Geburtsdatum: 31. Mai 1994

Stockmaß: 1,87

Farbe: Schwarz-Brauner

Rasse: Hannoveraner

Vater: Grand Garcon v. Garibaldi II

Mutter: Sissi

Bei uns seit: Februar 2005

Läuft im Moment: für die T1

Größte Erfolge: Vize-Weltmeister 2006 der Gruppen mit dem Team F.A.M.E. (USA);
6. Platz WM 2008 im Einzel mit Gero Meyer; 4. Platz WM 2010 im Einzel mit Gero Meyer

 

 

 

Als er zu uns kam, war er bereits einvoltigiert. Er hatte schon einige Zeit eine B-Gruppe getragen. Doch war sein damaliger Vereinsvorstand der Ansicht, dass der Dino kein großes Voltigierpferd werden wird.

Nun, wir sind ihm wegen dieser Einschätzung nicht böse... :-)

Dino hat uns in seinem ersten Jahr sicher mehr Geld gekostet, als er eingebracht hat. Der riesige Wallach war wie ein tapsiges kleines Kind.
Wenn es draußen kalt war und der Boden vereist - wer flog bei Koppelspielereien auf den Hintern und holte sich einen gigantischen blauen Fleck? Der Dino.
Wer kam auf die aberwitzige Idee, von heut auf morgen über seine Boxenwand springen zu wollen? Der Dino.

Ziemlich genau ein Jahr ließ er sich von uns pflegen. Wenn er gesund war, wurde er wieder voltigiert. Bis wieder was neues war.

Wenn eine seiner Krankheiten auf Überlastung zurückzuführen gewesen wäre, hätten wir sicher aufgegeben. Aber es waren irgendwie immer nur blöde Zufälle. Und so bekam er eine Chance nach der anderen mit der Hoffnung, dass er bald lernt auf sich und seine Füße aufzupassen.

Bis einiges Tages nix mehr passiert ist. 2006 bekam er auf den ersten Turnieren überragende Pferdenoten und Devon Maitozo wurde auf ihn aufmerksam. Während er bei uns im Verein "nur" für die zweite Gruppe in M* lief, wurde schon seine internationale Karriere diskutiert.

Schlussendlich einigten wir uns darauf, ihn dem us-amerikanischen Team F.A.M.E. für das CVI in München und die Weltreiterspiele zur Verfügung zu stellen.

Den Rest kennt jeder, der die WM in Aachen verfolgt hat: Dino hat mit einem Paukenschlag gezeigt, was er drauf hat. Seine Pferdenoten erreichten ungeahnte Höhen, womit er einen großen Beitrag zum Vize-Weltmeister-Titel leistete. Ohne überheblich zu sein, kann man sagen, dass er eines der weltbesten Gruppenpferde ist, rein von seinen Noten in der Kür war er es.

Von 2008 bis 2010 stellten wir ihn wieder gerne zur Verfügung, diesmal für einen deutschen Voltigierer:
Gero Meyer hat ihn als Turnierpferd für die letzten drei Jahre ausgeliehen und Dino ist nun erfahrenes Championatspferd, das bereits in Schweden, der Tschechei und - das absolute Highlight - in den USA an den Start ging.
Nach Geros Karriere-Ende ist Dino wieder Gruppenpferd, und zwar für unsere Erste.

Klar, dass bei solchen internationalen Erfolgen ein paar Star-Allüren dazugekommen sind. So ist Dino zum Beispiel unser einziges Pferd, das nicht "laufbandtauglich" ist. Hängerfahren geht nur, wenn er schön breit stehen darf, womit er immer in Luxus-Ausfertigung ganz alleine reist. Dafür hat er aber glücklicherweise nichts gegen Transporter.
Auch im reiterlichen hat Dino eine VIP-Behandlung. "Dino-reiten-dürfen" ist eine Auszeichnung und das größte Kompliment, das Silke zu vergeben hat (noch vor Centuro!). Es wird nur an außergewöhnlich pferdeliebende, fähige und umsichtige Reiter verliehen.

Auch mit dem Futter ist der "Dicke" etwas heikel. Außer Pellets, Karotten und Silage frisst er in Stress-Zeiten kaum was, wodurch unsere Chefin schon öfter am Rand der Verzweiflung war. Dino hat schon so gut wie jedes Müsli auf dem Markt testen dürfen. Was er frisst und was nicht, wieviel Öl einem Mash zugeführt werden darf und welche Temperatur es genau haben sollte - Dinos Futter ist eine Wissenschaft für sich.
Wir möchten allerdings betonen, dass Dino seit Kentucky restlos alles verputzt, was man ihm hinstellt, also scheint er im Moment extrem stressfrei zu leben.

Wir sind stolz darauf, so ein Pferd zu besitzen.