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Baudenkmäler
784 gründete Helmker
eine Kirche in Singenbach. Seit 1200 ist ein sich nach dem Ort
nennender Adel (Minnenbach), der im 14.Jh. angesehene Funktionen am
Hofe Kaiser Friedrichs innehatte, archivalisch greifbar. Um 1400 war
ein Minnenbach Abt von Scheyern. Das Dorfgericht in Minnenbach
jedoch oblag während des 14.Jhs. den Preysingern von Schwaben, um
1400 Übergang an die Fraunberger zu Taufkirchen. 1433 erwarb
Matheus Kamer zu Jetzendorf ein Viertel des Besitzes. 1525 als
geschlossene Hofmark angeführt mit Schloß und Sitz des Veith von
und zu Kamer, Jetzendorf und Minnenbach. 1556 durch Heirat an die
Lösch von Hilgertshausen, die hier 1574 die volle Edelmannsfreiheit
erlangten. Ende des Jahrhunderts Umbenennung von Minnenbach in
Singenbach. Durch Heirat 1618-40 im Besitz der Familie Rheindorf,
1641 an Hofkammerdirektor Johann Niedermayer.
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Wo |
Beschreibung |
Bild
(Zum Vergrößern
bitte Miniaturbild anklicken) |
| Dallach
(Gemarkung Singenbach) |
Haus Nr. 2,
Eingeschossiges Bauernhaus mit Giebelknauf und alten Fenstern, Anfang
19.Jh.
Greddachhaus mit vierachsiger Giebelseite
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| Oberbuch
(Gemarkung Singenbach) |
Haus
Nr. 1, Eingeschossiges Bauernhaus, gut erneuert, Mitte 19.Jh.
Reizvolle Anlage um Hof mit
hakenförmig verbundenem, ehemaligen Stall- und Scheunengebäude, ferner
mit Hühnerstall und Backhäusl. Daneben ein von Bäumen umgebener Weiher. |

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| Oberzell
(Gemarkung Singenbach) |
Hofkapelle,
2.Hälfte 19.Jh.; mit Ausstattung Der
eingezogene, halbrunde Chor ist gewölbt. |

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| Maria
Zell (Gemarkung Singenbach) |
Kath.
Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt (Maria Zell). Chor 15. Jh., Langhaus
17.Jh., Turm 19.Jh.; mit Ausstattung
Der Bau wird durch
spitzbogige Fenster gegliedert, nur das westliche Paar ovalförmig. An der
Langhausnordseite steht der Turm mit polygonalen Aufsatz und Spitzhelm
über Dreiecksgiebeln. - Der Chor mit 5/8-Schluß besitzt ein
Netzgewölbe. Ein spitzer Chorbogen vermittelt zur flachen Langhausdecke
mit kleinteiligem Rahmenstuck des 16.Jhs. - Der Hochaltar ist ein
figurenreiches Säulenretabel, um 1680, wohl unter dem Eindruck von
Sandizell im 18.Jh. verändert zum Bühnenaltar mit einer von rückwärts
beleuchteten Schnitzgruppe der Heiligen Familie. Seitlich stehen die hl.
Johannes Ev. und Johannes Bapt., im Auszug Relief der Marienkrönung. Auf
dem Tabernakel Figur des Auferstandenen, Anfang 16.Jh. - Seitlich des
Chorbogens Heiligenfiguren des 18.Jhs.. An der Langhaussüdwand Figur des
hl. Nikolaus, um 1525, und volkstümliche weibliche Heilige (Elisabeth ?),
1.Hälfte 16.Jh. Gegenüber eine große Kreuzigungsgruppe, um 1600. - An
den Kirchenwänden Rotmarmor-Grabplatten des Adels, u.a. für Johann
Nidermair (Niedermayer) von und zu Altenburg (+1695), mit großem
Wappenrelief und für Maria Leopoldina Freifrau von Nidermair,
Hofmarksfrau von Singenbach und Altenburg (+1788). |

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| Singenbach |
Kath.
Filialkirche St. Stephan. Erbau im 15.Jh., Umgestaltung 18.Jh.; mit
Ausstattung
Halbrund geschlossener
Saalbau mit südlichem, gefasten Spitzbogenzugang. Im Westen ein
schlanker, schiefstehender Sattelturm mit schwach abgetrennten Giebeln und
gotischen Öffnungen. - Der Innenraum mit erneuerte Holzfelderdecke. - Der
Hochaltar ist ein Retabel mit glatten und gewundenen Säulen, 2.Hälfte
17.Jh. Das Altarblatt zeigt den hl. Stephanus mit den beiden
Wetterheiligen (?) über der Dorfvedute. Die Seitenaltäre in Rokokoformen
gehalten, der nördliche mit der seltenen Darstellung von Sonne und Mund
über Jerusalem. An der südlichen Wand ein Altarbild mit Baldachinaufsatz
in späten Rokokoformen, darin Figur des hl. Joseph, im Schrein darunter
spätgotische Figur des Muttergottes, im Rokoko überarbeitet, von
Votivgaben umgeben. - Gegenüber eine Nischenfigur des Christus in der
Rast, darüber das Entstehungsjahr 1769. - Großer barocker Kruzifixus,
Kreuzigungsgruppe mit bewegten Rokokofiguren.- Einige bemerkenswerte
Schnitzfiguren sind ausgelagert: die Wetterheiligen Johannes und Paulus,
um 1480, hl. Stephanus, um 1500, wahrscheinlich ebenfalls spätgotisch
eine etwas derbere Arbeit des hl. Johannes d.T.: Werke des 17./18.Jhs.:
Anna Selbdritt, ein Gnadenstuhl, um 1680, wohl ebenfalls noch 17.Jh. die
hl. Katharina und Barbara, feinmodellierter Kruzifixus und
Schmerzensmutter. |


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| Singenbach,
Alberzeller Straße 7 |
Ehem.
Schloß, jetzt Gasthof, im Kern 1.Hälfte 16.Jh. |

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| Singenbach,
Klenauer Straße 2 |
Gasthaus;
stattlicher Bau mit Steilgiebel und kleinem Anbau, Putzgliederung, im Kern
18.Jh.; Mörtelplastik (Brustbild des Wirtes), um 1870/90; am
Wirtschaftsgebäude.
Die Traufseitfront weist
genutete Ecklisenen und ein Bandgesims auf. |

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| Zwischen
Singenbach und Maria Zell (Gemarkung Singenbach) |
Wegkapelle.
Erbaut 1840; an der Straße nach Aichach |

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| Wolfertshausen
(Gemarkung Singenbach) |
Haus
Nr. 2. Bauernhaus mit Putzdekor, Anfang 20.Jh., gut erneuert. |

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Entnommen dem Buch "Denkmäler in Bayern,
Band I.19, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis
Pfaffenhofen a.d.Ilm: Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische
Geländedenkmäler, Aufnahmen von Joachim Sowieja, mit einem Beitrag von Karl
Heinz Rieder", erschienen 1992 im Karl M.Lipp Verlag, Meglingerstr. 60,
München
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Archäologische
Denkmäler
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Gemarkung Singenbach |
Beschreibung |
Bild/Karte |
| TK
7534; Flurkarte NW 17-08
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Reste
eines Burgstalles, unmittelbar westlich der Kapelle in Singenbach |
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| TK
7534; Flurkarte NW 17-08
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Siedlungsspuren
unbekannter Zeitstellung im Luftbild. Ca. 570 m nördlich der Kirche von
Singenbach |
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| TK
7534; Flurkarte NW 17-08
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Kleine
runde Erhebung, möglicherweise Burgstall oder Kirchhügel.
Ca. 400 m östlich der Kirche von Singenbach |
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Entnommen dem Buch "Denkmäler in Bayern,
Band I.19, Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis
Pfaffenhofen a.d.Ilm: Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische
Geländedenkmäler, Aufnahmen von Joachim Sowieja, mit einem Beitrag von Karl
Heinz Rieder", erschienen 1992 im Karl M.Lipp Verlag, Meglingerstr. 60,
München
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