Ein Präpositionalobjekt kann repräsentiert
werden durch einen präpositionalen
Ausdruck, einen Gliedsatz, einen Infinitiv
mit "zu", ein Pronominaladverb.
Das Präpositionalobjekt lässt sich
vom Verb her nur mit seiner Präposition
erfragen, z.B. »Auf wen / worauf? hoffst
du?«
Der Akkusativ von »wen«
spielt keine Rolle, denn er hängt von »auf«
und nicht von »hoffen«
ab. Die Antwort ist aber auch nicht »lokal« zu verstehen, hat
also nichts mit einem Adverbiale zu tun!
Beispiele:
-
Ich hoffe
auf einen warmen Sommer.
-
Ich warte auf
den Freund.
-
Ida passt auf
ihre Schwester auf.
-
Udo bricht in
Tränen aus.
-
Er fragt nach
dem Befinden.
-
Ich las nur Gutes über
diesen Film.
-
Ich hoffe, dass
du gut nach Hause kommst.
-
Er hoffte, die
Prüfung zu bestehen.
-
Er zweifelte,
ob sie es ehrlich meinte.
Zur Unterscheidung zwischen Adverbiale und Präpositionalobjekt:
-
1. Beispiel: Ich zweifle
an deiner Ehrlichkeit
-
a) Ich zweifle
*wo? *wohin? *warum? [Unpassend!]
-
b) Ist hier etwas Örtliches oder Kausales gemeint? [Nein!]
-
c) Ersetzbarkeit: *Ich zweifle dort? dahin?
deshalb? [Unpassend!]
-
d) Test: Ich zweifle
woran / an was? [Passend!]
Die Präposition „an“, welche
schon im Beispielsatz vorkam, lässt sich nicht vermeiden! Es liegt
vor also ein Präpositionalobjekt vor!
-
2. Beispiel: Ich schreibe die Sätze an
die Tafel.
-
a) Ich schreibe *woran? *an wen? [Unpassend!]
-
b) Ersatz: Ich schreibe die Sätze *daran.
[Unpassend!]
-
c) Ist hier etwas Örtliches gemeint?[Ja!]
-
d) Ersatz: Ich
schreibe die Sätze dorthin / dahin /
in das Heft / auf die Bank ! [Passend!]
-
e) Test: Wohin
schreibe ich die Sätze? [Passend!]
Das Wörtchen „an“ lässt
sich vermeiden, ein einfaches Fragewort genügt.
Es liegt also ein [Lokal-]Adverbiale
vor! Hingegen liegt wiederum ein Präpositionalobjekt vor, wenn
es heißt: Er schrieb einen Brief an
den Direktor.
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