Kloster-Medizin,
Geheimnisse aus dem Klostergarten
SANFTE HILFE:
Mönche und Nonnen waren früher so etwas wie praktische Landärzte.
Ihr uraltes Heilwissen ist jetzt wieder gefragt. Gott sei Dank!
Unsere Großmütter schworen noch darauf: mit Zucker eingedickter Zwiebelsaft gegen
Husten. Salbeitee bei Halsschmerzen. Und Leinsamen, wenn es im Magen zwickt. Heute sind
diese Heil-Geheimnisse aus dem Klostergarten fast in Vergessenheit geraten. Medikamente
aus dem Chemielabor haben sie verdrängt. Doch jetzt geht der Trend wieder zurück zur
Natur. Zu sanften Heilmitteln ohne Risiken und Nebenwirkungen. Was Sie über
Kloster-Medizin wissen sollten.
Was genau ist Kloster- Medizin?
Ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm, das Krankheiten mit Heilpflanzen kuriert und
Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.

Wer hat sie entdeckt?
Als Vater der Kloster-Medizin gilt Benedikt von Nursia (480-547), der auch den
Benediktiner Orden gründete. Er ordnete an, dass seine Mönche Lesen und Schreiben lernen
und die medizinischen Texte der antiken Gelehrten kopieren. Denn Benedikt erkannte den
Wert dieser Schriften: Hier stand das komplette Wissen um die damals schon bekannten
Heilpflanzen. Auch die Heilige Hildegard von Bingen befasste sich im 12. Jahrhundert mit
den Klosterkräutern und übersetzte erstmals deren lateinische Namen in volkstümliche
Bezeichnungen. Doch schon früher wurde versucht, mit Naturmitteln zu heilen. Das belegen
über 5000 Jahre alte babylonische Keilschrifttafeln mit Pflanzenporträts. Und die
Ägypter nutzten bereits um 2500 v. Chr. die antibakterielle Wirkung von Zwiebeln und
Knoblauch.

Wieso war Kloster-Medizin so wichtig?
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung lag allein in den Händen der Mönchsärzte.
Für sie war es die einzige Möglichkeit, die Armen und Kranken, die zu ihnen kamen, zu
versorgen. Während man im frühen Christentum (1.-2. Jhd. n. Chr.) noch glaubte,
Krankheit sei selbst verschuldet und gottgewollt, öffneten die Mönche ihre Tore allen
Hilfe suchenden. "Dem Kranken diene, wie dem Herrn Jesus selbst", heißt es auch
in Benedikts Klosterregeln.

Woher kamen die Heilkräuter?
Aus Feld, Wald und den Klostergärten, denn exotische Kräuter waren zu teuer. Damit alte
Klöster gut sortierte Selbstversorger sein konnten, ordnete Karl der Große um 800 an,
dass mindestens 90 unterschiedliche Kräuter in allen Klöstern angebaut werden rnussten.
Zusätzlich brachten italienische Mönche mediterrane Kräuter wie Salbei oder Kamille
über die Alpen.

Wo sollte man Kräuter heute kaufen?
Einige, wie Pfefferminze oder Rosmarin, können Sie im eigenen Garten oder auf der
Fensterbank ziehen. Getrocknete Krauter und auch fertige Teemischungen bekommen Sie
preiswert in Apotheken und Reformhäusern. Kaufen Sie frische Kräuter nur aus
biologischem Anbau.

Bei welchen Krankheiten hilft Kloster-Medizin
besonders gut?
Gegen fast jede Krankheit ist ein linderndes Kraut gewachsen. Bewährt hat sich die
Kloster-Medizin vor allem bei Stresserkrankungen wie Schlafstörungen, Panikattacken oder
Magen-Darm-Beschwerden. Aber auch bei Erkältungen, Kopf- und Muskelschmerzen kann sie
eine große Hilfe sein. Probieren Sie es aus!
Julia Streitz
Veröffentlicht in FERNSEHWOCHE 37/04, S.86 ff.
Eines noch: Natürliche Arzneipflanzen können zwar lindern
und heilen, sind aber kein Ersatz für notwendige medizinische Maßnahmen wie Operationen
oder synthetisch hergestellte Arzneimittel. Außerdem können sie keine gründliche
ärztliche Diagnose ersetzen. Es empfiehlt sich daher immer, mit dem Arzt über die
Gründe für die
Einnahme von pflanzlichen Mitteln zu sprechen.

Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, entzündungshemmende Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe). |
Arnika |
Heilwirkung:
Arnikasalbe hilft bei Gelenk- und Nervenschmerzen. Prellungen und Verstauchungen lässt
sie abschwellen. Als verdünnte Tinktur wirkt Arnika bei Mund- und Rachenentzündungen. |
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Experten-Tipp: Gegen
akute Muskelschmerzen 4 TL Arnikablüten mit einer Tasse Wasser überbrühen. Ein
Baumwolltuch mit dem abgekühlten Aufguss tränken, auf die schmerzende Stelle legen. |

| Inhaltsstoffe: Die Blätter enthalten
den verdauungsfördernden Bitterstoff Cynarin und entzündungshemmende Flavonoide. |
Artischocke |
| Heilwirkung: Artischockenblätter
fördern die Fettverdauung und wirken ausgleichend auf den Cholesterinspiegel. Außerdem
lindern sie Magen-Darm-Störungen. |
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| Experten-Tipp: 1 TL zerstoßene
Artischockenblätter (Reformhaus) mit 0,2 l Wasser aufbrühen, 10 Min. ziehen lasen. Vor
dem Essen trinken. |

| Inhaltsstoffe: Das Kraut enthält
unter anderem Gerb- und Bitterstoffe sowie Glycoside, die schmerz- und entzündungshemmend
wirken. |
Augentrost |
| Heilwirkung Seit Urzeiten wird
Augentrost zum Spülen bei Bindehautentzündungen, Gerstenkörnern und bei Heuschnupfen
als Tee eingesetzt. |
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| Experten-Tipp: Bei
Bindehautentzündung eine Mischung aus je 1 TL Augentrost, Fenchel, Kamille mit einer
Tasse Wasser überbrühen. 1 Prise Meersalz hinzufügen. Abfiltern. Lauwarm die Augen
damit 2-3 Minuten spülen. |

| Inhaltsstoffe: Verwendet werden die
Wurzeln, die ätherische Öle und beruhigende Valerensäure enthalten. |
Baldrian |
| Heilwirkung: Bei Unruhe, Gedankenflut
und Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel Nr. 1 |
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| Experten-Tipp: Für einen Schlaftrunk
schon morgens 2 TL zerkleinerte Baldrianwurzel mit 1 Tasse Wasser übergießen. 12 Stunden
ziehen lassen. Abseihen. Leicht erwärmt vor dem Schlafengehen trinken. |

| Inhaltsstoffe: Kraut und Wurzeln
enthalten Gerbstoffe und Allantoin, das die Durchblutung anregt und Zellen regeneriert. |
Beinwell |
| Heilwirkung: Bei Quetschungen,
Verstauchungen, Kniegelenkentzündungen, Blutergüssen, offenen Beinen, Arthrose. |
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Experten-Tipp: Für einen Umschlag
Beinwell-
wurzel-Pulver (Apotheke) mit Wasser zu einem Brei mischen, als Wickel über Nacht auf die
betroffene Stelle legen. |

| Inhaltsstoffe: Eisen, Kieselsäure,
sowie Kalzium und Kalium (entzündungshemmend, entwässernd), verdauungsförderndes
Histamin. |
Brennnessel |
Heilwirkung: Brennnesselblätter sind
Tausendsassas. Sie helfen gegen Blasen-
krankheiten, Galle- und Leberbeschwerden. Die Wurzel wirkt nachweislich bei Prostata-
beschwerden. Außerdem fördert die Brennnessel den Haarwuchs. |
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| Experten-Tipp: Bei Blasenbeschwerden
täglich 2 bis 3 Tassen Brennnessel-Tee trinken. Auch Preisel-, Johannisbeer- und
Himbeersaft helfen. |

| Inhaltsstoffe: Êiweiß, wertvolle
Fettsäuren, B-Vitamine (gut für die Nerven). Phosphor, Zink, Eisen, Magnesium. Im
Haferstroh außerdem entzündungshemmende Stoffe wie das Alkaloid Avenin. |
Hafer |
| Heilwirkung: Hafer gibt neue Kraft
nach schweren Krankheiten (Grippe), sowie bei Erschöpfungs- zuständen und
Überforderung. Haferstroh hilft bei entzündlichen Hautkrankheiten. |
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| Experten-Tipp: Bei Hauterkrankung
einen Sud aus Haferstroh als Badezusatz verwenden (100g Haferstroh auf 2-3 l Wasser). |

| Inhaltsstoffe: Die Hopfenzapfen
enthalten Gerb- und Aromastoffe sowie beruhigende und Bakterien hemmende Bitterstoffe. |
Hopfen |
| Heilwirkung: Hopfen hilft gegen
Ruhelosigkeit und Angstzustände. Er wird außerdem bei Blasen- und Nierenleiden und im
Klimaktrium angewandt. |
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| Experten-Tipp: Für mehr Gelassenheit
mittags und abends 1 TL Hopfenzapfen mit 1 Tasse Wasser übergießen. Ziehen lassen.
Abseihen und trinken. |

| Inhaltsstoffe: Die Wurzel enthält
neben magenwärmenden Scharfstoffen ätherische Öle, die dämpfend auf das Nerversystem
wirken und zugleich die Produktion von Magensäften anregen. |
Ingwer |
| Heilwirkung: Die seit jahrtausenden
bekannte Wurzel wirkt gegen Übelkeit bei Migräne ebenso wie bei Reisekrankheit und
Reizmagen. |
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| Experten-Tipp: Bei Brechreiz 1g
frischen Ingwer fein reiben und mit etwas Flüssigkeit einnehmen. |

| Inhaltsstoffe: Nerverberuhigendes
Hypericin ebenso wie Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe), Gerbstoffe und ätherische Öle. |
Johanniskraut |
| Heilwirkung: Es gehört zu den
großen Heilpflanzen bei depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen,
Verdauungsbeschwerden. Äußerlich wirkt das Öl bei Verletzungen, Verbrennungen und
gereizter Haut. |
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| Experten-Tipp: Bei
Niedergeschlagenheit 2 TL Johanniskraut mit 1 Tasse Wasser zum Kochen bringen. Abseihen,
trinken. Achtung: Schwere Depressionen nicht selber behandeln. |

| Inhaltsstoffe: Ätherische Öle,
hautberuhigendes Azulen und den angenehmen Duftstoff Cumarin. |
Kamille |
| Heilwirkung: Die Kamille ist
vielseitig, wirkt bei Haut-, Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen, lindert
Erkältungsbeschwerden. Als Tee hilft sie bei Magen-Darmerkrankungen. Als Bad bei
Entzündungen im Genitalbereich. |
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| Experten-Tipp: Für ein
Erkältungs-Dampfbad eine Hand voll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergießen. Den
Dampf 10 Minuten lang tief einatmen. |

| Inhaltsstoffe: Selen und Saponin
bekämpfen Bakterien und Pilze, verdünnen das Blut und machen Knoblauch zu einem
natürlichen Anti-Aging-Mittel. |
Knoblauch |
| Heilwirkung: Knoblauch, der schon den
Pyramidenbauern Kraft geben sollte, hilft gegen Bluthochdruck und Arteriosklerose, senkt
den Cholesterinspiegel und hilft äußerlich gegen Warzen. |
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| Experten-Tipp: Eine Zehe zerdrücken,
auf die Warze streichen. Über Nacht einwirken lassen. |

| Inhaltsstoffe: Hauptwirkstoff ist
ätherisches Öl, das die Magensaftproduktion anregt und krampflösend wirkt. |
Kümmel |
| Heilwirkung: Bei Völlegefühl,
Blähungen, Bauchschmerzen bei Kindern. Ein paar zerkaute Kümmelsamen beseitigen
Mundgeruch. |
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| Experten-Tipp: 1,5 TL Kümmelsamen
zerdrücken, mit 1 Tasse Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen; täglich
1 bis 3 Tassen trinken. |

| Inhaltsstoffe: Die Kerne des
steierischen Ölkürbis enthalten u.a. Pflanzenhormone, Vitamin E, Magnesium, Selen und
Zink, das für die Zellteilung wichtig ist. |
Kürbiskerne |
| Heilwirkung: Die Pflanzenhormone in
den Kürbiskernen beeinflussen den männlichen Hormonspiegel und werden bei
Prostatavergrößerung, Reizblase und bei Impotenz eingesetzt. |
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| Experten-Tipp: Bei Reizblase drei
Monate lang täglich 2 EL Kürbiskerne zerkaut mit 1 Glas Wasser einnehmen. |

| Inhaltsstoffe: Im reifen Samen sind
vor allem Ballaststoffe wie Zellulose, Proteine und Öle enthalten. |
Leinsamen |
| Heilwirkung: Lein, eine der ältesten
Kulturpflanzen der Welt, hilft gegen Magenentzündung, Reizdarm, Verstopfung sowie
Hautentzündungen. Klinische Studien lassen vermuten, dass Leinsamen vor Darm- und
Brustkrebs schützt. |
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| Experten-Tipp: Bei Verstopfung 3-mal
täglich 1-2 EL frisch gequetschten Leinsamen (Reformhaus) mit 2 Gläsern lauwarmem Wasser
trinken. |

| Inhaltsstoffe: Die Früchte enthalten
das wichtige Silymarin, das die Leber schützt und zur Bildung neuer Leberzellen anregt. |
Mariendistel |
| Heilwirkung: Bei Lebererkrankungen
sowie Hepatitis, sowie bei Leberschäden durch Umweltgifte, Medikamente und Alkohol. |
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| Experten-Tipp: Für einen
entgiftenden Tee je 1 TL Fenchel und Mariendistelfrüchte im Mörser zerstoßen. Mit 1/8 l
heißem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, eine Tasse nach dem Essen trinken. |

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl,
entzündungs-
hemmende Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe), Bitterstoffe. |
Ringelblume |
| Heilwirkung: Ringelblumenblüten
helfen bei Entzümdungen im Mund und Rachen, bei schlecht heilenden Wunden, Eiterungen und
Venenentzündungen. |
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| Experten-Tipp: Zum Gurgeln oder zur
Reinigung von verschmutzten Wunden 1-2 TL Blüten mit 1 Tasse Wasser überbrühen. 10
Minuten ziehen lassen, abseihen, mehrmals täglich gurgeln oder spülen. |

| Inhaltsstoffe: Die Blätter enthalten
ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe und Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe);
Rosmarinöl besteht bis zu 23% aus anregendem Kampfer. |
Rosmarin |
Heilwirkung: Die Rosmarinblätter
wirken äußerlich bei niedrigem Blutdruck, schlechter Durchblutung, rheumatischen
Schmerzen, Erschöpfungs-
zuständen. Innerlich als Tee bei Verdauungsbeschwerden. |
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| Experten-Tipp: Bei Rheuma und
Kreislaufbeschwerden 15 Tropfen Rosmarinöl mit einem Becher Sahne vermischen. Ins 38 Grad
warme Badewasser gießen. 20 Minuten darin baden (nicht vor dem Schlafengehen anwenden). |

| Inhaltsstoffe: Neben Bitter- und
Gerbstoffen vor allem ätherische Öle. Die Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe) in den
Blättern halten Viren und Bakterien in Schach. |
Salbei |
| Heilwirkung: Der Tee hilft bei
Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, lindert Asthma und beruhigt den Magen.
Im Sommer verhindert Salbeitee übermäßiges Schwitzen. |
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| Experten-Tipp: Zum Gurgeln bei
Halsschmerzen 2 TL Salbeiblätter mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen
lassen, abseihen. Mehrmals täglich gurgeln. |

| Inhaltsstoffe: Das alte
Indianermittel enthält als Hauptbestandteil Echinacosid, das krankmachende Bakterien im
Blut zerstören kann. |
Sonnenhut |
| Heilwirkung: Die Tinktur wird
innerlich zur Stärkung der Abwehrkräfte, bei Infektionskrankheiten z.B. grippalen
Infekten, Bronchitis, Entzündungen der Harnwege und des Unterleibs eingesetzt.
Äußerlich als Umschlag zur Förderung der Wundheilung. |
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| Experten-Tipp: Nicht bei hohem Fieber
anwenden. |

| Inhaltsstoffe: Neben Gerbstoffen und
Flavonoiden enthält Thymiankraut ätherisches Öl mit dem Wirkstoff Thymol. Es löst
Hustenkrämpfe und transportiert den Schleim ab. |
Thymian |
| Heilwirkung: Bei allen Arten von
Husten. Außerdem bei rheumatischen Beschwerden. |
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| Experten-Tipp: Bei rheumatischen
Beschwerden 10 ml Thymianöl mit 40-prozentigem Alkohol mischen und die betroffenen
Körperstellen damit einreiben. |

| Inhaltsstoffe: Die Rinde von zwei-
bis dreijährigen Weidenzweigen, die gepulvert und getrocknet wird, enthält als
wichtigsten Stoff Salicin, das die Leber in entzündungehemmende Salicylsäure umwandelt. |
Weidenrinde |
Heilwirkung: Entzündungshemmend,
fiebersenkend. Lindert Kopf- und Rheuma-
schmerzen, hilft auch bei Gicht. |
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| Experten-Tipp: Bei Schmerzen 1 TL
geschnittene Rinde (Apotheke) mit 1 Tasse Wasser überbrühen. Abseihen. 5-8 Tassen über
den Tag verteilt trinken. |

| Inhaltsstoffe: Blätter, Blüten und
Früchte enthalten Flavonoide, Gerbstoffe und so genannte Procyanidine die das Herz
kräftigen. |
Weissdorn |
Heilwirkung: Der "Baldrian des
Herzens" hilft bei Herzrasen und Herzinsuffizienz (einem Erschlaffen des
Herzmuskels), die hauptsächlich bei älteren Menschen auftritt, sowie bei leichten
Herzrhythmus-
störungen. |
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| Experten-Tipp: Zur Stärkung der
Herz-Kreislauf-Funktion 2 TL Weißdorn-Blätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen.
15 Minuten ziehen lassen. 3-4 mal täglich eine Tasse trinken. |

| Inhaltsstoffe: Alles, was gut ist,
wie ätherisches Öl, Mineralien (Kalium, Kalzium, Eisen, Jod, Sele), die das Immunsystem
auf Trab bringen, den Blutdruck senken, Gefäße stärken, Bakterien hemmend und Blutfett
senkend sind. |
Zwiebel |
| Heilwirkung: Bei Appetitlosigkeit,
altersbedingter Gefäßverkalkung, Husten, Mittelohrentzündung, Insektenstichen. |
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| Experten-Tipp: Bei Husten 5 Zwiebeln,
5 EL Zucker und 1/4 L Wasser zu einem Saft verkochen. Täglich 5mal 1 EL einnehmen. |

Quelle: FERNSEHWOCHE Nr.37/04
Fotos: Wikipedia

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