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Aktuelles vom Verein 2007

Ferienpass 2007: Warum ein
Flugzeug fliegen kann
Warum ein Flugzeug fliegen kann
wollten 40 Kinder am 6.August wissen, als sie im Rahmen des
Ferienpasses mit dem Obst- und Gartenbauverein
Rohrbach in die Flugwerft Schleißheim fuhren.
Dort bekamen sie die Entwicklungsgeschichte
der Fliegerei erläutert, und zwar angefangen vom Segelapparat
Lilienthals (1894) bis zum Eurofighter (1994), also genau 100 Jahre
Entwicklung. Der Flugplatz Schleißheim ist einer der ältesten
Flugplätze Deutschlands. Seine Geschichte begann schon im Jahre
1912. Der Rundgang mit den Schulkindern begann in der historischen
Werfthalle aus dem Jahr 1918 mit der beeindruckenden Douglas DC-3,
vor der vor dem Verlassen des Geländes auch ein Erinnerungsfoto
gemacht wurde.
Mit einem „Forscherbogen“ konnten die Schüler selbst auf
Entdeckungsreise gehen und die 22 Fragen und Aufgaben mit etwas
Spürsinn lösen. Da gab
es einen „fliegenden Zirkus“, wo jeder interessierte seinen
„Pilotenschein“ machen durfte, ein Fahrrad mit Propeller-Antrieb,
das nicht zur Ruhe kam und einen Stand mit einer aufgebauten
Flugsimulation. An diesem wurde von einem fachkundigen Angestellten
der Werft das gesamte Instrumentarium eines Cockpits erklärt und in
einem simulierten Flug vorgeführt.
Weiter ging die Tour ging zum Olympiaturm. Dank des strahlend blauen
Himmels hatte man von der 190 m hohen Plattform eine gute Aussicht.
Und der Blick ging sozusagen auch noch einmal zurück zu dem Mann,
der die Flugzeuge für die Flugwerft in Schleißheim herstellte:
Gustav Otto.
Damals konnte niemand ahnen, dass aus Ottos in Konkurs gegangener
Flugmaschinenfabrik schließlich eines der größten deutschen
Automobilunternehmen werden sollte, die Bayerischen Motorwerke AG
(BMW). Noch heute erinnert das Firmenemblem, der Kreis mit den
weißblauen Feldern als Abbild eines sich drehenden
Flugzeugpropellers, an die Herkunft von BMW. Und genau dieses
BMW-Werk konnten wir vom Olympiaturm in seiner ganzen Größe von oben
betrachten.
(Texte zum Teil aus den Internetseiten der Flugwerft).
(Erschienen im Pfaffenhofener Kurier, 10.08.2007, S. 25)
Fotos
Weitere
links zur Flugwerft (für Interessierte):
http://www.deutsches-museum.de/flugwerft/ausstellungen/alte-werfthalle/
http://www.deutsches-museum.de/flugwerft/information/glaeserne-werkstatt/
http://www.deutsches-museum.de/flugwerft/ausstellungen/
http://www.der-werftverein.de/akg/GustavOtto.html

Grill unter Welschnuss und Pflaumenbaum
(21.07.2007)
Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich heuer ca. 30
Gartenfreunde auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber zum
alljährlichen Grillfest des Obst- und Gartenbauvereins
Rohrbach. Aus dem ursprünglichen Sommerschnittkurs ist eine
reine gesellige Veranstaltung geworden, die auch von Jahr zu Jahr
besser besucht wird, sehr zur Freude der Vereinsleitung. Zur
Abwechslung gab es heuer naturtrübes Helles vom Fass, für die Kinder
und weitere Interessenten waren natürlich alkoholfreie Getränke
vorbereitet.
Bis schließlich alle Besucher eingetroffen waren gab es Kaffee und
Kuchen, bevor Vorstand Kellermann der Gasgrill anheizte.
Angereichert durch mitgebrachte Salate und frische Zucchini vom
Gastgeber erlebten alle eine zünftige Brotzeit in einem herrlichen
Ambiente.
Wegen einsetzenden Regens zog sich die Gruppe später in die
Gartenhütte zurück. Dort wurde noch lange diskutiert und
Erinnerungen an frühere Zeiten ausgetauscht, obwohl sich nach und
nach einige Gäste bei Regenpausen zurückzogen und den Heimweg
antraten.
Abgesehen vom Ferienpass-Programm am 6.
August war dies die letzte öffentliche Veranstaltung des Vereins in
diesem Jahr und die Vereinsleitung macht sich jetzt schon Gedanken,
wie das Jahresprogramm 2008 aussehen könnte.
Fotos

Todesfall
Die Vereinsleitung bedauert das
Hinscheiden unseres langjährigen Vereinsmitgliedes Karl-Heinz Götz.
Herr Götz war seit 1987 Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins,
seit 1989 Mitglied
der Vereinsleitung, in der er 1997 das Amt des Kassiers übernahm.
In dieser Tätigkeit hat sich Karl-Heinz fürsorglich für die Belange
des Vereins eingesetzt. Wir bedanken uns für seine verdienstvolle
Arbeit und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.


Zwei Radltouren möchten wie
Ihnen vorstellen, die vom Landratsamt Pfaffenhofen
(Naturschutzbehörde) veranstaltet werden:
Mit Rad durch die
Viehweide (siehe PAF-Kurier, 27.6.07, S. 21)
Pfaffenhofen (PK) Wer die schöne Landschaft des Donautals im
Landkreis Pfaffenhofen erkunden möchte, der sollte sich am
Freitag, 6. Juli, rund drei Stunden Zeit nehmen und an der
Radtour mit Landrat Rudi Engelhard und Naturschutzreferent Heinz
Huber teilnehmen. Die rund 25 Kilometer lange Tour führt ins
Naturschutzgebiet „Nöttinger Viehweide", vorbei an den
Feilenmoosseen zum Landkreisschutzgebiet „Ludwig Hirschberger".
Weiter geht es zum Irschinger und Rockoldinger Moos, das für
Ausweisung zum Landkreis-Schutzgebiet vorgesehen ist und in dem der
Große Brachvogel sein Zuhause hat.
Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Es wird empfohlen, Getränke
mitzunehmen. Treffpunkt ist um 16 Uhr beim Gasthof Stiftl in
Rockolding.'
Anmeldung und nähere Informationen bei
Naturschutzfachreferent Heinz Huber
unter Telefon (0 84 41) 27-316 oder per E-Mail:
heinz.huber@ landratsamt-paf.de.
Mit dem Rad rund um
Freinhausen (siehe PAF-Kurier, 27.6.07, S. 23)
Pfaffenhofen/Freinhausen(PK) Im Rahmen der bayernweiten jährlichen
Aktion „BayernTour Natur" findet am Freitag, 13. Juli, eine
Radtour rund um Freinhausen mit dem Naturschutzreferenten Heinz
Huber statt.
Die Tour von etwa 25 Kilometer Länge führt quer durch das Paartal
zum Naturschutzgebiet Windsberg. Weiter geht es in den Freinhausener
Flur mit seinem Biotopverbundsystem. Vor allem besonders artenreiche
Magerwiesen gibt es hier zu bewundern. Vorbei an der idyllischen
Oase Steinerskirchen führt der Weg zurück ins Paartal. Mit etwas
Glück können in diesem Gebiet unter anderem der Brachvogel und der
Storch von den Radfahrern beobachtet werden. Anschließend geht es
wieder zurück nach Pörnbach.
Es wird empfohlen, Getränke für die Fahrt mitzunehmen. Im Anschluss
an die Radtour besteht die Möglichkeit, in einem Biergarten
einzukehren. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr auf dem Parkplatz an der
Kirche in Pörnbach.
Anmeldung und nähere Informationen bei
Naturschutzfachreferent Heinz Huber
unter Telefon (08441) 27-316 oder per E-Mail heinz.huber@landratsamt-paf.de
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Mit dem Rad zur
Schellermühle
Eine Radltour ins obere
Ilmtal, mit Besichtigung der Schellermühle in Reisgang, unternahm
der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein am 9.Juni.
Rund 15 Radlfans ließen es sich nicht nehmen, bei strahlendem
Sommerwetter dabei zu sein, noch dazu wo sie mit einer interessanten
Führung durch die Schellermühle, die erstmals 1450 urkundlich
erwähnt wurde und seit 1834 im Besitz der Familie Scheller ist,
belohnt wurden.
Nach der Ankunft dort wurde die Gruppe vom Betriebsleiter der Mühle,
Dr. Uwe Martens, empfangen. Dieser erklärte den Entwicklungsstand
der Kunstmühle von 1960 bis zum modernsten Mühlenbetrieb Bayerns.
Mit zwei Produktionsanlagen, der 1996 erbauten Hartweizenmühle mit
200 Tonnen Tagesleistung, sowie der 1998 in Betrieb genommenen
Weichweizenmühle (Tagesleistung 300 Tonnen) ist diese Kunstmühle
übervoll ausgelastet, so dass seit einiger Zeit an einen
Erweiterungsbau gedacht ist, so Dr. Martens.
Nachdem die Gruppe die Mühle - angefangen von den verschiedenen
Mahlvorgängen bis hin zur Verpackung des Mehles - besichtigt hatte,
stellten sich alle noch zu einem Gruppenfoto zusammen, und Vorstand
Rudi Kellermann bedankte sich recht herzlich beim Betriebsleiter Dr.
Uwe Martens für die informative Führung durch die Schellermühle.
Fotos

Tag der offenen Gartentür
am So, 24.06.2007
Der "Tag der offenen Gartentür"
eröffnet vielen Menschen ansonsten verborgene Gartenparadiese.
Lassen wir uns von solchen Beispielen der Gartenkultur anspornen,
Anregungen und neue Ideen für den eigenen Garten zu holen und den
Gedanken- und Ideenaustausch zwischen Nachbarn, Natur- und
Gartenfreunden zu fördern. Weil es immer interessant und spannend
ist zu sehen, wie andere ihren Freiraum gestalten, sollte man sich
die Gelegenheit, die der "Tag der offenen Gartentür" bietet, nicht
entgehen lassen.
Gezeigt wird am letzten
Sonntag im Juni eine Ideenwerkstatt zum Thema Garten
- Gärten mit unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten, Formen und
Gartenstilen,
- kleine und große Gärten, Lehr- und Schaugärten, naturnah und
liebevoll gepflegt, asiatisch oder mediterran geprägt, bayerische
Bauerngärten oder romantische Hausgärten.
Die Gärten sind in der
Regel von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Die Besucher bitten wir zu bedenken:
Sie sind Gast in einem privaten Garten, der nicht für große
Besucherzahlen ausgelegt ist. Seien Sie deshalb bitte entsprechend
rücksichtsvoll!
Text: "Der
praktische Gartenratgeber" 06/2007
Folgende
Familien haben ihren Garten für den Besuch zur Verfügung gestellt (Weitere
Infos und Anfahrtswege erhalten Sie
hier (PDF, 36 kB)):
Familie Bauer
Am Milchwerk 6
5304 Ilmmünster
Ein naturnaher Garten am Waldrand mit Obst, Gemüsegarten und
Gewächshaus. Artenreiche Stauden- und Blumenpflanzungen bereichern
den Garten.
Familie Beier
Raiffeisenstraße 11
85304 Ilmmünster
Ein Freizeit- und Erholungsgarten: Biologischer Gemüseanbau,
vielfältige Staudenpflanzungen mit hohem Zierwert zeichnen diesen
Garten aus.
Familie Friedl
Riedermühlerstraße 31
85304 Ilmmünster
Ein natürlicher Garten direkt an der Ilm mit vielen
Gestaltungselementen, Gartenteich, Gemüseanbau und Stauden.
Grünes
Klassenzimmer
Freisinger Str. 8 (hinter der Schule)
85304 Ilmmünster
Grundkonzept des Schulgartens lautet „Ganzjährig blühend und
fruchtend“. Die Nutzung und Pflege übernehmen die Schulgartengruppe
und die Schulgartenkindergruppe des Obst- und Gartenbauvereins
Ilmmünster.
Familie Kern
Riedermühlerstraße 17
85304 Ilmmünster
Ein naturnaher Garten an der Ilm mit großzügiger Teichanlage,
ansprechendem Nutzgarten und abwechslungsreichen Staudenpflanzungen.
Familie Koß
Starzenbachstraße 5
85304 Ilmmünster
Ein kombinierter Wohn- und Nutzgarten mit Kräuterspirale.
Familie Messthaler
Ilmrieder Kirchweg 5
85304 Ilmmünster
Ein moderner Garten mit Obst, Gemüse, Gartenteich und mit
Trockenmaueranlage. Vielfältige Staudenpflanzungen ergänzen das
Gartenbild.
Familie Ringler
Peter-Eich-Weg 5
85304 Ilmmünster
Ein naturnaher Garten mit Obst- und Gemüseanbau sowie vielfältigen
Stauden- und Sommerblumenpflanzungen.
Weitere Auskunft
erteilt der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am
Landratsamt Pfaffenhofen a. d. Ilm:
Josef Stadler
Tel.: 08441 – 27 315
Weitere Infos
und Anfahrtswege erhalten Sie
hier (PDF, 36 kB)

30 Jahre Blaskapelle
Rohrbach.
Am 20. Mai 2007 feierte die
Blaskapelle Rohrbach ihr 30-jähriges Bestehen mit einem großen Festakt in
der neu erbauten Turnhalle. Alle Vereine aus
Rohrbach waren zu diesem Fest geladen, besonders auch die
Blaskapellen der benachbarten Orte Wolnzach, Geisenfeld, Rohr,
Reichertshofen. Auch der OGV Rohrbach beteiligte sich an diesem Fest.
Fotos

Frühjahrsversammlung 2007
Ausflug in die mythologische
Heilkräuterwelt am 04.05.2007
Rohrbach(pat) Einen kleinen, amüsant und sympathisch
vorgetragenen Geschichtsunterricht aus der mythologischen Welt der
Heilkräuter erlebten die Besucher bei der Frühjahrsversammlung des
Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins. Gut 40 Gäste konnte der
Vorsitzende Rudi Kellermann im TSV-Vereinsheim willkommen heißen,
denen er in kurzen Zügen das abgelaufenen Jubiläumsjahr skizzierte.
Dort begrüßte er auch den Referenten Thomas Janscheck, der mit
seinem Vortrag „Thymian und Teufelskraut“ für gute Unterhaltung
sorgte, die viel Wissenswertes und Erstaunliches bereithielt.
Von der Rauhnacht zum Palmfest, über die
Sonnenwende zum Erntedank – das Jahr ist gespickt mit Festen und
Bräuchen, in denen die Pflanzenwelt nur allzu häufig eine
herausragende Rolle spielt. Thomas Janscheck stellte sie in den
Kontext, erläuterte ihre Symbolik und erzählte allerlei Geschichte
rundherum um die Bräuche, die regional sehr unterschiedlich
ausfallen können – und immer wieder Sonderformen hervorbringen, die
den Pflanzenkult oftmals genauer erklären.
So kam der Mistelzweig als
Fruchtbarkeitssymbol ebenso zu seinem Recht wie der Thymian, der zum
Räuchern verwendet wurde. Janscheck erzählte vom Baumbusseln und
–wecken. „Bräuche kommen von brauchen. Mit dem heutigen
Traditionsbewusstsein hatten sie früher nichts zu tun“, sprach er
vom tiefen Seelenbedürfnis der Menschen, den Winter auszutreiben:
aus purer Angst vor Missernten. Schließlich musste die Erde früher
in einem halben Jahr abwerfen, was der Mensch zwölf Monate zum Leben
brauchte. Ähnliche Bewandtnisse schrieb er den Frühlings- und
Sommerbräuchen zu, erläuterte die Wirkungen zahlreicher Heilpflanzen
und weckte bei seinen Gästen somit wieder ein tieferes Bewusstsein
dafür, welchen Einfluss die regionale Vegetation auf das tägliche
Leben nimmt.
Vor dem Referat durfte der Vorsitzende Rudi
Kellermann noch einige Ehrungen vornehmen, wobei Fritz Taubald für
27 Jahre in der Vereinsführung mit der Goldenen Ehrennadel
ausgezeichnet wurde. Die silberne Nadel heftete Kellermann mehreren
Mitgliedern für 25-jährige Treue zum Verein ans Revers: Konrad
Stopfer, Bartholomäus Schwaiger, Anne Fishburn, Alois Ehrmayr,
Robert Schweiger, Ulla Holtschulte, Max Mühlbauer, Helmut Murr und
Rudolf Pöschko.
Fotos
Erschienen im Pfaffenhofener Kurier am 11. Mai
2007, Seite 25

Bank-Aktion am 27.03.2007 Wie
jedes Jahr traf sich ein Teil der Vorstandschaft auch heuer wieder
am Stadel des Rohrbacher Schlosses, um die Ruhebänke, die während
der Winterzeit in diesem Stadel eingelagert waren, zu reparieren und
herzurichten.
Einige Latten mussten ausgetauscht bzw. neu befestigt werden, und
insgesamt wurden die Bänke gesäubert und frisch abgeschliffen. Nach
erfolgter Reparatur konnten dann 9 Bänke wieder an ihrem Platz
aufgestellt werden.
Fotos

Ramadama am 24.03.2007
Wie jedes Jahr trifft sich der Obst- und
Gartenbauverein
Rohrbach mit den anderen Ortsvereinen wieder zum allgemeinen
Säubern der Fluren rund um unsere Heimat.
Wir bitten um zahlreiche Helfer, vor allem auch Kinder (jedes Kind
erhält 5 EUR !), mitzuhelfen, dass unsere Heimat das bleibt, was sie
uns allen bedeutet: Erholungsraum, ein Platz, wo man sich gerne
aufhält und leben möchte.
Treffpunkt: Um 9:00 Uhr am Ortsschild
Waaler Strasse

Der Schnittkurs am
2./3.03.2007 des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins war mit
20 Interessierten gut besucht. Vorsitzender Rudi Kellermann begrüßte
die Teilnehmer zu Theorie und Praxis, die Heinz Huber in souveräner
Manier leitete. Auf einen gesunden Kronenaufbau mit 3 Leitästen wies
er hin, riet zum regelmäßigen Schnitt der Obstbäume, um den
Alterungsprozess zu verzögern. Die Sämlingsunterlage war Thema, auch
richtige Wahl der Obstsorten: Sie sollte sich nach dem Pflanzangebot
im Garten richten. So ging Huber auf den Pflanz- und
Erziehungsschnitt von Spindelbusch, Halb- oder Hochstämmen ein, die
im Bauminneren Raum und Licht schaffen sollten. Die theoretischen
Ausführungen wurden auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber
gleich am nächsten Tag in die Praxis umgesetzt.
Fotos

Von Mondphasen zur
gregorianischen Kalenderreform (Fr., 09.02.2007)
Raymond Wilson erklärt ganz ohne Mathematik über 100 Gästen die
Einteilung der Zeit
Rohrbach (pat) Tage, Wochen und Monate waren die Hauptakteure
beim Vortrag von Dr. Raymond Wilson. Der Physiker sprach vor über
100 Gästen des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins über die
Einteilung der Zeit und die Herkunft unseres Kalenders. Julius
Cäsar, Cleopatra, Konstantin, Dionysius Exiguus und Papst Gregor
XIII. hießen seine größten "Helden" eines Abends, den Raymond Wilson
nicht nur informativ, sondern auch überaus unterhaltsam gestaltete.
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"Diesmal läuft alles ohne
Mathematik ab", versprach er vorab. Ganz ohne Zahlen kam
er
dann aber doch nicht aus. Es ging schließlich um die
Geburt unserer Zeitrechnung - und die wird nun einmal in
Zahlen gemessen. Der Referent eröffnete jedoch mit einem
rein historischen Rückblick auf die Anfänge der
Zeiteinteilung, Sonnenzyklus und Mondphasen ermöglichten
schon vor Jahrtausenden erste "Mondkalender", etwa jenen
von Lascaux. |
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"Solche Kalender existierten auf
der ganzen Welt", sagte Wilson und erzählte von einer
damals schon recht genauen Einteilung. Zwölf synodische
Monate mit jeweils 29,5 Tagen, das macht immerhin 354
Tage pro Jahr - es bedurfte schon echter Hochkulturen,
um dieses System entscheidend zu verbessern. Alt-Sumerer
bemerkten das Fehlen der elf Tage, Babylonier rundeten
auf die "magische Zahl" 360 auf, Ägypter fügten durch
Beobachtung des "Hundstern" Sirius fünf zusätzliche
Göttertage bei. |
Den Weg zur uns heute geläufigen
Zeitrechnung ebnete allerdings erst die Verschmelzung der römischen,
griechischen und ägyptischen Kultur. Julius Cäsar diktierte zusammen
mit dem Gelehrten Sosigenes eine Kalenderreform im "ultimus annus
confusione" 46 v. Chr. "Die herrschende Zählung ab der Gründung Roms
753 vor Christus artete gut sieben Jahrhunderte später nämlich in
ein echtes Chaos aus", so Wilson.
So gut wie alle Bereiche der Zeitrechnung schloss sein Vortrag
letztlich ein: Planeten-Bewegungen, erste Sonnenuhren, der
Zusammenbruch des römischen Weltreichs und die Herstellung der
ersten mechanischen Kirchturmuhren. Cäsars Kalkulationen zufolge
schlichen sich im Laufe der Jahrhunderte kleinere Fehler ein. "Sein
Zeitmaß war ein wenig zu lang", erläuterte der Physiker. So lag es
am ersten christlichen Kaiser Roms, an Konstantin, die
Sieben-Tage-Woche einzuführen, den Tagen ihren Namen zuzuordnen und
den Frühlingsbeginn auf den 21. März zu datieren. Die Jahreszählung
ab Christi Geburt führte der Mönch Dionysius Exiguus im Jahr 531
ein. Er hielt es für unpassend, dass die Kirche nach der Ära von
Diokletian, dem letzten Christenverfolger, zählte. Die abschließende
Reform gelang Papst Gregor XIII. und seinem Astronom Lilius.
Aufgrund einiger zu viel eingesetzter Schaltjahre summierten sich
die Zeitfehler im Jahr 1582 auf satte zehn Tage, die Gregor XIII.
kurzerhand streichen ließ. Dieser Reform schlossen sich nach einigen
chaotischen Jahrhunderten letztlich alle Völker an - zuletzt China
im Jahre 1949. "Bis heute belaufen sich die Zeitfehler auf gerade
einmal drei Stunden und vier Minuten", schloss Raymond Wilson seine
Ausführungen. Eine minimale Abweichung, die kaum stört. Die nächste
Korrektur sei erst im Jahr 4915 nötig - "falls dann noch Menschen
existieren", so Wilson. Zur Not könne aber auch jeder auf seine
innere Uhr hören. Schließlich schlägt das menschliche Herz im Mittel
einmal pro Sekunde. Ein Quäntchen Mathematik ließ sich Wilson am
Ende dann doch nicht nehmen, als er auf seinen Lieblings-Gelehrten
Fibonacci zu sprechen kam. Der führte 1210 die Zahl Null ein - und
machte eine exakte Zeitrechnung überhaupt erst möglich.
Erschienen im Pfaffenhofener
Kurier vom 13.Februar 2007, Seite 28
Fotos
Zusätzliche
Infos zusammengestellt vom OGV (PDF-Format)
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Letzte Änderung am
19.12.2007 (TbF) 
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