Inhaltsverzeichnis

 

Geleitwort

 Geschichte des Ortsteiles Gerolsbach

Die schönsten Sagen, Legenden und Geschichten

Baudenkmäler

Archäologische Denkmäler

Naturdenkmäler

 

Baudenkmäler

Nach einer Quelle von 1269 kam Gerolsbach durch Heinrich den Zänker an das Freisinger Domkapitel, das es um 1000 dem "Comes Otto" auf Lebenszeit verpfändete. Seit Ende des 11.Jhs. im Besitz von Freisinger Ministerialen; ein Schloß stand bei der Aichmühle am Gerolsbach. Seit dem 14.Jh. wird Gerolsbach als Dorfgericht bezeichnet. 1509 trat das Domkapitel die Propstei an das Landgericht Schrobenhausen ab. Erst 1723 eine geschlossene Hofmark des Freisinger Domkapitels

 

Wo

Beschreibung

Bild
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Gerolsbach, Propsteistraße 7 Ehemalige Propstei, jetzt Gasthaus Breitner; mit Steilsatteldach, erbaut 1716, über dem Eingang Stuckrelief mit Bauinschrift 1716.

Das Relief zeigt eine Muttergottes auf der Mondsichel

Ehemalige Propstei in Gerolsbach

Hausrelief von 1716 an der ehem. Propstei in Gerolsbach

Gerolsbach, St.-Andreas-Straße 3 Gasthaus zur Post, im Kern 18.Jh.

Gasthaus Zur Post in Gerolsbach

Gerolsbach, St.-Andreas-Straße 6 Hausfigur (Wieschristus), Mitte 18.Jh., große Nischenfigur des Christus in der Rast

Hausfigur in Gerolsbach

Gerolsbach, St.-Andreas-Straße 7 Kath. Pfarrkirche St. Andreas, Erbaut 1848/50; mit Ausstattung.

Bau in historisierenden Formen. Südseitiger Turm mit Treppengiebelblende und achtseitigem Spitzhelm. Am eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor gestufte Strebepfeiler. - Im Innern Balkendecken auf Unterzügen, zweigeschossige Westempore. - Einheitliche neuromanische Ausstattung: drei Altäre, Kanzel, Kreuzweg. Die ehemaligen Seitenaltarbilder -hl. Sebastian und Maria mit Kind - auf der Orgelempore. Auf dem linken Seitenaltar eine Pietà des 18.Jhs. Im Chor eine Anna-Selbdritt-Gruppe, wohl Mitte 17.Jh., bewegte Rokokofigur des hl. Johann Nepomuk

Kirche St. Andreas in Gerolsbach

Hochaltar der Kirche St. Andreas in Gerolsbach

Innenansicht 1 der Kirche St. Andreas in Gerolsbach

Innenansicht 2 der Kirche St. Andreas in Gerolsbach

Gerolsbach, St.-Andreas-Straße 7 Im Kirchhof eine neugotische Mariensäule, errichtet 1875, 1977 renoviert

Mariensäule in Gerolsbach

Gerolsbach, St.-Andreas-Straße 7 Alter Teil der ehemaligen Friedhofsmauer mit halbrunden Deckziegeln, wohl 18.Jh.

Ehemalige Friedhofsmauer in Gerolsbach

Gerolsbach, St.Andreas-Straße 9 Pfarrhaus, um 1910.

Malerisch asymmetrisch gegliederter Bau mit Erker, Zwerchhaus und Annexbau. Im Giebel Lisengliederung

Pfarrhaus in Gerolsbach

Gerolsbach, Schrobenhausener Straße 6 Kath. Friedhofskapelle St. Salvator. Stattlicher Bau des mittleren 18.Jhs.; mit Ausstattung: am neuen Friedhof.

Eigentlicher Titel der Kapelle: Unseres Herren Ruh. - Saalbau mit Pilastergliederung und umlaufendem, verkröpften Gesims, Giebelturm mit verschindelter Laternenkuppelhaube. Der verschliffene Übergang zum Chorpolygon lässt auf Einbeziehung eines älteren Vorgängers schließen. - Der lange Saalraum hat eine erneuerte Holzdecke. - Volkstümliche Ausstattung. Auf der Mensa Schnitzfigur des Christus in der Rast (Herrgottsruh), seitlich an den Wänden büßende Seelen im Fegfeuer, 18.Jh. - Stuhlwangen mit Rocailleschnitzerei, Mitte 18.Jh. - Votivgaben und -bilder des mittleren 19.Jhs. - Alter Opferstock

Friedhofskapelle in Gerolsbach

Bergern (Gemarkung Gerolsbach) Kapelle, 18./19.Jh.; mit Ausstattung.

Halbrund geschlossener, schwach eingezogener Chor, die Schiffsflanken werden durch je eine große Rechteckblende gegliedert. - Das Schiff ist über profiliertem Gesims flachgedeckt; mit Rahmenstuck. - Der Chor ist durch ein Holzgitter abgeschlossen. - Bäuerlich volkstümliche Ausstattung des 18./19.Jhs.: Muttergottes in Stoffgewand, Rokokobilder der hl. Stephanus und Ignatius, kolorierte Heiligendrucke, eine 1846 datierte Votivtafel.

Kapelle bei Bergern

Innenansicht der Kapelle bei Bergern

Eisenhut (Gemarkung Gerolsbach) Kath. Filialkirche St. Maria Magdalena. Kern um 1400; Umgestaltung im 18.Jh.; mit Ausstattung.

Die kleine Kirche liegt malerisch am östlichen Rand des Weilers. - Schon im 18.Jh. bekrönte ein eiserner Hut (inzwischen mehrmals erneuert) das Kirchendach in Anspielung auf den Pfaffenhofener Bierbräu Leonhard Eysenhut, der 1510 den Chor erneuern ließ.

Saalbau mit eingezogenem, rechteckigen Chor und dreiseitig abschließender Sakristei, in welcher sich eine Weihetafel von 1763 befindet. Westliches Vorzeichen. Südöstlich über dem Chor erhebt sich der Turm mit blendengegliedertem Oktogon und Zwiebelhaube. - Der Chor hat ein Kreuzrippengewölbe; gotischer abgeschrägter Chorbogen. Im Langhaus eine gefelderte Holzdecke, die im 18.Jh. mit volkstümlichen Darstellungen der Apostel und des Salvators, der Maria sowie der hl. Maria Magdalena und Martin bemalt wurde, jedes einzelne Feld den Stifter mit Herkunftsort nennend.

Die Altäre stammen aus der 2.Hälfte des 17.Jhs.; Hauptaltarblatt 19.Jh., seitliche Schnitzfiguren der hl. Martin und Leonhard, um 1500. Auf dem nördlichen Seitenaltarblatt die Vierzehn Nothelfer, Ende 17.Jh., südlich hl. Martin, 18.Jh. (beschädigt), Seitenfiguren des hl. Wolfgang und Nikolaus sowie Figuren der hl. Franziskus und Antonius von Padua (?) im Chor, Ende 17.Jh. - An der nördlichen Langhauswand große Figur des hl. Michael, 1.Hälfte 17.Jh., gegenüber Standfigur des Gegeißelten, 17. Jh., etwa aus gleicher Zeit ein sitzender Herrgott in der Ruh. Kruzifix mit Mater dolorosa, Anfang 16.Jh. - Emporenbrüstung mit gemalten Engelsköpfen, dazwischen Ölbilder der hl. Antonius und Florian sowie Szenen in Zeitkostümen des 18.Jhs. - Sakristeitüren bemalt mit den hl. Franziskus und Florian. - Einfache Kanzel des 17. Jhs. An der Emporentüre ein auf den Betrachter mit Armbrust zielender Tod, darüber Memento-mori-Inschrift, wohl vom Maler der Decke.

Kath. Filialkirche St. Maria Magdalena in Eisenhut

Tür zur Empore der Kath. Filialkirche in Eisenhut

Innenansicht 1 der Kath. Filialkirche in Eisenhut

Innenansicht 2 der Kath. Filialkirche in Eisenhut

Langhaus, Deckenmalerei, 18. Jh., der Kath. Filialkirche in Eisenhut

Finkenzell (Gemarkung Gerolsbach) Haus Nr. 2 Eingeschossiges Kleinbauernhaus mit Greddach über Balkenköpfen, Anfang 19.Jh.

Kleinbauernhaus in Finkenzell 2

Gerenzhausen (Gemarkung Gerolsbach) Haus Nr. 3 Mörtelplastik (hl. Florian), um 1870/90; am Wirtschaftsgebäude

Mörtelplastik in Gerenzhausen 3

Kleinhub (Gemarkung Gerolsbach) Haus Nr. 1 Aufgedoppelte Haustür, Anfang 19.Jh.

Haustür in Kleinhub 1

Kleinhub (Gemarkung Gerolsbach) Stattliche Hofkapelle. Erbaut 1883; mit Ausstattung

Bau mit spitzbehelmten Dachreiter. - Im Schiff eine Flachdecke über Holzkehle mit profilierten Gesimsen, im gewölbten Chor ein volkstümlicher neuromanischer Altar mit Figuren aus verschiedenen Zeiten

Hofkapelle in Kleinhub

Innenansicht der Hofkapelle in Kleinhub

Saulbach (Gemarkung Gerolsbach) Wegkreuz, 17.Jh.: Südlich an der Straße

Wegkreuz bei Saulbach

Schachach (Gemarkung Gerolsbach) Kapelle, 2.Hälfte 19.Jh.; mit Ausstattung; bei Haus Nr. 12

Bau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenen Chor und Dachreiter mit Spitzhelm

Kapelle in Schachach

Siebeneich (Gemarkung Gerolsbach) Haus Nr. 1, Mörtelplastiken (hl. Florian und Leonhard, Pferd), um 1870/90; am Wirtschaftsgebäude

Mörtelplastik in Siebeneich 1

Entnommen dem Buch "Denkmäler in Bayern, Band I.19, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm: Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, Aufnahmen von Joachim Sowieja, mit einem Beitrag von Karl Heinz Rieder", erschienen 1992 im Karl M.Lipp Verlag, Meglingerstr. 60, München

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Archäologische Denkmäler

Gemarkung Gerolsbach

Beschreibung

Bild/Karte

TK 7534; Flurkarte NW 18-08;

Flur "Zadergrund"

Verebnete Grabhügelgruppe im Luftbild. Aus einem der Gräber hallstattzeitliche Funde.

Ca. 1200 m nord-nordöstlich der Kirche von Singenbach

 
TK 7534; Flurkarte NW 18-07;

Flur "Schloßgarten"

Frühmittelalterliche Abschnittsbefestigung auf einem breiten, von Osten an das Tal des Gerolsbaches herantretenden Vorsprung. Durch starken Bewuchs teilweise schlecht einsehbare Anlage. Der Innenraum ist von Westen nach Osten rund 130 m lang. Er wird im Osten durch eine stark verebnete Wallgrabenkombination begrenzt, die fast geradlinig über den Rücken zieht; innere Wallhöhe bis 0,5 m, Differenz Grabensohle - Wallkrone maximal 1,0 - 1,4 m. Im Norden folgen die Befestigungselemente der Hangkante. An der gegenüber- liegenden Seite setzt sich der Graben in die südwestliche Bergflanke fort, wo er noch als Stufe zu erkennen ist.

Ca. 1050 m ostnordöstlich der Kirche von Gerolsbach

 

Entnommen dem Buch "Denkmäler in Bayern, Band I.19, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm: Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, Aufnahmen von Joachim Sowieja, mit einem Beitrag von Karl Heinz Rieder", erschienen 1992 im Karl M.Lipp Verlag, Meglingerstr. 60, München

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Naturdenkmäler

Gemarkung Gerolsbach

Beschreibung

Bild/Karte

Nördlich des Anwesens Hudlhub Nr. 1 3 Eichen  
Südostseite der Kirche in Gerolsbach 1 Kastanie  

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© Heinrich Pommé Gemeinde Gerolsbach
Letzte Änderung dieser Seite am: 26.06.2008  
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