di Bonaccio), der etwa von 1170-1240 in Pisa lebte, hieß
der eigentliche Held des Abends. Mit seinem Zahlenwerk, der
Fibonacci-Folge (1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144...), bei
der die Summe zweier aufeinander folgender Zahlen stets die
darauf folgende ergibt, offenbarte er laut Wilson der Welt das
Grundgerüst zur Erforschung von natürlichem Wachstum. Anhand von
Kaninchen wurde entdeckt, dass es sich dabei um die schnellste
Fortpflanzungsform überhaupt handelt. Spätere Forscher – die
Deutschen Karl Friedrich Schimper und Alexander Braun, aber auch
die Gebrüder Bravais aus Frankreich – untersuchten später auf
dieser Basis die Tendenz zur regelmäßigen Spiralform bei der
Blatt- und Aststellung von Bäumen oder Blüten. Über das
Verhältnis der beiden Fibonacci-Zahlen 55 und 144 erschlossen
sie sich die „Zauberzahl 1,618“ sowie 137,5 Grad. In exakt
diesem Abstand bilden Pflanzen ihre jeweils nächsten Triebe aus.
„Und die 1,618 ist nicht nur das Verhältnis für den Goldenen
Schnitt, sondern auch die natürliche Wachstumszahl in der
Botanik“, so Raymond Wilson.
Exakt dieses Verhältnis kann sowohl bei
Gesichts- oder Körperproportionen, natürlich in der bildenden
Kunst, aber auch bei einem EKG oder den platonischen Körpern
wiederentdeckt werden. „Selbst unser Herz schlägt im Takt von
Fibonacci“, sagte Wilson und führte seinen Zuhörern die
grundsätzliche Bedeutung der Zahlen 2, 3 und 5 vor Augen. Eine genaue,
wissenschaftliche Beweisführung hält er durch die Unter-suchung
von Sisal-Pflanzen für möglich. Diese Studie steht allerdings
noch aus. Aber mit Sicherheit lässt sich eines sagen:
Exponentielles Wachstum grenze in der Realität an Ignoranz und
Verblendung, so Wilson. „Die Natur macht es besser als der
Mensch. Warum lernen wir nicht einfach davon?“
Fotos
(erschienen im PFAFFENHOFENER Kurier am 27.01.2006, Seite 27)

Der OGV wird 100
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Im Jahr 2006 feiert der Obst-
und Gartenbauverein Rohrbach / Ilm sein 100-jähriges
Vereinsjubiläum. Dazu entstand eine Festschrift, in der
wir auf 92 Seiten das Entstehen und den Werdegang des Vereins, unsere
Aktivitäten und Ziele festgehalten haben, ebenso wie
einen kurzen Ausschnitt aus der Chronik des
Landesverbandes sowie eine Kurzfassung der Geschichte
unseres Ortes Rohrbach.
Ab Beginn des Jahres wird wie
bisher das Jahresprogramm des Vereins an alle Haushalte in
Rohrbach verteilt sowie diese Festschrift
angeboten zum Preis von 2 EUR.
Ausführlichere
Informationen finden Sie auf der Festschrift-Seite
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Letzte Änderung am
08.06.2006 (TbF) 
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